Kapelle in Radschin eingeweiht, anschließend Bartholomäus - Fest in Wirschin mit Pilsner Bischof
Sonntag, der 23. August 2010 war für das ehemalige Dorf Radschin bei Wirschin der wichtigste Tag nach der Vertreibung der ursprünglichen Deutschen Bewohner. Pilsner Bischof Mons. Frantisek Radkovský weihte die ganz neu renovierte Kapelle ein. Die Dreifaltigkeitkapelle wurde im Jahre 1849 erbaut und lag mitten im Dorf, welches im Jahre 1854 achtzehn Häuser und 127 Einwohner hatte. Auch zwei Mühlen gehörten zu dieser wunderschön gelegenen Siedlung. Der Versuch dieses Dorf neu zu besiedeln schlug fehl und heute kann man mit einer Ausnahme nur Ruinenreste sehen. Umso mehr kann man vor allem den zweiten Bürgermeister Netschetins Herrn Jiri Kapr bewundern, der die Renovierung (eigentlich Neubau) bewegte. Mit etwa achtzig! Zuschauern wurde also um zehn Uhr mit der Einweihung begonnen. Nach den Fanfahren, gespielt durch die Musiker des Pilsner Theaters, begrüßte die Anwesenden Herr Kapr. Es folgte die Begrüßung Bischofs, durchgeführt durch P. Martin Sedlon, OMI, der in Wirschin aktiv ist. Eine sehr wichtige Ansprache hielte Mons. Radkovský, der den ganzen Tag bei uns, im östlichen Egerland verbrachte. Eine große Anerkennung der Arbeit der Gemeinde und Gläubigen aus Netschetin und Wirschin. Nach der Einweihung ging es zu Fuß etwa2 Kilometernach Wirschin, wo das Fest des Hl. Bartholomäus auf eine ganz besondere Art gefeiert wurde.
St. Bartholomäus Fest in Wirschin mit dem Pilsner Bischof.
(Mit Einweihung der st. Bartholomäus – Statue)
Nach dem die Pilger aus Radschin in Wirschin an diesem schönen Sonntag, den 22. August 2010 ankamen, gab es vorerst eine Erfrischung, die neben der Kirche unter den Kastanienbäumen organisiert war. Um zwei Uhr kam es zu einer wichtigen historischen Begebenheit: Eine etwa ein und halb Meter hohe St. Bartholomäus – Statue wurde vom Pilsner Bischof Mons. Frantisek Radkovský eingeweiht und im Giebel des „Gemeinschaftshauses“, direkt neben der Kirche platziert. Diese Statue schuf der Netschetiner Bildhauer Bartholomäus! Sterba und sieht sehr gut aus. Nach den Ansprachen kam es zum Höhepunkt des Tages: der Gottesdienst mit dem Pilsner Bischof. Ich bekam die Ehre die heilige Messe mit dem Weihrauch zur verschönern, was scheinbar gelungen ist, weil sehr viele Messebesucher husteten. Der Bischof hat soviel Weihrauchkörner auf die glühende Holzkohle gegeben, als ob er in der Pilsner Bartholomäus- Kathedrale wäre. Die Wirschiner Kirche ist halt eben der „Zweigstelle“ der Pilsner Kathedrale, wie P. Martin Sedlon, OMI, der Gastgeber erwähnte. Als Ministrant dienste mein jüngster Sohn Berti, die Orgel bediente meine Mama. Ein würdiges Fest, mich würde mich interessieren, wann ab dem Jahr 1945 so etwas in der Kirche war. Der Er
lös ging an die Renovierung, die Gemeinde möchte neue Fenster einbauen, der Bau selber ist schon größtenteils renoviert. Nach dem kirchlichen kam das „weltliche“: Mit gebratenem Schwein, Bier und „Kolatschen“ und musikalischer Begleitung durch die „Bayers“ eine schöne Krönung des Tages!
Wären nicht die neuen Fenster ein interessantes Thema für die vertriebenen Wirschiner? Es wäre etwas Bleibendes. Ich biete meine Mithilfe an.


