Obervsterreich und Egerland - Hand in Hand
Oberösterreich und Egerland – Hand in Hand
( 100 Jahre Egerländer Gmoin z´Linz)
Richard Šulko
Am Wochenende vom 27. zum 28. März feierte die „Eghalanda Gmoi z´Linz“ ihren 100 Geburtstag. Es erfreute mich ganz besonders, dass mich der „Vüarstäiha“ – Vorsitzende Kons. Walter Ludwig anschrieb, ob wir nicht dabei sein wollen und sich mit unserer Tanzgruppe am Programm beteiligen könnten. Ich stimmte sofort zu, weil wir aus Böhmen nicht nur ein besonderes Verhältnis zu Österreich haben, sondern weil ich vor zehn Jahren beim „neunzigsten“ auch schon in Linz war. Die Kinder aus meiner Ortsgruppe freuten sich, denn sie waren noch nie in Österreich. Wir mieteten einen Bus und fuhren am frühen Samstag los. Nach etwa fünf Stunden waren wir in Linz, wo wir schon erwartet waren. Wir fuhren zum Mittagesse, wo schon andere Ehrengäste waren: Bundesvorsitzende der Egerländer Günther Müller mit Gattin, Landesvorsitzender der Egerländer aus Österreich Josef Zuleger mit Gattin Christine und aus Eger die Leiterin des Begegnungszentrums Krista Hruba und der Vorsitzende der OG Eger Jürgen Rak. Nach dem Essen zeigte uns die „Schreiwari“ – Schriftführerin der Gmoin Jutta- Sybille Aglas- Baumgartner die Stadt. Wir besuchten auch eine Ausstellung übers Egerland im Kulturzentrum der Landeshauptstadt. Vor dem Abendessen übten wir noch etwa zwei Stunden, damit wir am Sonntag keine „Blamage“ erleben. Der Sonntag Vormittag gehörte dem Gottesdienst. P. Norbert Schlegel, Opraem., Visitator für die Sudetendeutsche. Wer sonnst sollte als Ministrant dem P. Norbert zu Seite stehen, als der Måla Richard mit seinem Jüngsten. Der „große“ Richard musste Aufnahmen machen, damit alles festgehalten wird. Nach der Pause war es so weit: „Egerländer Marsch“ gespielt von der „Waldkraiburger Eghalanda Blasmusik“ eröffnete den Festnachmittag. Nach den Grußworten, auch vom Landeshauptmann dr. Josef Pühringer waren wir dran. Mit drei Tänzen begonnen wir und dann kam eine Überraschung: Es wurde festgestellt, dass die Tanzgruppe des „Verbandes der Heimat- u. Trachtenvereine Linz u. Umgebung“ den „Böhmerwaldländer“ ähnlich tanzen, wie wir. Und so kam es vier Wochen vor dem EU- Beitritt zu einem historischen Ereignis: „tschechischen“ Egerländer aus der Egerland gemeinsam mit Oberösterreichern tanzten „Hand in Hand“ einen wunderschönen Tanz aus dem Böhmerwald, der auf sehr interessante Weise unsere Völker verbindet. Ein großer Erfolg mit einem ganz besonderen Gefühl! Nach diesem „Stress“ konnten wir mit viel Freude und Spaß das Nachmittagprogramm genießen. Wir begegneten alte Freunde und konnten Egerländer Lieder und Gedichte hören, vorgetragen von den „Gmoinchoren“ aus Burghausen und Stuttgart. Um halb vier mussten wir uns dann auf den Weg machen, denn die Kinder mussten am Montag in die Schule und der Weg ist doch weit. Einen „Pflichtaufenthalt“ machten wir aber doch. Ich lud die Kinder auf einem Eisbecher ein, damit sie für Ihre Mühe auch entlohnt sind. Ein kleines Restaurant etwa 15 Kilometer hinter Budweis war unser Ziel. Eisbecher mit Schlagsahne für die Kinder und Budweiser mit örtlichem Schnaps für die Erwachsene. Ein schöner Abschluss unserer Reise. Liebe Egerländer aus Linz: nochmals vielen danke für die hervorragende Gastfreundschaft!
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