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Mit Urkunden zurück
( Bundesjugendtreffen der Egerland- Jugend 2005 in Schlitz)
Richard Sulko

Vom 10. bis 12. Juni 2005 lud die „Egerland- Jugend“ nach Schlitz in Hessen zum 35. Bundesjugendtreffen ein. Der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ fährt schon mehr als zehn Jahre zu diesem Treffen. Heuer war für uns eine Premiere dabei: zum erstenmal meldeten wir uns zu den Wettbewerben. Unsere Volkstanzgruppe ist sehr klein und weil wir nicht genug Kinder haben, ist das Alter „gemischt“. Heuer war auch eine Neuigkeit  dabei. Anstatt der Volkstanzgruppe Stázka, die etwa acht Jahre mitfuhr, lud diesmal die „Bundesjugendführung“ die Folklore- Gruppe „Marjánek“ aus Marienbad ( Dermaul) ein. Unser Bus startete in Pilsen um halb zwei. In Marienbad stiegen die Kinder von „Marjánek“ ein und dann konnte es schon Richtung Hessen gehen. Es war ein langer Weg. Ein Stau und ein Unfall verursachte, dass wir erst um zweiundzwanzig Uhr in Schlitz ankamen. Die Klassenzimmer in der „Dieffenbach- Grundschule“ wurden schnell besetzt und alle schliefen sofort ein.

Der ganze Samstag gehörte den Wettbewerben: Volksliedsingen, Volkstanzen, Mundart und dem heimatkundlichen Wissensnachweis. Die Altesgruppen waren: Jugend, Schüler, Kinder und Junge Generation.

Unsere Kleinen beteiligten sich bei den Schüllern mit Gesang und Volkstanz. Beim Tanz mussten auch unsere „Großen“ mithelfen, damit genug Tanzpaare waren.

Das schönste am BJT ist immer der „Galaabend“, das „Egerländer Notenbüchl“. Alle Gruppe treten mit einem Beitrag auf und unsere Freunde von „Marjanek“ bekamen etwa 20 Minuten, um ihr Können zu zeigen. Die Gruppe arbeitet mit der Kultur der „Choden“, einem Grenzstamm der ähnlich dem tschechischen spricht. Die „Choden“ haben Domazlice ( Taus) als Hauptstadt und die Musiker haben so, wie die  Egerländer, auch den Dudelsack „im Einsatz“. Nach dem Konzert, bei dem auch der Landesbeauftragte der hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Flüchtlinge Rudolf Friedrich war, der den hess. Ministerpräsidenten Koch vertrat, ging es im Fackelzug zur Schule. Der „Galaabend“ endete dann mit einem gemeinsamen Gesang und Musizieren, in dem sich alle: deutsche und tschechische Kinder beteiligten.

Am Sonntagmorgen ging der Weg in die Katholische Kirche „Christkönig“, wo wir mit dem „Visitator für die Sudetendeutschen“ P. Norbert Schlegel Opraem. Den Gottesdienst feierten. Danach folgte ein Spaziergang zum alten Marktplatz, wo in einer wunderschönen Kulisse der Fachwerkhäuser die Siegesehrung folgte. Unsere Gruppe war zum erstenmal dabei. Wir landeten in den Gesamtwertungen an den letzten Stellen, aber ich denke, dass für uns folgender Spruch sehr treffend is: „Es ist nicht wichtig der Gewinner zu sein, sondern dabei zu sein!“. Unsere Kinder können ja nicht so gut Deutsch, oder einige überhaupt kein Deutsch, so dass sie bei Sprachwettbewerbern  sowieso im vorhinein „disqualifiziert“ sind. Es war aber eine gute Erfahrung und wir freuen uns auf das nächste Jahr!


Siegesehrung: ganz recht der "Moala Berti" mit der Urkunde 

"Die Moalas" "in Action"

"Marjánek" "in Action"

"Die Moalas" beim Fackelzug

Beim Gottesdienst: links "Bundesvüarstäiha" Günther Müller mit Frau Sabine 

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