BERICHTE
Wandernde Musikanten in Berlin
(zwei Auftritte in Berlin)
Richard
Sulko
In
Berlin, der Hauptstadt aller Deutschen war ich noch nicht. Umso mehr freute
ich mich über die Einladung zum 60. Geburtstag des dortigen Landesverbandes
der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“. Die „verbliebenen Egerländer“
sollten den ganzen feierlichen Nachmittag mit Programm füllen, womit ich ein
wenig Sorgen hatte, aber wie sich ergab, unbegründet. Nun sind wir also mit
der „stärksten Abordnung“ am Freitag, den 23. Oktober 2009 losgefahren.
Neben der egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ ist auch die Bertl Ruzicka
mitgefahren. Um Mitternacht erreichten wir unsere Unterkunft und schliefen
ganz schön müde ein. Am nächsten Morgen machten wir im Hof vom Hostel eine
Tanzprobe und um halb zwölf ging es nach Grunewald ins Blindeheim, wo uns
schon die Landesvorsitzende Gundl Pobel erwartete.
Nach dem Aufstellen der Tonapparatur
und Stärkung mit Gulasch und Spätzlen ging das Programm los. In fast
zweistündiger Unterhaltung konnten man neben Konzertzitherstücken, die Bertl
mit meinem Sohn Berti brachten
auch egerländer und erzgebirgische Volkslieder hören, sowie Gedichte und
egerländer Volkstanz. Mit fünf Tänzen erfreuten wir etwa hundertzwanzig
Zuschauer und Zuhörer. Nach dem Abschluss mit dem „Kein schöner Land“ folgte
eine Besichtigung Berlins bei Dunkelheit. Vom Brandenburger Tor, wo gerade
ein „Stadtlauf“ stattfand, zum Bundestag und quer durch mehrere Straßen dann
wieder zurück zum Bus. Wir alle waren durch die „Baumonumente“ begeistert.
Ich selber war überrascht, wie viel ganz modernde und riesig große Gebäude
Berlin zieren. Nach ein und halbstündiger Fahrt (Baustellen und Sperrungen)
landeten wir beim „Italiener“ um mit Pizza und „Berliner Kindl“ den großen
Erflog zu krönen. Am nächsten Tag ging es ins „Deutschlandhaus“, wo wir am
„Kulturtag der Landsmannschaften“ teilnahmen. Unter dem Motto „Kultur
erfahren- nicht nur bewahren“ waren wir Gäste bei den Oberschlesier und
Pommern. In dem bunten Programm, welches Waltraud Zielke zusammenstellte und
unter dem Namen „In der Spinnstube“ präsentiert wurde, traten neben uns noch
die „Trachtengruppe der Pommerschen Landschaft Berlin“ und die
„Oberschlesische Volkstrachtengruppe zu Berlin“ auf. Mit der gemeinsamen
„Sternpolka“ endete der Nachmittag und wir konnten wieder die neunstündige
Heimfahrt antreten. Berlin auf Wiedersehen!