Jahresversammlung vom Bund der Deutschen- Landschaft Egerland

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Geschrieben von Richard Sulko

Es ging doch noch besser!
( Jahresbericht vom "Bund der Deutschen - Landschaft Egerland" für das Jahr 2004)

Jahresbericht, vorgetragen bei der ordentlichen Jahresversammlung des „Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland“
am 20. November 2004, im „Balthasar – Neumann – Haus “, Eger

 

Sehr verehrte Gäste, Damen und Herren, Mouhmen u Vettan, Moidla u Bou(b)m!

Ein herzliches „Grüßgott“  Euch allen, die in unser Begegnungszentrum „Balthasar – Neumann- Haus“ hierher nach Eger gekommen seid!“

Es ist wieder ein Jahr in dem Leben des Verbandes vergangen und der Vorsitzende gibt seinen Rechenschaftsbericht ab. Wie war also das Jahr 2004?Vor einem Jahr sprach ich in meinem Jahresbericht über den Stolz, mit dem der „Bund“ viel erfolgreicher war, als im Vorjahr. 
Wie sieht es mit dem „noch besser werden“ heuer aus?

Kaum zu glauben, aber in diesem Jahr ging es doch noch besser!

Nennen wir doch wieder unsere wichtigsten gelungene Sachen:

 Neue Ausstellung

Im Juni, im Rahmen des Trachtenlehrganges wurde in Netschetin, im Gasthaus „Am Rathaus“ die Fotoausstellung „Dåu bin i daham“ eröffnet. In 30 Bildern zeigte ich meine Heimat im östlichen Egerland. Die Ausstellung blieb bis Ende August hängen und konnte den zahlreichen Besuchern in Netschetin nicht nur meine Liebe zur meiner Heimat, sondern auch meine Freundschaft zu dem „Mehrheitsvolk“ zeigen.

Der nächste Ort, wo diese Ausstellung gezeigt wird, ist Eger. Dann wird sie den „Begegnungszentren“ in der Tschechischen Republik angeboten und das letzte Wochenende im August wird sie in Wendlingen am Neckar zu finden sein.

Zu der Ausstellung wurden Postkarten mit den Motiven der Bilder herausgeben, damit wenigstens ein Teil der Kosten gedeckt wird, denn die Finanzierung trug der „Bund der Deutschen“ fasst alleine.

Folklore – Präsentationen

Dieses Jahr war ein sehr erfolgreiches Jahr, was unsere Volkstanzgruppe „Die Målas“ angeht: schon Ende März fuhr sie nach Linz, um an den Feierlichkeiten an dem 100 Geburtstag der dortigen „Gmoin“ teilzunehmen. Ein Bericht kann außer unserem „Eghalånd – Bladl“ auch im Internet gelesen werden. Am 16. Mai fuhr unsere Volkstanzgruppe nach Tepl, zum „Folklorefestival“. Das war zum ersten mal, als wir dabei waren. Ende Juni konnten wir wieder am „Sudetendeutschen Tag“ in Nürnberg gesehen werden, im Rahmen des „Böhmischen Dorffestes“. Wieder eine neue Premiere hatte diese Gruppe am „Norgautag“ in Vohenstrauß Mitte Juni. Anfang Juli  ging es nach Wendlingen, zum „Bundesjugendtreffen der Egerland – Jugend“ (EJ). An dieser Stelle soll die Dankbarkeit der EJ für die ausgezeichnete Zusammenarbeit ausgesprochen werden. Das „Volkstanzseminar“ in Netschetin verlief zwar ohne den „EJ – lern“, aber mit Videoaufnahme waren die „jüngeren“ Egerländer wieder an diesem Wochenende vereinigt. Vorletzte Auftritt war in Falkenau, beim Konzert „Musik kennt keine Grenzen“. Näheres könnt ich in anschließenden Zeilen hören. Der letzte Auftritt und das schönste Erlebnis haben wir Anfang Oktober in Marienbad erlebt: beim dortigen „Folklorefestival“ hatten wir drei Auftritte: im Hotel „Butterfly“, im Kulturhaus „Casino“ am Samstagabend und die Krönung war Sonntagvormittag direkt auf der Kolonnade! Ich wäre sehr froh, wenn wir mit der Folkloregruppe „Marjánek“ aus Marienbad eine schöne Zusammenarbeit  entwickeln könnten. Nicht weniger rührend war die Zuneigung der ruthenischen Minderheit uns gegenüber.

Musik kennt keine Grenzen zum dreizehnten mal!

In Falkenau führte der „Bund“ am 21. August seine größte kulturelle Veranstaltung durch. Mit mehr als 70! Mitwirkenden bat er ein reiches Programm an: neben dem echten „Mosch - Sound“ mit den „Woihauser Straßenmusikanten“ , über die tschechische Jugendblaskapelle „Juvenka“,  Bertl Ruzicka mit ihrer Zither und unserer Volkstanzgruppe bis zu dem „Graslitzer Heimatchor“, dessen Einladung als Verbundenheit unterhalb der Verbände der dt. Minderheit zu verstehen sei, war das ein schönes zweistündiges Programm. Der Dank soll dem tsch. Kulturministerium ausgesprochen werden, die diese Maßnahme ermöglichte.

Sehr verehrte Damen und Herren,

 schon in den nur drei angeführten Beispielen konntet ihr sehen, dass das Verbandsleben bei den Egerländern sehr reich ist. Es passierte aber in dem letzten Jahr, was noch nicht zu Ende ist noch viel mehr!

Schon im 11. Jahrgang kommt unser „Eghalånd – Bladl“ jeden Monat heraus. Dank der Unterstützung durch BMI und der dt. Botschaft ist gerade dieses Mitteilungsblatt das beste Beispiel, was alles beim „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ los ist. Ein großes Dankeschön für die Unterstützung! 

Eines der weiteren Medien, die einen sehr großen Wirkungsgrad hat, ist unsere Internetseite: www.egerlaender.cz

Mehr als vierzehn tausend! Besucher informierten sich über unsere Arbeit. Ein tolles Instrument.

Wegen diesem elektronischen „Aushängeschild“ und wegen unserem „Eghalånd – Bladl“ hat es keinen Sinn, viel detaillierter in unsere Arbeit einzusteigen, den über unser Wirken wird nicht nur in diesen Beiden Medien, sondern auch z.B. in der „Sudetendeutscher Zeitung“, im „Egerländer“, oder in der Landeszeitung“ berichtet. Die letzterwähnte Zeitung der dt. Minderheit konnte aber von unseren Mitgliedern viel mehr gelesen werden. Dieses Thema gehört zu den wenigen, die in unserem „Bund“ noch besser gemacht werden könnten. Dasselbe gilt für Kinder, die in unserer Tanzgruppe mitmachen könnten, oder wenigstens nach Tepl zu der „Grabpflege“ oder zum „Bundesjugendtreffen“ mitfahren könnten. Der „Bund“ hat ja mehrere Ortsgruppen, mit viel Enkelkindern. 

 Ich bedanke mich bei unserem Team aus dem „Baltasar – Neumann – Haus“, bei der Krista und dem Jürgen, beim „Bund der Eghalånda Gmoin“, sowie bei meiner Frau und allen, die unser „Egerländer Kulturgut“ weiter tragen!

Danke schön für die Aufmerksamkeit!


P. Norbert Schlegel beim Grußwort. ganz links stellv. Bündesvüarstäiha Helmut Kindl

Musikbegleitung bei der Fotoausstellungseröffnung: Berl Ruzicka

PhDr. Adrej Sulitka, Rat der Nationalitäten der Regierung der CR beim Grußwort

links in Tracht: Franz Siroký, stelv. Vors. der OG Netschetin-Preitenstein, im Anzug:
Bgm. Eger: Václav Jakl, neben ihm rechts in Tracht: Günther Müller, Bundesvüartsäiha vom "Bund der Eghalanda Gmoin"
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