"Verbliebenen" Egerländer beim "Sudetendeutschen Tag 2009 in Augsburg

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Geschrieben von Richard Sulko

Alles verkauft
(Sudetendeutscher Tag2009 inAugsburg)

Richard Sulko

Das 60. “Flüchtlingstreffen“ der vertriebenen Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien fand am  letzten Wochenende in Augsburg statt. Auch der „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“, der die „verbliebenen“ Egerländer  vertritt, konnte nicht fehlen. Wie schon etliche Jahre zuvor, hatte der „Bund“ wieder seinen Informationsstand, in dem er über seine Arbeit informierte. Ich nahm mir heuer vor ein wenig mehr auf dem Stand zu weilen, damit wir so viele Sachen verkaufen, wie nur möglich. Unsere finanzielle Lage ist nach weiteren Geldkürzungen wieder ein wenig schwieriger geworden und jedes Euro kann das helfen. Jedes Jahr ist unser Stand ein wenig anders; auch in diesem Jahr konnten wir etwas Neues den Besuchern zeigen: der Frantisek Roubal aus Aussig zeichnete auf einem großen Format Wappen von unseren acht Ortsgruppen.  Weiterhin klebte ich das Bild von unserem neuen „egerländer Häusel“ auf die hintere Wand, damit jeder sehen konnte, dass die Egerländer auch nach mehr als sechzig Jahren nach der Vertreibung immer noch ihre Häuser im Egerland bauen. Nun verbrachten wir also zwei volle Tage im vollen Einsatz. Als wir am Pfingstsonntag kurz nach vier Uhr einpackten, stellte ich mit Freude fest: wir haben fast alles verkauft: Bücher, Kassetten, Ansichtskarten! Die größte Freude bereitete mir mein Sohn vor, der selber einiges verkaufte, als ich mich auf im „Würstelstand“ stärkte. Das größte Ereignis war wie jedes Jahr der Einzug in die Schwabenhalle vor der Großkundgebung. Mit unserem „Tafel“  zogen wir an der „Ehrenreihe“ vorbei und wurden freundlich begrüßt. Das sind die Momente, wo das Ehrenamt Freude macht. An diesem Wochenende erlebte ich eine ganz besondere Begegnung: als Nachfolgerin des „Beauftragten für die Vertriebenen und Flüchtlinge“ bei der hessischen  Regierung wurde mir vom Rudolf Friedrich die Frau Margarete Ziegler-Raschdorf vorgestellt und im Verlauf des Tages konnte ich auch mir ihr über unsere Arbeit und das Leben der deutschen „Minderheit“ in der jetzigen Tschechischen Republik sprechen. Eine tolle Begegnung. Nun kamen wir nach etwa vier Stunden wieder in unser Egerland zurück und krönten das Pfingstfest mit einem Abendessen in unserer Netschetiner Kneipe, in der schon viele Netschetiner, die mit dem Transport nach Augsburg nach dem Krieg kamen, auch schon aßen.

 

v.l.: Frau Sulko, H. Sulko, F.  Margarete Ziegler-Raschdorf

 

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