Trachtenlehrgang 2004 und Ausstellungservffnung
Der Vorsitzende stellt Bilder über seine Heimat aus
Nectiny / Netschetin, Kreis Pilsen Nord.
Am Samstag, den 26. Juni 2004 wurde die Fotoausstellung „Dåu bin i daham“ ( Hier bin ich zuhause) in Netschetin, Kreis Pilsen – Nord eröffnet. Der Autor ist Richard Šulko, der unter seinem „Hausnamen“ „Måla Richard“ seine Bilder präsentierte. Es ist einmalig, das ein Vorsitzender eines deutschen Verbandes so etwas der Öffentlichkeit zeigen kann. In den Räumlichkeiten des Gasthauses „Am Rathaus“ wurden 30 Fotos gezeigt. Bilder Aus Netschetin und Umgebung wurden im Format 30 x 40 cm gefertigt und in einen schwarzen Rahmen eingerahmt. Die Beschreibung der Bilder war zweisprachig: tschechisch und in der egerländer Mundart. Schon die Ausstellungseröffnung war ein Erlebnis, zu dem mehrere Gäste aus nah und fern kamen: Aus Ingolstadt kam Erich Wetzka mit seiner Frau Ingrid und dem Sohn Martin. Aus Eger kam die Stellvertreterin des „Bundes“ und Geschäftsführerin des „Balthasar – Neumann – Hauses“, Frau Krista Hrubá, weiter der Stellvertreter und Vorsitzender der Ortsgruppe Eger Jürgen Rak, Stellv. Kassiererin des „Bundes“ Brigitte Svec und die Vorsitzende der Ortsgruppe Karlsbad Irene Kasáková. Unter den Gästen konnte man den bekannten Pilsner Architekten Klement Sticha finden, sowie einige Besucher aus Prag, die ihre Wochenendhäuser in Netschetin haben. Nach der Begrüßung durch die Wirtin Sonja Jurcáková, die mit Sekt, frischen Erdbeeren und dem Zitherspiel „verschönert“ wurde sprach sein Grußwort der Autor selbst. In seiner Rede wies er auf die „Investition in die Verständigung zwischen unseren Völkern“, die der „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ mit dieser Ausstellung gemacht hat. Danach las Bertl Ruzicka den Lebenslauf des Autors vor und die Ausstellung wurde als eröffnet erklärt. Der Autor stellte dann selbst einzeln die Bilder vor. Eine interessante Idee und hoffentlich auch wenigstens ein kleiner Beitrag zu der Kostendeckung stellen 16 Postkarten da, die man vor Ort kaufen kann.
Nach Beendigung der Ausstellung in Netschetin wird die Ausstellung in „Balthasar- Neumann – Haus“ in Eger installiert und im Falle der Interesse auch anderen „Begegnungszentren“ angeboten.
M.R.
Ausstellungseröffnung mit dem Trachtenlehrgang
Måla Richard
Für das Wochenende vom 25. bis zum 27. Juni hat der „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ ein besonderes Programm vorbereitet: das vom Kulturministerium der Tschechischen Republik gefördertes Trachtenseminar habe ich durch einen besonderen Programmpunkt ergänzt: Ausstellungseröffnung meiner Fotoausstellung. Unsere Wirtin im „Gasthaus am Rathaus“, Sonja Jurcakova ist immer entgegenkommend und hilfsbereit und deswegen konnten wir wieder etwas „auf die Beine stellen“. Schon am Freitag kamen die Teilnehmer aus Eger: Frau Trestíková und Frau Speierl, unsere „Egerländer Schneiderin“. Nach der Besprechung über das Programm haben wir uns gestärkt und gingen rechtzeitig ins Bett, es erwartete und ein anspruchsvolles Programm. Pünktlich um neun Uhr waren alle da: Aus Pilsen kam meine Nachbarin Jitka, die auch nähen kann, meiner Frau Irene kam mit der Tochter und mein Sohn brachte seine Freundin Tereza mit. Aus Neudek kam unsere Zitherspielerin Bertl Ruzicka mit ihrem Mann. Alle stürzten sich gleich in die Arbeit, denn heuer hatten wir wegen der Ausstellungseröffnung etwa zwei Stunden weniger Zeit zum nähen. Ich fuhr nach Pilsen, um Unterlagen für das Seminar vorzubereiten. Um halb zwölf, mitten in der Arbeit, klingelt das Handy: „Komm sofort nach Netschetin, Du hast Gäste aus Deutschland hier“, befiehl mir meiner Frau. Ich habe schnell meine Arbeiten beendet, kaufte noch ein paar Kleinigkeiten ein und wie der „Schummi“ raste ich nach Netschetin. Als ich zum Gasthaus „am Rathaus“ kam, kannte ich es nicht fassen: aus Ingolstadt kam Erich Wetzka mit seiner Frau Ingrid und dem Sohn Martin. Wirklich eine gelungene Überraschung! Nach dem Mittagessen zeigte ich den Ingolstädtern meine Heimat und die Frauen gingen zurück in den Saal, wo schon die Nähmaschinen warteten. Zugeschaut haben weitere Gäste, die noch dazu kamen: Meine Stellvertreterin und Geschäftsführerin des „Balthasar – Neumann – Hauses“, Frau Krista Hrubá, mein Stellvertreter und Vorsitzender der Ortsgruppe Eger Jürgen Rak, Stellv. Kassiererin des „Bundes“ Brigitte Svec und die Vorsitzende der Ortsgruppe Karlsbad Irene Kasáková. Um halb vier ging es in den Gasthaussaal, wo wir die Ausstellungseröffnung vorbereiteten: ein Tisch mit dem Verstärker, damit man die Zither schön hören kann und vor allem Sekt mit frischen Erdbeeren: es sollen nicht nur Augen davon etwas haben, sondern auch die „Geschmackbecher“. Kurz nach vier eröffnete die Wirtin Sonja nach einem Musikstück die Ausstellung. Danach habe ich mein Grußwort vorgetragen und zum Schluss las noch die Bertl meinen Lebenslauf vor. Danach folgte unter musikalischen Begleitung die Besichtigung der einzelnen Bilder, zu denen ich ein Kommentar gegeben habe, über das Entstehen der einzelnen Fotos. Die Besucherzahl war groß: es kamen etwa vierzig Leute. Neben einigen „Luftaci“ ( das sind „Stadtleute“, die Wochenendhäuser haben) kam z. B. auch der Architekt und Maler Klement Stícha mit Gattin und seinem Sohn, der wiederum mit seiner Familie kam und mehrere Freunde. Das einzige, was mich störte war die Tatsache, das aus den Netschetinern keiner anwesend war. In meinem Grußwort erzählte ich nämlich über die Gründe, warum der „Bund der Deutschen“ soviel Geld in diese Ausstellung hineininvestierte: bei dieser Ausstellung geht es um Völkerverständigung und um kennenlernen eines anderen. Wir haben alle gemeinsam eine wunderschöne Heimat! Aber eine Eintragung im Gästebuch fand ich von einer Netschetinerin am Abend schon. Man ist auf dem Lande und eine Ausstellungseröffnung ist halt doch etwas ungewöhnliches. Nach dem Abendessen machten wir einen schönen „Eghalånd – und Arzgebirgischen Åubnd“. Die Bertl spielte nicht nur deutsche Lieder, sondern auch einige tschechische, weil sich eine „Tischbesatzung“ von neben an beklagte über das „Deutsch“. Der Sonntag begann für uns schon um halb neun. Die Sonne kam auch ein wenig aus den Wolken hinaus und so war es am Saal doch ein wenig wärmer. Die Arbeiten gingen bis halb eins, dann hatten wir unser Mittagessen. Einige Teilnehmer nahmen die Möglichkeit war und besuchten um zwei Uhr den Gottesdienst, in denen man auch die deutsche Sprache hören kann. Nach dem Gottesdienst ging es wieder nach Hause.





