Tanz für die Vertriebenen

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Geschrieben von Richard Sulko

Tanz für die Vertriebenen
( 56. Sudetendeutscher Tag in Augsburg) 
Richard Sulko

Ein längerer Weg zum Pfingstreffen...

Der „Sudetendeutsche Tag“ am Pfingsten des Jahres  2005 fand nach zwei Jahren wieder in Augsburg statt. Für uns, die „verbliebenen“ Egerländer zwar ein  längerer Weg, aber das Messegelände ist ein wenig kleiner und auch übersichtlicher, deswegen mögen einige von uns Augsburg mehr als Nürnberg.  Weil unserer „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ ( BdD-LE) immer sein Informationsstand bei diesem Fest aufbaut und der bis 18.00 stehen soll, ging wie jedes Jahr wieder ein Urlaubstag drauf. Aber was ist ein Urlaubstag zu der Begegnung an diesem Wochenende?


Begegnungen...

Die ganzen „Sudetendeutsche Tage“ sind Tage der Begegnungen. Es treffen sich Schulfreunde, es treffen sich Verwandte und es treffen sich Deutsche und Tschechen, was am allerwichtigsten ist. Auch wir, die zwanzig Vertreter vom BdD-LE begegneten sehr viele Freunde und Bekannte. Eine Woche nach der Grabpflege im Stift Tepl waren wir also wieder zusammen: Egerländer und ihre Nachkommen aus beiden Seiten der Grenze. Am Samstag Nachmittag konnten dann wir, die Volkstanzgruppe „Die Målas“ dann ihr Können zeigen. Zwar nur mit vier Tanzpaaren, aber beim „Böhmischen Dorfest“ waren wir die einzigen Egerländer, die sich mit Volkstanz präsentierten.

Tanz für die Vertriebenen...

Am Pfingstsonntag erlebten wir eine kleine Änderung in dem doch alle Jahre ähnlichen Programm. Weil wir trotz der Anmeldung nicht ins Programm des Böhmischen Dorffestes aufgenommen waren, mussten wir für die Kinder, die Spaß am Tanzen haben etwas anderes finden. Die Idee war schnell da: noch nie sahen uns die vertriebenen Netschetiner, die zum Pfingsttreffen kommen. Und deswegen packten wir unsere Einrichtung und marschierten aus der Halle 7 in die Halle 3. Nach kurzer Absprache mit Kurt Pascher, dem Leiter der „Böhmerwäldler Musikannten“, die schon in dieser Halle spielten, kamen wir dran. Wir zeigten unseren Netschetinern vier egerländer Volkstänze: den „Howansook“, „Kikeriki“, „Klodrauer Roja“ und „Schäi(n lustigh u kerngout“. Ein großer Applaus und Dankeschön dafür, das wir, die kleine Gruppe aus dem östlichen Egerland unser Egerländer Kulturgut dort pflegen, wo es zuhause ist.

 

Bund der Deutschen und sein Stand

"Die Moalas" beim Auftritt

Weihbischof Pieschl bei der Predigt, Karelspreisträger Koukl schaut zu..

BdD-LE vor dem Einmarsch in die Schwabenhalle

 

 

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