Egerländer beim Papstbesuch

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Geschrieben von Richard Sulko

2 Meter vom Papst
(Egerländer beim Papstbesuch 2009)

Richard Sulko

Am 28. September wird in Böhmen, Mähren und Schlesien der Hl. Wenzel gefeiert. Der Schutzpatron unseres Landes wurde in Altbunzlau von seinem Bruder Boleslav ermordet. Im Jahre 2009 standen die Feierlichkeiten im Zeichen des Papst-Besuches. Benedikt XVI. kam für ganze drei Tage in ein Land, welches den größten Anteil von Atheisten hat. In diesem Jahr feierten der ganze Mittel- und Osteuropäische Raum den Fall des eisernen Vorhanges. Der Papstbesuch war mit Sicherheit auch für dieses Ereignis geplant. Für mich als Christen und einem, dem nicht gleichgültig die Lage in unserer Gesellschaft ist, war der Besuch gerade in der Wirtschaftskrise ein Zeichen für unser Land und für seine Bewohner: wendet euch von der Macht des Geldes auf die viel wichtigeren Sachen im Leben! Nun kam der Montag, 28. September und auf der neu benannten „Probstwiese“ bei Altbunzlau sollte der Benedikt XVI. das Hochamt feiern. Aus unserer Pfarrei wurde ein Bus organisiert, den die Trappisten aus Gutwasser bei Tepl spendierten. Der Bus startete in Netschetin um 4:15 Uhr und auf den Weg über Manetin und Plasy sammelte er 29 Pilger. Wir kamen beim herrlichen Wetter um etwa halb neun an. Nach etwa zwei Kilometer langem Marsch waren wir da. Diese Begegnung stand im Zeichen der jungen Menschen und  man konnte es auch sehen: tausende von Kindern und Jugendlichen zelteten schon ab Sonntag in der Kälte auf der Wiese und hatten an diesem Ereignis eine große Freude. Um halb zehn wurden wir alle still, als der Moderator die Ankunft des Papstes ansagte. Alle Blicke wendeten sich Richtung Osten und als man den oberen Teil des „Papamobils“ erkannte, brach bei den etwa vierzigtausend Versammelten riesige Freude aus: der Papst ist da! Mit langsamem Tempo begann er die Wege durqueren, die die einzelnen Sektoren teilten. Ich verfolgte mit meinem Teleobjektiv den hl. Vater und auf einmal bog er von der Straße ab, direkt in unsere Richtung. Beim vorbeifahren wusste ich nicht, ob ich fotografieren, oder den Augenblick im tiefen Glauben genießen soll. Denn wie oft sieht man im Leben den heiligen Vater in einer Entfernung von zwei Metern? Für diesen kurzen Augenblick hat sich der Weg schon gelohnt! Nun folgte die hl. Messe, die mit Rockmusik ganz anders war, als sonnst. Unser „Mittänzer“ Frantisek  aus Aussig a.d. Elbe, der mit seiner Pfarrei auch kam, fand uns in der Menge (ein Vorteil von Handys) und damit feierten wir zu fünft dieses wichtiges Ereignis: Ich mit meiner Frau, Miluska mit ihrer Tochter und der Franz.

 




 

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