BERICHTE

Adventsgedanken 2009
Feuilleton

Måla Richard

2. Adventwoche 2009: ich sitze wieder einmal  in einer Pension, diesmal bei Jicin. Meine Arbeitsverpflichtungen sind getan und gegessen habe ich auch schon. Es ist erst acht Uhr und  deswegen kann ich  mich ein wenig ausruhen und über den vergangenen Tag nachdenken. Die Kundenbesuche zeigten, dass wir unsere Arbeit richtig machen, nur die Wirtschaftskrise schlug mehr ein, als wir alle dachten. Die schlimmsten Zeiten, die wir im Frühjahr und Sommer erlebten sind hoffentlich vorbei, aber mal sehen… Die Zeit, in der viele Menschen um ihre Existenz bangen müssen ist zwar hart, aber sie bietet aber etwas ganz besonderes an, was in der Konsumwelt verschwunden ist: Besinnlichkeit! Und es ist gerade ja die Adventszeit, die zu Besinnlichkeit aufruft. Ich kann nur jedem empfehlen: setzt euch mit euerm Nächsten um den Adventskranz, zündet die entsprechende Kerzenzahl an, macht euch Glühwein heiß und spricht miteinander: über das schlimme vergangene Jahr, über die Kinder, über die Enkelkinder, Eltern und sonnst Menschen, die euch Freude, oder Kummer vorbereiteten. Gerade bei Menschen, die uns verletzten, sollten wir mit Liebe die Probleme sehen, man weiß ja nicht, ob diesem Menschen nicht größere Sorgen haben, als wir. Denken wir dabei an den Heiligabend, in dem unser Heiland geboren wurde: er ist für alle Sünder auf die Welt gekommen, um sie zu befreien: er wird auch uns mal bewerten, denken wir an diesen Augenblick, wenn wir böse über jemanden beurteilen!

 

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