BERICHTE
Unter
der Schirmherrschaft vom Baden- Württembergischen Ministerpräsident Herrn
Günther Oettinger fand in den Tagen vom 6. Zum 8. Juli 2007 das 37.
Bundesjugendtreffen der Egerland- Jugend, diesmal in Rauenberg statt. Aus drei
Bundesländern und aus Böhmen kamen die Gruppen der jungen Egerländer zusammen,
um in Wettbewerben das egerländer Kulturgut für die nächsten Generationen zu
retten. Unsere egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ fuhr nach „Kraichgau“ um
ihre Arbeit zu präsentieren. Schade nur, dass wegen dem Ferienbeginn und zwei
Feiertage in Tschechien nur acht Personen hinfahren konnten. Der lange Weg hat
sich aber gelohnt. Zwar sind wir eine kleine Gruppe der Egerländer, aber mit der
Hinsicht, im welchen Zustand sich das Egerländer Brauchtum nach der Vertreibung
und vierzig Jahren Kommunismus befindet, ist es ein kleines Wunder, dass man
noch überhaupt etwas machen kann. Einen Chor zusammenzustellen, wie zum Beispiel
in Stuttgart, ist nach mehreren Jahrzehnten Unterbrechung der kulturellen
Entwicklung der Deutschen in unserem Lande unmöglich. Man kann nur mit kleinen
Schritten und mit Einzelpersonen das kulturelle Gut unserer Vorfahren pflegen.
Es sind kleine „Taten“ aber unsere Heimatliebe ist deswegen nicht kleiner. Für
das diesjährige Treffen wollten wir etwas anderes zeigen, was man mit unseren
bescheidenen Kräften schaffen kann. Weil mein jüngerer Sohn Berti auch schon
einige egerländer Lieder auf die Zither „aufspielen“ kann, bekam ich die Idee,
dass wir den vielen Gästen ein klassisches egerländer Volkslied vorführen
werden. Die Wahl fiel auf das Lied „Haint scheint da Mou(n sua schäi(n“.
Beim großen
kulturellen Abend, dem „Egerländer Notenbüchl“ fand also eine kleine Premiere
statt. Vor dem Auftritt unserer Tanzgruppe mit dem Tanz „Howensook“, den sie
gemeinsam mit der Gruppe aus hessischem Hungen vorführte, konnten wir die
Zuschauer mit dem einen der bekanntesten Volksliedern überraschen. Zither
verschwindet in Böhmen langsam aus der Welt und ich kenne keine Kinder von
Egerländern, die dieses Instrument spielen. Umso mehr ist es wichtig, dass man
versuchen soll das zu ändern.
Das Programm
an diesem Abend war sehr reichhaltig: Volkslieder, Volkstänze, Gedichte
und vieles mehr. Durchs Program führten
elegant die Ingrid und Roland Hammerschmied. Sehr hoch ist anzurechnen, dass der
Bürgermeister der Stadt Rauenberg, Herr Frank Broghammer alle drei Tage beim
Treffen dabei war. Der höchste Besuch kam aber am Samstagnachmittag: der
Innenminister des Landes Baden Württemberg, Heribert Rech, MdL gab der Egerland-
Jugend die Ehre. Er blieb etwa ein Stunde und wenn man seine sehr detaillierten
Aussagen verfolgte, kann man sich nur wundern, wie gut er über die Arbeit der
egerländer Jugend bescheid weiß. Er erwähnte sogar unsere letzte Aktion in Tepl.
Am Sonntag kam
dann der nächste Höhepunkt: die hl. Messe mit P. Norbert Schlegel, OPraem.
In seiner Predigt weiß er sehr emotiv auf
seine eigene Erfahrung mit der Flucht und sicher nicht nur ich habe nasse Augen
nach dieser Predigt gehabt.
Nach dem
„Offenem Tanzen und Singen“ am „Woischlauch“ folgte Siegerehrung und dann ging
es wieder in alle Richtungen nach Hause: Bayern, Hessen, baden Württemberg und
Böhmen.
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