BERICHTE

 

Premiere der „Måla Boum“
Bundesjugendtreffen der Egerland- Jugend
Richard Sulko

Moalas in RauenbergUnter der Schirmherrschaft vom Baden- Württembergischen Ministerpräsident Herrn Günther Oettinger fand in den Tagen vom 6. Zum 8. Juli 2007 das 37. Bundesjugendtreffen der Egerland- Jugend, diesmal in Rauenberg statt. Aus drei Bundesländern und aus Böhmen kamen die Gruppen der jungen Egerländer zusammen, um in Wettbewerben das egerländer Kulturgut für die nächsten Generationen zu retten. Unsere egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ fuhr nach „Kraichgau“ um ihre Arbeit zu präsentieren. Schade nur, dass wegen dem Ferienbeginn und zwei Feiertage in Tschechien nur acht Personen hinfahren konnten. Der lange Weg hat sich aber gelohnt. Zwar sind wir eine kleine Gruppe der Egerländer, aber mit der Hinsicht, im welchen Zustand sich das Egerländer Brauchtum nach der Vertreibung und vierzig Jahren Kommunismus befindet, ist es ein kleines Wunder, dass man noch überhaupt etwas machen kann. Einen Chor zusammenzustellen, wie zum Beispiel in Stuttgart, ist nach mehreren Jahrzehnten Unterbrechung der kulturellen Entwicklung der Deutschen in unserem Lande unmöglich. Man kann nur mit kleinen Schritten und mit Einzelpersonen das kulturelle Gut unserer Vorfahren pflegen. Es sind kleine „Taten“ aber unsere Heimatliebe ist deswegen nicht kleiner. Für das diesjährige Treffen wollten wir etwas anderes zeigen, was man mit unseren bescheidenen Kräften schaffen kann. Weil mein jüngerer Sohn Berti auch schon einige egerländer Lieder auf die Zither „aufspielen“ kann, bekam ich die Idee, dass wir den vielen Gästen ein klassisches egerländer Volkslied vorführen werden. Die Wahl fiel auf das Lied „Haint scheint da Mou(n sua schäi(n“.

Beim großen kulturellen Abend, dem „Egerländer Notenbüchl“ fand also eine kleine Premiere statt. Vor dem Auftritt unserer Tanzgruppe mit dem Tanz „Howensook“, den sie gemeinsam mit der Gruppe aus hessischem Hungen vorführte, konnten wir die Zuschauer mit dem einen der bekanntesten Volksliedern überraschen. Zither verschwindet in Böhmen langsam aus der Welt und ich kenne keine Kinder von Egerländern, die dieses Instrument spielen. Umso mehr ist es wichtig, dass man versuchen soll das zu ändern.

Das Programm an diesem Abend war sehr reichhaltig: Volkslieder, Volkstänze, Gedichte  und vieles mehr. Durchs Program führten elegant die Ingrid und Roland Hammerschmied. Sehr hoch ist anzurechnen, dass der Bürgermeister der Stadt Rauenberg, Herr Frank Broghammer alle drei Tage beim Treffen dabei war. Der höchste Besuch kam aber am Samstagnachmittag: der Innenminister des Landes Baden Württemberg, Heribert Rech, MdL gab der Egerland- Jugend die Ehre. Er blieb etwa ein Stunde und wenn man seine sehr detaillierten Aussagen verfolgte, kann man sich nur wundern, wie gut er über die Arbeit der egerländer Jugend bescheid weiß. Er erwähnte sogar unsere letzte Aktion in Tepl.

Am Sonntag kam dann der nächste Höhepunkt: die hl. Messe mit P. Norbert Schlegel, OPraem.  In seiner Predigt weiß er sehr emotiv auf seine eigene Erfahrung mit der Flucht und sicher nicht nur ich habe nasse Augen nach dieser Predigt gehabt.

Nach dem „Offenem Tanzen und Singen“ am „Woischlauch“ folgte Siegerehrung und dann ging es wieder in alle Richtungen nach Hause: Bayern, Hessen, baden Württemberg und Böhmen.

P. Norbert mit seinen Egerländern
Die Moalas beim "Howansook"
Der Abschluss von "Egerländer Notenbüchl"
Die Moalas "im Gemütlichen"
EJ Ingolstadt: "Da Fliecha" bei der Egerländer Polka

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