Vertriebenenwallfhart nach Retzbach

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 Wallfahrt mit dem Apostolischen Nuntius in Würzburg

Die Freundschaft zu der „Ackermann- Gemeinde“ in Würzburg dauert schon zwanzig Jahre. Ich bin immer froh, wenn Gläubige aus der „Balthasar- Neumann – Stadt“ zur Wallfahrt nach Maria Stock kommen. Schon jahrelang bekomme ich die Einladungen zu der dortigen „Diözesan- Wallfahrt der Aussiedler und Vertriebenen“, aber erst heuer gelang es mir an diesem Ereignis teilzunehmen.  Und es war für mich ein in die Tiefe gehendes Erlebnis. Mit diesem Wallfahren wollte ich ein großes Dankeschön unserer himmlischen Mutter bezeugen: für die christliche Freundschaft mit den Würzburgern und ihrer Unterstützung Maria Stocks und für meine gesegnete fünfzig Jahre. Ich wollte auch einmal „nur ein einfacher Wallfahrer“ sein und sich nur dem geistlichen Inhalt widmen, ohne dass ich mich um irgendwelche organisatorische Angelegenheiten kümmern müsste. Ich freute mich auch, dass wir durch die Weinberge pilgern, denn einen Egerländer in Tracht zwischen den Weintrauben marschieren zu sehen sieht man nicht jeden Tag. Zum Main habe ich auch persönlich einen Bezug: mein Onkel Ernst Stangel ist jahrzehntelang  auf dem Main bei Obernburg auf dem Schiff gefahren. Schon nach der Ankunft bei der Frau Maria Plail, die aus Haslau bei Asch stammt,  stellte ich fest, dass es ein interessantes Wochenende wird: ich konnte mich mit ihr auf „eghalandrisch“ unterhalten. Nun sind wir gemeinsam nach Thüngersheim gefahren, wo uns schon Msgr. Karlheinz Frühmorgen, der Diözesan- Aussiedler – und Vertriebenen – Seelsorger begrüßte. Leider wurde uns aber mitgeteilt, dass die Fußwallfahrt  wegen dem sehr schlechten Wetter nicht stattfindet. Das war laut Aussage zum erstenmal in achtundzwanzig Jahren so! Hoffentlich war ich nicht daran Schuld und das Wetter aus dem „kargen“ Egerland in die Weinstadt Frankens mitnahm! Nun folgten die Pilgerstationen in der Pfarrkirche Erzengel Michael. Es ist sehr interessant, aber auch in meinem Heimatort Netschetin  findet man eine Pestsäule mit dem Erzengel Michael auf dem Marktplatz. Diese Wallfahrt fand zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und über dieses Thema konnte man den ganzen Tag vieles hören. Diese Wallfahrt war vor allem den Aussiedlern und Vertriebenen aus Böhmen und Schlesien gewidmet und die Reliquien der heiligen Johannes Nepomuk aus Böhmen und Hedwig von Schlesien waren auch auf den Altären zu finden. Der Weg ging weiter nach Retzbach, dem „Wein- und Wallfahrtsort“. In  der St. Laurentius Kirche, die vom Egerer Balthasar- Neumann erbaut wurde, machten wir weitere Stationen und dann ging es schon zu Fuß in die dortige Wallfahrtskirche „Maria im grünen Tal“. Der Hauptzelebrant kam bis aus Berlin: Erzbischof Dr. Jean- Claude Périsset, Apostolischer  Nuntius. Bei dieser sehr feierlichen hl. Messe bekam ich die Ehre auch eine Fürbitte vorzutragen. Ich freute mich darüber sehr. Nach dem Gottesdienst folgte eine Lichterprozession, die unter starkem Regen stattfand. Den Abschluss machte ich dann in der „warmen Stube“ schon bei der Frau Plail mit dem „Federweisen“ und dem erzählen, wie es im Egerland war. Danke schön für die Einladung und hoffentlich wird es mal den „Egerländer zwischen den Weintrauben“ zu sehen sein. 

in der Kirche im grünen Tal

 

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