Altvater behütete uns ...

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Geschrieben von Richard Sulko

Altvater behütete uns...
( Winterfreizeit mit der Landesversammlung) 
Richard Sulko

In der Warteschlange auf den Lift...

Die Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien arbeitet schon mehr als zehn Jahre für die deutsche Minderheit. Hunderte von Aktivitäten werden in den einzelnen Verbänden im ganzen Land mit Freude durchgeführt. Eins stand aber noch nicht auf dem Programm: eine richtige, schöne Winterfreizeit!

Am 19. Februar 2005 war es soweit: wir fahren ins Altvatergebirge!

Meine Kinder, die im „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ fleißig arbeiten, freuten sich sofort, denn so etwas erlebten sie noch nicht. Und so begann der lange Weg aus Pilsen bis nach Klein Morau ( Malá Morávka ) unter dem Altvater. Viermal umsteigen, dreimal mit dem Zug und dann noch mit einem Bus den letzten Abschnitt schaffen und insgesamt 9 ( in Worten neun!) Stunden Fahrt opfern. Es lohnte sich aber, wie die kommenden Zeilen berichten:

                Nur nach paar Minuten nach der Ankunft „vielen“ wir in die „Obhut“ von unserem Freund Petr Krohe mit seiner Frau Veronika. Er selber ist im dortigen Skiverein tätig und handelte für uns sehr gute Bedingungen aus. Seine Erfahrung und seine Opferbereitschaft, verbunden mit Humor und Professionalität sollte für die mehr als dreißig Kinder eine unvergessene Woche bereiten. Nach der Einquartierung und kleiner „Umfeld-Erkundung“ zogen wir alle in die Gaststädte „u Bohouse“, wo wir die ganze Woche verpflegt waren. Jemand aus einer Großstadt ist schon nett überrascht, wenn er die Gastfreundschaft der Bergleute kennen lernt. Das Essen war reichlich und sehr gut im Geschmack und wem die große Portion zu klein war, konnte noch viel mehr davon bekommen. Nach dem Abendessen sind einige gleich auf die Piste gelaufen, um den Schnee auszuprobieren, denn gleich neben unserer Unterkunft, der „Jitrenka“ war eine beleuchtete Skipiste.

Der erste Abend gehörte dann dem organisatorischen: Petr erklärte die Regeln, wie man sich im Gebirge verhalten muss und welches Programm uns erwartet. Danach konnte auch ich mein Grußwort bringen: sich bei der dt. Botschaft bedanken und dem Lehrgang einen guten Verlauf wünschen: „Hals und Beinbruch“ klang wirklich sehr echt

! rechts im Bild die "Jitrenka"

Schon der erste Weckruf war für einige Kinder, die in den Städten manchmal ein gemütliches Leben führen ein Schock! Um sieben Uhr lief Petr durch das ganze Haus und jagte alle zum Frühsport hinaus. Nur wer in –10 Grad draußen einmal turnte und sich dann sein Gesicht mit frischem Schnee wusch weiß, was das für ein Erlebnis ist. Dann ging es zur Frühhygiene und zum Frühstück, wo sehr gute Hörnchen schon auf dem Tisch lagen. Gestärkt bewegten sich dann alle auf die Piste zu. Kinder wurden in Gruppen aufgeteilt: die, die schon Erfahrungen mit dem Skifahren hatten, sind dann unter kleinerer Aufsicht von meiner Tochter Resl alleine hinauf und hinunter gefahren, ob mit Ski oder Snowboard, der gerade in Tschechien nach einem Film für junge Menschen sehr populär geworden ist.

Denen, die zum erstenmal auf den Ski standen, widmete sich mit viel Ausdauer und Geduld der Petr Krohe mit seiner Frau Veronika.

Nach dem Mittagessen war ein wenig ruhe und dann ging es wieder auf die Piste. Nachmittag wurde dann Deutsch unterrichtet, sowie Vorträge angehört, wie zum Beispiel der von der Bergwacht. Auch Spiele wurden gespielt, so dass jeder das fand, was ihm Spaß machte.

Es war eine wunderschöne Woche, nach der alle Kinder diesen Wunsch äußerten: „Könnten wir das nächste Jahr wieder kommen?“

Petr Krohe beim Vortrag

Egerländer am Altvater

 

 

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