AEK - Begegnung
Begegnung des AEK "Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender"
Stift Tepl, 3. - 5. November 2000
Nach der Bundeskulturtagung der Egerländer vor einer Woche in Marktredwitz, 27.-29.10.2000, kamen wir wieder in Stift Tepl zur AEK Tagung zusammen. Diese grenzüberschreitende Maßnahme ermöglichte der Deutsch - Tschechische Zukunftsfonds und der Partner für den Antragsteller AEK war auf der tschechischen Seite der "Bund der Deutschen - Landschaft Egerland".
Es trafen sich wie üblich die Egerländer, die einen Bezug und Liebe zur Kultur und zu der alten Heimat haben. Diesmal waren außer den Delegierten auch stark mit einem Bus die Mitglieder des Bundes der Deutschen - Landschaft Egerland vertreten.
Die AEK- Begegnung 2000 fing am Freitag, den 3. November um 17.30 Uhr in Stift Tepl an. Die Begrüßung und Eröffnung führte Albert Reich durch, der 1. Vorsitzende des AEK, danach wurden wir in die Ausstellung durch AEK Gruppenleiter Akad. Maler Helmuth Hellmessen eingeführt. Man sah u. a. sehr schöne Bilder, Schmiedekunststücke und auch Zinnsachen von unserem Mitglied Herrn Erhard Ott aus Schönfeld. Es präsentierten sich Künstler von beiden Seiten der Grenze. Nach der Besichtigung der Ausstellung wurde um das leibliche Wohl gesorgt. Nach dem Abendessen gingen wir wieder alle in die "Bierstube" - das war der Vortragssaal, wo Dr. Boháč mit Videos und einem sehr interessanten aufschlußreichen Vortrag auf seine typische Art unsere Aufmerksamkeit gewann. Es waren Videos von Eger aus dem Jahre 1938 zu sehen. Der ganze Vortrag hatte sehr viel Kenntnis gebraucht, sowie viel Zeit. Den nächsten Tag ging es nach dem Frühstück wieder in den Vortragssaal. Unsere Mitglieder vom BdD- LE kamen mit etwas Verspätung endlich an. Unser Vorsitzender Richard Šulko fuhr mit ihnen gleich zum alten Klosterfriedhof, wo schon zehn Jahre die Grabpflege mit der "Egerland- Jugend" durchgeführt wird. Die Teilnehmer widmeten den ganzen Vormittag den Werkstattgesprächen in den einzelnen AEK Arbeitsgruppen. Nach dem Mittagessen folgte der Vortrag von Dr. Stanislav Burachovič von dem Karlsbader Stadtarchiv über Goethe Gedenkstätten in Böhmen. Es war wie eine Fahrt durch´s ganze Egerland in Goethes Spuren: Eger, Marienbad, Dux und Karlsbad, seine Lieblingsstadt, wo ja Goethe am meisten weilte. Der Vortrag war auf einer heiteren Art und Weise, wie es nur Dr. Burachovič kann, trotz seiner groben Verkühlung. Hut ab, wer einen hat!
Durch das Nachmittagsprogramm führte Gerald Deistler. Ab 16.30 Uhr hatte dann Herr Prof. Dr. Lorenz Schreiner, Vorsitzender des Egerer Landtages, einen sehr belehrbaren, fundamentalen und umfangreichen Vortrag über die 3 berühmtesten Heimatbücher für die Egerländer und zwar: Heimatkreisbuch I, Dokumentation und Erinnerungen, Volkstum und Brauchtum und Kunst in Eger, und über die mühsame Kleinarbeit von Herstellung des Kulturkatasters des Landkreises Eger, die von einigen begeisterten kulturschaffenden Egerländern, die mit Herz und Verstand dabei waren gemacht wurde. Es wurde auch die Mitarbeit mit dem Stadtarchiv und Museum in Eger gesprochen. Selbstverständlich durfte bei diesem Schaffen Dr.Boháč nicht fehlen.
Herr Jiří Rak, der Vorsitzende unserer OG Eger bekam nach seiner mühsamen 4jähriger Ameisenarbeit endlich eine öffentliche Anerkennung. Er freute sich auf seine ernste Art, ja wer freut sich nicht, wenn seine Tätigkeit anerkannt wird? Nach diesen Würdigungen war das Abendessen angesagt, und dann ging es im Galopp zum Bus nach Marienbad, ins Hotel "Villa Butterfly". Im Konferenzraum fand die deutsch- tschechische Autorenlesung statt. Vortragende waren Gerald Deistler aus Kalchreut, Josef Hrubý aus Pilsen und Josef Kempf aus Bonn. Nicht anwesend durch Krankheit waren Jan Trefulka und Dr. Hatto Zeidler, der mir, wenn ich von mir sprechen darf, am meisten fehlte. Nach der Lesung, die durch Musiker begleitet wurde, ging es zurück mit Bus nach Tepl, zum freundlichen Abend. Für die Unterhaltung sorgten "De 3 Vuaglbürtropfm": Oswin Dotzauer, Martin und Manuel Wetzka, alle Gmoi Ingolstadt.
Sonntag früh nach dem Frühstück begann in der Tepler Kirche der Gottesdienst mit Pfarrer Norbert Schlägel, OPRAEM Brannenburg, auf die Orgel begleitete uns die Frau Elfriede Sulko, die Mutter unseres Vorsitzenden. Nach der Hl. Messe hatte einen Vortrag Frau Irmgard Rippberger-Gatscha, über die Geschichte der Stadt und Stiftes Tepl.
Danach kam der Höhepunkt der diesjährigen Tagung, und zwar die Verleihung des Egerländer Kulturpreises Johannes von Tepl 2000. Der Träger dieser hoher Auszeichnung wurde mit Recht Herr Prof. Dr. Schreiner aus Gräfelfing, Vorsitzender des Egerer Lantages, für seine langjährige Arbeit im Dienste der Heimat.
Musikalische Umrahmung und Volkstanzeinlagen besorgten Kinder und die Schülergruppe der Egerland- Jugend aus der Egerländer Gmoi Stuttgart, die auch eine Auszeichnung bekamen, und zwar den Förderpreis. Lehrerin Monika Grund hatte alle Kindesalter unter einen Hut gebracht und es war wirklich schön die Jugend und die Kleinkinder in der egerländer Tracht auftreten zu sehen.
Die Zusammenfassungsworte sprach dann Albert Reich, der allen nochmals für´s Mitwirken und Kommen dankte und alles Gute für die Zukunft wünschte.
Endlich hatten wir auch eine Möglichkeit mit Dieter Max, dem Vorsitzenden des Landschaftsrates Egerland in der SL, zu sprechen, sowie mit Berndt Posselt, der uns einen Besuch in Eger versprach. Wir haben schon jetzt Vorfreude.
Wenn wir gesund bleiben, treffen wir uns wieder in Jahre 2001.
Krista Hrubá, BGZ Eger
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