Große Deutsch- tschechische Begegnung
Große Deutsch- tschechische Begegnung
(8. Graslitzer Treffen mit 50 Jahre Horalka)
M.R.
Am Wochenende vom 20. zum 21. Juni 2008 hat sich in Graslitz, was direkt an der Grenze zur Deutschland am Weg nach Klingenthal liegt, eine ganz wichtige Begegnung ereignet. Die sehr bekannte Blaskapelle „Horalka“ hat zum „8. Graslitzer Treffen“ eingeladen, verbunden mit dem 50. Geburtstag dieser Musikkapelle. Der Leiter dieses Orchesters, Josef Novotný hat sich ganz was Besonderes für dieses Ereignis einfallen lassen: 13 Mitwirkende Gruppen in etwa 12 stündigem Programm, auf Freitagabend und Sonntagnachmittag aufgeteilt. Nach der Freitagproduktion mit der Graslitzer Musikschule und Countrymusik, sowie einer Rockgruppe, kam der große „Geburtstagsamstag“. Das der Begriff „Musik keine Grenzen kennt“ wirklich stimmt, hat man schon gleich nach dem Beginn der Veranstaltung „am Hausberg“ gesehen. Der erste Gratulant kam aus Klingenthal. Das Stadtorchester wurde schon im Jahre 1866 gegründet uns ist das Beste Blasorchester in Sachsen. Die bekanntesten Weisen von dem Egerländer Ernst Mosch durften selbstverständlich nicht fehlen. Deswegen passte ganz gut die Idee vom Josef ein, einen Egerländer als Moderator zu engagieren: Måla Richard (Sulko) übernahm gerne mit der Graslitzerin Eva Fejstová diese Ehrenverpflichtung. Hunderte von Menschen kamen in die Freiparkanlage: hier konnte man Deutsche und Tschechen gemeinsam an einem Tisch mit gutem Bier und guter Blasmusik begegnen. Diese Maßnahme unterstützten neben dem Deutsch –tschechischem Zukunftsfonds, dem Karlsbader Bezirk und der Stad Graslitz weitere etwa dreißig Firmen. Und die Geburtstagsfeier ist wirklich auch gelungen. Nach den anfänglichen Sorgen ums Wetter schaute Sonne aus dem blauen Himmel auf uns herunter. Die zweite auftretende Gruppe war das Geburtstagskind selber. In ihren Darbietungen dachten die Musiker auch derer, die nicht mehr unter uns sind. Gratulation und Grußworte brachten nicht nur die anwesenden Gruppen mit, sondern auch der Bezirkshauptmann des Karlsbader Bezirks, Dr. Josef Pavel und der Bürgermeister der Stadt Graslitz, Dipl.- Ing. Zdenek Brantl. Jede Darbietung von den Musikgruppen wurden mit interessanten Programmeinlagen verschönert: Die „Hausgemeinschaft“ (Baracníci) aus Falkenau präsentierten den Tanz „Ceská beseda“, die Kindertanzgruppe „Ouky kouky“ brachte moderne Tanzrhythmen mit, orientalisches Ensembles „Habibi“ präsentierte neben Bauchtänzen auch Zigeunertanz. Das Hauptthema blieb aber die Blasmusik. Nach der „Horalka“ kamen die „Heldrasteine Musikanten“ aus Schnellmannshausen. Der Berg „Heldrastein“ liegt an der früheren innendeutschen Grenze und war Sperrgebiet. Ein ähnliches Schicksal also wie Graslitz. Diese Gruppe wurde schon im Jahre 1904 gegründet und die Qualität hat sie bis heute erhalten. Die nächsten Gruppen kamen aus Böhmen: Die „Erzgebirgsmusik“ aus Graslitz (auch ein kleiner Jubilar: 10 Jahre alt ), die „Kleine Amati- Blaskapelle“ aus Graslitz, sowie „Jokl´s Band“. Es ist ein kleines Wunder, dass man in der heutigen Zeit noch soviel begeisterte Blasmusik – Fan sehen kann. Ich muss noch eins erwähnen: Die Blaskapelle „Horalka“ hat sich der total verwüstete Parkanlage am „Hausberg“ im Jahre 2000 angenommen und versucht es sie für die nächsten Generationen zu rette, Ein weiterer Grund der Blaskapelle „Horalka“ zu gratulieren!







