BERICHTE
Die Adventszeit gehört zu den ruhigen Zeiten im
Jahr, wenn man sich an das Kommen vom Christkindl richtet und sich nicht in
Kaufhäusern herumplagt. Die Adventsfeier bei den „verbliebenen Egerländern“
gehören zu den beliebtesten Begegnungen im Jahr. Auch das Treffen den Egerländer
aus Netschetin und Umgebung, welches am 8. Dezember stattfand, war gut besucht.
Als wir kurz nach zwei Uhr mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ anfingen, hätte
keine sich vorstellen können, dass wir zwei Wochen vor Heiligabend an dem
Adventsamstag eine Bescherung bekommen. Musikalische Begleitung übernahmen heuer
zwei „Musikus“: mein jüngerer Sohn Vojtech auf der Zither und meine Tochter Resl
auf dem Keyboard. Wenn dreißig Menschen,
jung und alt gemeinsam die schönsten Advent- und Weihnachtslieder singen, gehört
es mit Sicherheit auch nicht nur der heilige Nikolaus, sondern auch unser
Christus, dessen Geburt wir in zwei Wochen erwarteten. Ob das der Nikolaus war,
oder das Christkindl selber, werden wir scheinbar nicht mehr feststellen können,
aber es kam ein Wunder auf uns zu uns wir waren zweimal beschert. Der Grund
dafür war unser neuer Mittänzer aus Aussig a.d. Elbe Frantisek, der unerwartet
zu unserer Adventsfeier bis aus dem nördlichen Sudetenland kam: er wollte sich
als neues Mitglied unserer Gemeinschaft anschließen. Als das die zweite neue
Mittänzerin Miluska sah, rief sie ganz spontan: „Und was wird mit mir?“ Damit
wurde unsere kleine Ortsgruppe in Netschetin an
dem Adventabend mit zwei neuen Mitgliedern beschenkt. Das zweite Geschenkt war
für mich die Äußerung der Ingrid aus Weiden, die mit unserem Freund Richard
Richter aus Bernartitz kam: „Ihr habt da eine ganz schöne Gemeinschaft!“


