"Powerstrips"
"Powerstrips"
( Der 52. Sudetendeutsche Tag in Augsburg)
Mala Richard
Pfingsten und der Sudetendeutsche Tag! Begriffe, die schon über viele Jahre auch für die deutsche Minderheit in Böhmen, Mähren und Schlesien sehr gut zusammenpassen. Dank der freundlichen Unterstützung seitens BMI machte sich auch der Verband der "verbliebenen" Egerländer auf den Weg ein schönes Pfingstfest zu erleben, diesmal in Augsburg. Am Pfingstsamstag startete in Abertham im Erzgebirge unser Bus, der aus dem ganzen Egerland unsere Mitglieder in die schwäbische "Hauptstadt" brachte. Parallel fuhren auch aus dem östlichen Egerland zwei PKWs, die die Ausstattung für den Stand "am Bord" hatten. Jeder Sudetendeutscher Tag ist anders und hat seine "Spezifika". Diesmal waren es für mich die "Powerstrips". In den Unterlagen zum Standaufbau erfuhr ich, daß man keine "Nägele" oder sonnst was in die Standwände "reinhauen" kann. Die Empfehlung war klar: "Powerstrips" von "Tesa". Da ich gut deutsches Fernsehen kann, war mir dieses "Kleber - Wunder" wohl bekannt. Voll Vertrauen ging ich in den ersten Großhandel. "Was soll das sein?" war die erste Antwort von der Verkäuferin.
Und so wiederholte sich die Geschichte mehrmals, bis ich endlich am späten Abend im "Baumax" findig war. Obzwar keine "Originalware", aber Spuren sollten diese "Kleber- streifen" auch nicht hinterlassen. Da fiel mir doch ein großer Stein vom Herzen. Wir wollen doch unsere Arbeit präsentieren; wir haben doch was zum zeigen und am blöden "Kleberding" sollte es ja nicht scheitern. Mit dem Bus kamen wir im Hotel zusammen. Diesmal waren wir in zwei verschiedenen Hotels untergebracht, beide lagen auf anderen Stadtenden von Augsburg. Und so dauerte es ein wenig länger, bis wir unseren Stand, gegenüber dem "Bund der Eghalanda Gmoin" in der Halle 7 aufbauten. Danach bin ich noch ein wenig herum gelaufen, und stellte fest, daß wir uns, die "materiell ärmeren" nicht schämen brauchten. Der ganze Nachmittag gehörte dem "Standdienst". Wir waren diesmal fünfundfünfzig Personen, mit mehreren Trachtenträgern. Der Abend gehörte nach dem großen Volkstumsabend dem "Böhmischen Dorffest". Am Pfingstsonntag, nach dem Besuch der Hl. Messe stellten wir uns zum Einzug auf. Es ist immer ein schönes und stolzes Gefühl, an den Ehrengästen vorbei zu marschieren.
Der ganze Nachmittag war voller Streß. Sehr viele kamen zu unserem Stand und informierten sich über unsere Arbeit. Zum Schluß wurde dann noch die "Egerland-Jugend" für die Grabpflege geehrt und unsere Tochter war auf dem Podium für den Bund dabei. Was für ein schöner Tag! Dann nahmen wir nur Abschied und es ging, diesmal ein wenig später nach Hause, ins Egerland. Wie stolz bin ich, daß ich ein Sudetendeutscher, ein Egerländer bin!
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