Bei allen Wettbewerben dabei

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Geschrieben von Richard Sulko

Bei allen Wettbewerben dabei
( das 36. Bundesjugendtreffen 2006 in Marktredwitz)
Richard Sulko

Dank der Einladung und der Unterstützung seitens der Egerland- Jugend konnte auch im Jahr 2006 die kleine Vertretung der Egerländer aus der Heimat nach Marktredwitz fahren um beim diesjährigen Treffen dieser jungen Menschen dabei zu sein. Zuerst wurde am Freitag noch in Eger geprobt und am Samstag ging dann der Weg ins „Egerland- Museum“, wo die Wettbewerbe stattfanden. Heuer meldeten wir unsere Kinder zu allen Wettbewerben in der Altes- Gruppe „Schüller“. Das es ein schwieriges Vorhaben ist, wussten wir schon vorhinein aber man arbeitet mit den Kindern soweit es geht und deswegen meldeten wir uns auch an. Wir haben zwar keine große Gruppe, die unter erfahrenen „Profis“ jede Woche proben kann aber versuchen wollten wir es in jedem Fall. Für diese Altes – Gruppe sind immer drei Bereiche vorgeschrieben. Heuer entschloss die Bundesjugendführung folgende Themen zu wählen: Im Volksliedsingen stand das Pflichtlied „Wois a Bankl“ auf dem Programm, dazu wählten wir das Lied „U ma Voda“ als Kürlied. Als Pflichttanz studierten wir den „Hånnabuttentånz“ ein. Weil unsere ganze Jugendgruppe nach Rothenburg o.d. Tauber zum Jugendseminar im Herbst nicht fahren konnte, denn 35 Euro Teilnehmerbeitrag kann man sich wirklich nicht leisten, musste das lernen eine Videoaufnahme machen, die ich selber dort machte. Es ist traurig, dass 17 Jahre nach der Wende die Lebensniveau – Unterschiede noch so groß sind, dass man nicht zu unseren „Stammesbrüdern“ und dazu bei der Jugendarbeit fahren kann. Man stellt Anträge und bekommt auch etwas Geld für z.B. Fahrtkosten, aber Fahrten ins Ausland werden z.B. vom Kulturministerium der Tschechischen Republik nicht anerkannt. Das bestätigte auch die höchste Kontrolle der staatlichen Mittel, die der „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ als einziger selbständiger Verband der Deutschen in der CR erleben dürfte. Als Kürtanz wählten wir „Wenn i za mein Moidla gäih“. Die dritte „Hürde“ war für unsere Kinder die schwierigste: Wissensnachweis in deutscher Sprache und im Zeitlimit über das Egerland- Museum. Bis man überhaupt die Frage ins Tschechisch übersetzte, war schon die hälfte der Zeit weg. Auch wenn man mit den Kindern viel rücksichtvoll war, war dieser Teil der Wettbewerbe der anspruchsvollste. Den ganzen Tag kämpften also unsere Kleinen um die Ehre der „verbliebenen“ Egerländer aber sie sollten auch Spaß daran haben: Nach dem abendlichen Auftritt beim „Egerländer Notenbüchl“, an dem auch die bayerische Ministerin Christa Stewens anwesend war, ging es in einem Fackelzug zurück in die „Humbold- Schule“, wo wir auf Schlafmatten übernachteten. Ein schöner Abend, dem auch die zum zweitenmal anreisende tschechische Gruppe „Marjánek“ vieles schönes beitrug. Sonntag früh gehörte dem Gottesdienst in der „Herz- Jesu- Kirche“ in „Rawetz“, wie Marktredwitz liebevoll genannt wird. Unter den Ministranten konnten wir auch unseren Sohn Berti sehen. Nach dem Gottesdienst, zelebriert vom P. Norbert Schlegel, OPraem., dem „Visitator für die Sudetendeutschen“ führte der Weg ins „Dörflas“, wo wir im Geländer der „Grenzlosen Gartenschau“ noch tanzten und sangen. Danach kam es im dabei sein der Oberbürgermeisterin der Stadt Marktredwitz, Frau Seelbinder zur Siegesehrungen. Unsere Gruppe landete als letzte, aber im tanzen waren wir vierte. Als ein kleines Dankeschön für die Mitwirkende lud ich sie dann schon zu hause zum „Pizzaessen“ ein und ein  schönes, anstrengendes Wochenende ging zu Ende.  

 

Die Geretsrieder beim "Egerländer Notenbüchl"

Die OB Seelbinder (r.) mit der Ministerin Stewens

der Fackelzug durch abendliches Marktredwitz

"Die Moalas" beim Auftritt

bei der Siegesehrung

"Marjánek" beim offenen Tanzen und singen

 

 

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