Buchhaltung mit dem hl. Florian

Drucken
Geschrieben von Super User

Buchhaltung mit dem heiligen Florian
( Seminar in Elbogen)
Richard Šulko

 

Wieder in Elbogen..

Nach Elbogen, was „Schlüssel zum Königreich Böhmen“ genannt wird, lud das letzte Wochenende in Februar unser Begegnungszentrum zu einem Bildungsseminar ein. Aufgrund der guten Erfahrungen aus dem letzten Jahr wählte man wieder die Pension „St. Florian“, wo wir gut aufgehoben sind. Das Programm war heuer wirklich „bombenvoll“. Schon am Freitagabend fand die Vorstandssitzung statt, die vier Stunden dauerte. Es wurden Themen wie „Jahresprogramm“ und „Begegnungszentrum“ sehr detailliert besprochen.

Viel Interessantes aus der Pflanzen – und Tierwelt…

Der Samstagvormittag gehörte unserem alten Bekannten und für viele von uns auch Freund, Dr. Stanislav Burachovic, dem Leiter des Karlsbader Museums. Sein Vortrag dauerte zwei Stunden und wurde in zwei Teile aufgeteilt. Der Vortrag hieß „Egerländer Sehenswürdigkeiten“. Alle Teilnehmer wurden auf eine Reise genommen, die rund ums ganze Egerland führte. Angefangen haben wir im Erzgebirge, am Keilberg. Von dort ging es Richtung Osten: übers Engelhaus und Buchau, dann Richtung Westen bis Eger und dem Erzgebirgskamm entlang über Graslitz und Schönbach wieder bis nach Gottesgab. Wir hörten hochinteressante Sachen, wie die nächsten Zeilen erzählen:

Wer von den Lesern weißt, dass in Bäringen im Erzgebirge Kanarienvögelzucht war? Oder eine interessante Information aus Karlsbad: Bis zum Jahre 1864 gab es ein Verbot für die Juden, in Karlsbad ansässig zu sein. Es gab einen „Judensteg“, über den die jüdischen Geschäftsleute jeden Tag von Lichtenstadt nach Karlsbad und zurück gefahren sind.

In Schlackenwerth wiederum ist auf einem Haus in den Nähe vom Marktplatz ein Brotleibchen eingemauert, mit dem Preis, was man im dreißigjährigen Krieg dafür zahlen musste. Damals waren es 30 Gulden, für die man ein Pferd! kaufen könnte. Bei Waltsch, im östlichen Egerland soll es einen besonderen Gestein geben, den „Hialyth“. In Petschau wiederum ist noch ein alter Richtplatz erhalten. Eine Besonderheit, die vor allem Tierfreunde erfreut, ist der einzige offizielle Hundefriedhof im Egerland: beim Dorf Katznholz bei Karlsbad hat man einen richtigen Friedhof für Tiere eingerichtet, und zwar schon in den zwanzigen Jahren des vergangenen Jahrhunderts! Wer von den Lesern weißt, wo die Mundharmonika erfunden worden ist? Es was in der Musikstadt Graslitz! Aus der Luditzer Gegend kommt für mich eine neue Information aus der Tierwelt: Nur in Italien, Griechenland und eben in Welchau kann man eine besondere Schlange finden, die Baumnatter. Bei Sangeberg, auf dem „Dreikreuzberg“ kann ein Pflanzenliebhaber ein Relikt der Eiszeit finden: „Roec kurickolity“. Lieder ist mir weder der deutsche oder lateinische Name bekannt, ob mir ein Leser helfen könnte?

Neues, „schöneres“ Eger

Nach dem Mittagessen kamen zwei Vorträge: Aus Eger kam der Leiter des Kreisarchivs, Dr. Jaromir Bohac, der uns die „Enzyklopädie der Stadt Eger“ zeigte. Es ist ein großartiges Werk, was sehr ausführlich über die Stadt Eger informiert. Es ist ein Software, mit dem man wunderbar und sehr bedienungsfreundlich vieles über Eger erfahren kann. Für mich war aber sehr schockierend, wie die neuen Bewohner nach 1945, oder besser gesagt in den fünfziger Jahren Eger „erneuerten“. Es ist eine große kulturelle Tragödie!

„Frauenbad im Detail“

MUDr. Roman Salamanczuk, der Vorstandsvorsitzende der „Bad Franzensbad AG“ hielte den Vortrag:
„Franzensbad die Kurarchitektur“. Nicht nur für mich sehr interessant, vor allem die Entwicklung seit der Gründung.

Hl. Florian als Beschützer vor dem Finanzamt

Nach dem Vortrag über Franzensbad kam ich an die Reihe. I meinem Vortrag, der „Egerländer aus dem Egerland“ hieß, konnte ich das breite Spektrum der Arbeit unseres Verbandes zeigen. Für alle Anwesende war dann die Frage, die sie von Ihren Mitgliedern bekommen: „Wozu habe ich den Bund der Deutschen?“ sicher leicht zu beantworten.

Nach den mehr kulturellen Vorträgen kam ich an die Reihe mit einem Praktischen Vortrag: „Buchhaltung in der Ortsgruppe des Bundes“. Auf einer praktischen Art wurde eine „Anleitung“ für die richtige Finanzführung unserer Ortsgruppen gemacht.

Weil noch ein wenig Zeit vor dem Abendessen geblieben ist, präsentierte ich als eine „Prämie“ die Internetseiten des Bundes.

„Hutzaåubnd“

Zu dem „Hutzaåubnd“ trafen wir uns alle in einem kleinen Besprechungsraum im Keller der Pension.

Zitherspiel und Gesang waren die Krönung des schönen Tages. An den „Hutzaåubnden“ ist das Schönste, dass spontan die Zuhörer zu Mitwirkenden werden. Eine Prämiere erlebten wir aber auch noch: Ich habe aus dem neuen Buch vom Schuster Toni vorgelesen, was der Bund der Deutschen neu herausbrachte.

Der Sonntag früh gehörte dem Gottesdienst und nach dem Zusammenfassen des Programms fuhren dann wieder alle nach hause, um die gewonnenen Informationen an die Mitglieder weiter zu tragen.

 

Impressionen aus dem Martkplatz in Elbogen

Dr. Jaromir Bohác beim Vortrag

nächtliches Elbogen

"Hutzaaubnd" mit der Zither

Bilder: Moala Richard
Copyright 2011 Buchhaltung mit dem hl. Florian. © 2011 Alle Rechte vorbehalten
Joomla templates 1.7 free by Hostgator