In der "Tangrintelstadt"

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Geschrieben von Richard Sulko

In der „Tangrintelstadt“

(Landestreffen der Egerländer in Bayern im Jahre 2006)
Richard Šulko

Vom 9. zum 10. September 2006 lud der „Landesvorsitzende“ des „Landesverbandes der Egerländer“ in Bayern, „Vetta“ Ernst Schneider zum  29. Treffen nach Hemau ein. Hemau trägt den Namenzusatz bereits das 12. Jahrhundert. Der Name ist aus zwei mittel-hochdeutschen Wörtern – „tan“ für Wald und „grintel“ für „Riegel – oder Höhenrücken“ – gebildet und umfasst den noch heute stark bewaldeten Jura-Höhenrücken, der im Norden von der Schwarzen Laber, im Süden von der Altmühl begrenzt wird, im Osten fast bis zur Naab und im Westen bis zum Kirchdorf Willenhofen reicht. Der Tangrintel war nicht nur ein früheres königliches, dann ab dem 14. Jahrhundert ein herzogliches Wald- und Forstgebiet, sondern auch ein Gerichtsbezirk unter diesem Namen.

Und in diesem historischen Städtchen wurde das Landestreffen der Egerländer im Jahre 2006 ausgetragen. Die Schirmherren waren der bayerische Staatssekretär für Wirtschaft und Infrastruktur Hans Spitzer und der 1. Bürgermeister der Stadt Hemau Hans Pollinger.

Den Auftakt am Samstagnachmittag machte die „Bunker Blasmusik“ aus Geretsried, die zu der Ausstellungseröffnung im „Zehentstadel- Bürgersaal“ aufspielte. Die Ausstellung zeigte sehr eindrucksvoll das Schicksal der Heimatvertriebenen Egerländer. Noch am Samstagabend erlebten wir einen Heimatabend „Ållahånd va Stood u Lånd“ im Gasthaus Ferstl- Bruckmeier.  Neben der „Bunker  Blasmusik“ traten auf: „Familienmusik Schmidt“, die „Auer Buam“, „Hemauer Stub´nmusi“, Trachtenverein „Stamm Hemau“ und viele mehr.

Der Sonntag gehörte ab neun Uhr dem „Platzkonzert“ und dem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Johannes mit dem Stadtpfarrer Thomas Strunz. Es erklang die „Egerländer Volkssingmesse“, die ganz selten aufgeführt wird. Ich selber landete im zweiten Stock des Kirchenchores um dem Landeschor ein wenig mitzuhelfen. Ob das gelungen ist, weiß ich nicht, aber es war eine interessante Erfahrung. Nach dem Gottesdienst wurde der Kranz am Kriegerdenkmal niedergelegt und es folgte der Festzug zu der Tangrintelhalle. Mit Egerländer Blasmusik und Darbietungen, sowie mit Grußworten erlebten wir an diesem durch Sonnenschein verschönerten Sonntag einen wunderschönen Ausklang dieses Treffens.

Es war wieder schön, unter Freunden zu sein und das schöne Gemeinschaftsgefühl zu erleben!

bei der Totenehrung

Dr. Heimrath beim Vortrag, u. im Bild: vor kurzem verstorbener Bundesvüarstäiha(r Müller

die "Auer Buam"

offenes Tanzen beim Ausstellungsraum

Ausstellungseröffnung

 

 

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