Egerländer Gebetstag 2006
Der „Förderverein Wallfahrtskirche Maria Kulm e.V.“ lud am 13. August 2006 zu einer ganz besonderen Wallfahrt ein. Die deutsche hl. Messe für deutsche Pilger, vor allem den früheren Bewohnern aus der Umgebung von Maria Kulm bei Falkenau, zelebrierte der Regensburger Domkapitular Reinhard Pappenberger. Er hielte auch die Festpredigt. Der „Hausherr“ Großmeister Jiri Kopejsko vom „Orden der Kreuzherren mit dem roten Stern“ aus Prag war auch anwesend. Die Musikalische Gestaltung übernahm die egerländer „Münchenreuther Blaskapelle“ aus der benachbarten Oberpfalz. Aus dem Stiftland kam der Männerchor aus Waldsassen. Das die Pilger ein herrliches Erlebnis erwartet haben, zeigte auch die Besucherzahl: die Wallfahrtskirche war so voll, dass man mindestens weitere dreißig Stühle hineinstellen musste. Die heilige Messe war einer der schönsten Wallfahrten überhaupt, die ich erleben dürfte. Falkenau war eine Bergbaustadt und die Menschen waren tief gläubige Christen. Ich glaubte nicht meinen Augen, als ich die Menschenmenge sah. Freudiges Wiedersehen mit den jetzigen tschechischen Bewohnern schuf die Freundschaft zwischen unseren Völkern. Tag zuvor bekam der Vorsitzender der vertriebenen Falkenauer Josef Döllner vom jetzigen Falkenauer tsch. Bürgermeister Karel Jakobec eine Auszeichnung für sein Engagement in Sache Zusammenarbeit. Wir, als „Bund“ für die „verbliebenen“ Egerländer können dem Josef wirklich dankbar sein: nicht nur, dass er den größten Wallfahrtsort rettet und dass er für Völkerverständigung sehr viel tut: unsere Ortsgruppe Falkenau ist die einzige die von der Stadt, wo sie arbeitet, die auch für ihre Begegnungen mit den Vertriebenen Unterstützung bekommt!
Nach dem Gottesdienst konnte ich eine schöne Begegnung erleben: beim Mittagessen begegnete ich auch weitere Amtsträger: neben der Gertrud Lallinger lernte ich den Ortsbetreuer von Maria Kulm, den Richard Grillmeier kennen, sowie konnte mich mit dem Sprecher der Sudetendeutschen und früh. bayer. Landtagspräsident Johann Böhm begrüßen.
Dem Heimweg machte ich dann mit meiner Frau über „Sangeberg“, wo die „Köi(h in Toutschn gäih(n“ und über Marienbad, wo wir vor kurzem Urlaub machten. Die Seele mit Freundschaft erfüllt kamen wir dann in den späten Nachmittagsstunden nach Hause.
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