P. Norbert Schlegel ist Tod!

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Geschrieben von Richard Sulko

P. Norbert Klaus Schlegel, OPraem. ist Tod


 

Pater Norbert Schlegel, der Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen, ist am 29. August 2009, in den Morgenstunden nach kurzer schwerer Krankheit im 70. Lebensjahr verstorben. Schlegel, 9. März 1940 in Allenstein (Ostpreußen) geboren, wurde 1971 in Königstein im Taunus zum Priester geweiht. Sein philosophisch- theologisches Studium absolvierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.

Pater Norbert Schlegel war seit 1993 Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge an den Sudetendeutschen sowie auch Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerkes und seit 1999 Visitator. Er wusste seit einigen Monaten um seine schwere, todbringende Krankheit.

Pater Norbert Schlegel sah seine Lebensaufgabe darin, für jeden, der ihn gerufen hat, Freund und Helfer zu sein. Er konnte zuhören und neue Kraft vermitteln. Für ihn war kein Weg zu weit und keine Nacht zu lang, wenn es darum ging, zu helfen, wo Hilfe benötigt wurde. Obwohl er kein geborener Sudetendeutscher war, setzte er sich mit seiner ganzen Kraft und der „mit Herzblut“ betriebenen Leidenschaft, die Seelsorge für die Belange der aus der Heimat vertriebenen Sudetendeutschen ein. In seinen Predigten konnte er in verständlichen Worten Hoffnung, Glaube und Liebe vermitteln. Pater Norbert wusste, was Flucht und Vertreibung bedeuten. Er musste 1945 mit seiner Familie aus seiner ostpreußischen Heimat fliehen. Auf dieser Flucht starb seine Mutter, und er verlor gleichzeitig auch seinen Vater (dieser galt als vermit). Glücklicherweise fand er in Gutmadingen (bei Donaueschingen in Württemberg) Pflegeeltern, die sich seiner annahmen. In Gutmadingen besuchte er die Volksschule und erhielt seine weitere pädagogische Ausbildung in Konstanz, wo er auch ein Praktikum absolvierte. Nach seinem Abitur trat er 1966 in das Prämonstratenserstift Tepl ein. Dieser Schritt prägte ihn für sein späteres Wirken als Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen.  Die Sudetendeutschen erfüllt der Tod des allseits beliebten Geistlichen mit großer Trauer, sie haben einen segensreichen Hirten und treusorgenden Freund verloren.  P. Norbert wurde am Freitag, den 4. September 2009 am Friedhof von Obereschach bei Villingen- Schwenningen beigesetzt. Auch der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ hat sich beim Requiem in der dortigen Kirche mit seinem wirklichen Freund verabschiedet.

Verabschiedung  vom  P. Norbert Klaus Schlegel, OPraem.
Richard Sulko

Sehr verehrte Trauerversammlung, liebe Freunde.

Auch der „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“, nimmt Abschied von seinem lieben P. Norbert. P. Norbert wirkte positiv auf jedem, und es war egal, in welchem Land und  bei welcher Gruppe von Menschen er war. Seine Wirkung und vor allem Vermittlung des Glaubens an junge Menschen war einmalig und menschlich warm, was ich mehrmals persönlich erleben dürfte.

Lieber P. Norbert,
heute stehe ich zum letzten Mal an Deiner Seite vor dem Altar. Ich danke Dir für alle die Gaben, die Du uns gegeben hast. Ich bedanke mich wie im Namen des „Bundes“, so auch im Namen meiner Familie.

Löiwa Hergott, i(ch bitt Dich, nimm bitta Deinan Deina(r Pater Norbert za Diar in Da(n Reich aaf.

Dank schäi(n



Weihbischof Pieschl

Volker Jobst, Bundesjugendführer der Egerland- Jugend beim Einzug der Fahnen

 

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