BERICHTE
Zurück zu den Wurzeln
(Bundeskulturtagung 2008)
Richard Sulko
Am Wochenende vom 24. zum 16. Oktober
2008 lud der „Bundesvüarstäiha“ vom „Bund der Eghalanda Gmoin“,
Dr. Ralf Heimrath zur „Bundeskultur-tagung“
ein. Nach dem es am Freitag ein wenig wissen-schaftlich wurde, als Dr. Egon
Ziegler über „Mathematik als Teil der
Kultur“ vortrug und Dietmar Kaiser über das „Steuerrecht für Vereine“
berichtete, ging es am Samstagfrüh im Sinne unserer Vorfahren weiter und zwar
ganz im Sinne des Begriffes „Zurück zu
den Wurzeln“. Gleich der erste Vortrag vom Bundesvor-sitzenden Heimrath stimmte
uns heimatlich ein: „Unna Sprouch, der Dialekt im Egerland und in der nördlichen
Oberpfalz“. Als Christ und Organisator der Wallfahrten nach Maria Stock habe ich
mich sehr über den nächsten Vortrag gefreut: „Die Wiederaufnahme der Fußwall-fahrt
aus der Oberpfalz nach Maria Kulm“ vom Herbert Baumann. Aus seinem Bericht wurde
deutlich ersichtlich, was für einen Glauben müssen die Wallfahrer haben, wenn
sie zu Fuß in zwei Tagen achtzig Kilometer hinter sich legen! Die Teilnehmer der
diesjährigen Begegnung hatten es einfacher: mit einem Bus ging es mit einem
kurzen Aufenthalt in Eger, in der St. Niklas – Kirche nach Maria Kulm. Dort
erlebten wir den Höhepunkt der Begegnung: Gottesdienst mit P. Nobert Schlegel,
OPraem. Ich hatte die Ehre in diesem größten egerländer Wallfahrtsort dem P.
Norbert beim Altar zu helfen. Über die Wichtigkeit und die Geschichte von diesem
Ort berichtete uns vor der Abfahrt noch der „Bundeskulturwart“ Dr. Wolf – Dieter
Hamperl und deswegen war das Erlebnis umso größer. Mir ist gleich nach dem
Besuch der Gnadenkapelle ein kleines Wunder passiert: bei der Teeausgabe sprach
mich die Frau Sieglinde Dlouhá an, eine „verbliebene“ Egerländerin, die in Maria
Kulm noch wohnt und sich um das Wohl der Wallfahrer mit ihrer Tochter sorgt.
Eine nette Begegnung und ein neuer Abonnent unseres „Bladls“. Als wir dann Maria
Kulm wieder Richtung Westen verließen, haben wir alle einen wunderschönen
Sonnen-untergang erlebt. Die Krönung des Tages war die „Egerländer Hutzastubn“.
Mit Peter W. Schmidt und dem „Neualben-reuther Zwio“ wurde es so richtig
gemütlich und auch lustig, und weil wir am nächsten Tag eine Stunde länger
schlafen konnten, genossen wir diese herrliche Stimmung
umso mehr. Der Sonntag gehörte noch zwei
Vorträgen über das „Münchner Abkommen“ vom Dr. Alfred Schickel und über „Grenz-befestigungen
1938 auf Oberpfälzer und tch. Seite“ vom Dr. Sebastion Schott. Danach führten
unsere Wege wieder nach Hause.





