20 Jahre Bund der Deutschen: Jahresversammlung mit Neuwahlen

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Bericht

der ordentlichen Mitgliederversammlung mit Neuwahlen des Bundes der Deutschen - Landschaft Egerland, am 19. 11. 2011 im Begegnungszentrum „Balthasar- Neumann – Haus“ in Eger, mit anschließendem Konzert und Dankgottesdienst.

Motto: 20 Jahre „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“, eine „Wochenendfeier“

 

Festversammlung im Balthasar- Neumann – Haus

Kurz nach halb eins eröffnete am Samstag, den 19. November 2011 der Vorsitzende Richard Sulko die feierliche Festversammlung. Unter den Gästen begrüßte er Frau Helga Burkhardt mit ihrem Mann Klaus. Helga Burkhart vertrat den „Bund den Eghalanda Gmoin“. Nach der Begrüßung wurden alle Toten gedacht, die uns im letzten Jahr verlassen haben. In die Wahl – und Beschlusskommission wurden gewählt: Klaus Burkhardt, Marianne Vanková und Frantisek Roubal. Danach wurde die Tagesordnung abgestimmt und es folgte der erste Programmpunkt: Kontrolle der Beschlüsse. Danach folgte Bericht des Vorsitzenden, der mit einer Computerpräsentation 20 Jahre vom „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ ergänzt wurde. Der Bericht wurde mit Darbietungen der Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“, sowie mit Zitherspiel vom „Måla Berti“ verschönert. Nach Richard Sulko berichtete die Leiterin des „Begegnungszentrums“, Frau Krista Hrubá über die Arbeit im „Balthasar – Neumann – Haus“. Nach dem Kassenbericht wurde der „alte“ Vorstand entlastet und man trat zur Wahl.

Im neuen Vorstand gibt es eine „Verjüngung“; anstatt Marie Zíma wurde die neue Ortsgruppenvorsitzende aus Wildstein, Frau Jana Bazilaková als Schriftführerin gewählt.

So sieht der neue Vorstand aus:

Vorsitzender:                   Richard Sulko
Stellv.:                                 Berta Ruzicka 
Stellv.:                                 Krista Hruba    
Stellv.:                                 Jiri Rak                               
Schriftführer:                  Jana Baziláková             
Stellv. Schriftf.                 Marie Schreiner
Kassiererin:                      Irena Sulkova  
Stellv: Kass.:                     Marie Klyeisen

Beirat:                                 Alfred Baugartner: bestätigt im Amt    

Kassenprüfer:                  Josef Woeschka, Jaroslav Klyeisen:

Weiterhin wurden Delegierte für die „Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien“ gewählt.

Nach der Wahl bedankte sich der „Altneuer“ „Vüarstäiha“ Richard Sulko fürs Vertrauen und es folgte die Aussprache, in der noch über das Programm für den Rest des Jahres 2011 gesprochen wurde, sowie über die geplanten Maßnahmen im Jahr 2012.

Es wurden folgende Beschlüsse angenommen: 

1.Die einzelnen Ortsgruppe werden gebeten, bis zum 31. 1. 2012 Ihre Jahresberichte für 2011 an den Vorsitzenden zu senden

2.Wegen im Jahre 2011 erhöhten Porto in Tschechien wird das Abo des „Eghaland Bladls“ auf 150,- Kronen bei Abnehmern in CR erhöht.

3.Die Ortsgruppenvorsitzenden werden gebeten die aktuelle Liste mit den Abonnenten fürs „Eghaland Bladl“ für das Jahr 2012 an den Vorsitzenden zu senden.

4.Das „Begegnungszentrum“ wird beauftragt pro Jahr zwölf „kleinere“ und eine „Große“ Maßnahme durchzuführen.

5.Die Leiterin des BGZ wird gebeten, jeden Monat über die Aktivitäten im „Balthasar- Neumann- Haus“ zu berichten.

6.Die Ortsgruppen werden gebeten, Termine in Jahre 2012 an den Vorsitzenden zu senden.

 

Auf nach Wildstein!

Nach einer kleiner Erfrischung wurde die Sitzung beendet und die Teilnehmer fuhren nach Wildstein, wo im Rahmen der „20 Jahr – Feierlichkeiten“ die „Wandernden Egerländer Musikanten“ eine „Hutzastubn“ veranstalteten. Den Gästen und den Mitgliedern der dortigen Ortsgruppe wurde ein buntes, etwa ein und halb Stunde lang dauerndes Programm vorgeführt, mit Zitherspiel, Gesang in Egerländer Mundart und Vorträgen von Gedichten in Egerländer Mundart. Als Schwerpunkt wurden Gedichte von Rosi Feiereisl gewählt, weil sie aus Wildstein stammte. Nach dem Konzert blieb man in der „Pohoda“ noch ein wenig sitzen und genoss das Jubiläum. Das schönste war jedoch die Tatsache, dass der komplette Abend NUR in Egerländer Mundart verlief! Eine wirkliche Besonderheit!

 

Dankgottesdienst in Eger

Nach dem Frühstück Sonntagsmorgen führte unser Weg nach Eger, wo wir in Egerländer Trachten an einem Dankgottesdienst teilnahmen. Der ganze Gottesdienst erwärmte unsere Herzen mit einer sehr freundlichen Atmosphäre. Er wurde zweisprachig durchgeführt. Die Fürbitten konnten wir selber vorbereiten und als sich der Vorsitzende Sulko beim dortigen Pfarrer Petr Hruska beim Ende des Gottesdiensts bedankte, folgte ein Beifall. Ein Erlebnis, welches lange in unserem Gedächtnis bleibt.

Nach dem Gottesdienst hieß es nur Abschied zu nehmen und es ging nach einem langen Wochenende wieder nach Hause. Es war eine würdige Feier.

Bilder aus diesem Wochenende sind auf der neuen Internetseite des „Bundes“ zu finden: www.egerlaender.cz

M.R.

voll besetztes Haus

Die Moalas beim Auftritt im BGZ

Die Moalas beim Auftritt in Wildstein

der neue Vorstand v.l.: Sulko, Bazilakova, Klyeisen, Hruba, Rak, Sulkova

 

 

Arbeit fürs Egerland

(Jahresbericht für die Jahresversammlung vom „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ in Eger, Balthasar- Neuman – Haus, am 19. November 2011)

Måla Richard (Sulko), Vüarstäiha(r/Vorsitzender

 

Am Freitag, den 29.11.91, fast an den Tag genau vor zwanzig Jahren, lud der damalige „Bundesvüarstäiha(r“ Seff Heil nach Eger, in die Museumsverwaltung am Franziskanerplatz ein, um den Dachverband der in Westböhmen lebenden Deutschen zu gründen. Es kamen 44 Vertreter der verschiedenen deutschen Vereinigungen in Westböhmen. Zur Gründungsversammlung zugezogen war der tschechische Rechtsanwalt Dr. Kubicek aus Eger, der die vorgelegte Satzung nach tschechischem Recht überprüfte und in Ordnung befand. Als Verbandsname wurde beschlossen: „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“. Nachdem die Satzung von den Teilnehmern so beschlossen wurde, bekam Anwalt Kubicek den Auftrag, sie dem tschechoslowakischen Innen-ministerium zur Genehmigung vorzulegen. Bei der anschließenden Wahl wurde folgender Vorstand gewählt:

1. Vorsitzende: Hilde Sura, Elbogen, Stellvertreter Jiri Rak, Eger und Josef Kragl, Falkenau,
Schriftführer: Elvira Doležal, Eger, Stellv. Richard Šulko, Pilsen, Kassier: Hermann Heinrich, Asch, Stellv. Herbert Meister, Marienbad.

 

Ich möchte heute ein wenig an die Satzung des „Bundes“ erinnern:

“Der Bund … verfolgt den Zweck, die Egerländer und ihre Nachkommen zusammen zu führen und deren politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Interessen zu vertreten. Es fördert insbesondere den Heimatgedanken.“

...Zitation aus der Satzung

 Und weiter:

“… Der ´Bund´ leistet seine Arbeit im Sinne der Völkerverständigung, insbesonders zwischen den Bürgern der Tschechischen Republik und jenen der Bundesrepublik Deutschland”

 

Zwanzig Jahre sind vergangen….

Wie sieht der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ im Jahre 2011, zwanzig Jahre danach aus?

 

Gleich am Anfang sollte gesagt werden, dass sich der „Bund“ in den vergangenen zwanzig Jahren unwahrscheinlich sehr gut entwickelte. Trotz der der Tatsache, dass man zwanzig Jahre älter wird und nach der Vertreibung fasst keine Intelligenz in Lande blieb, kann sehr positiv berichtet werden:

 

Eghalånd Bladl

Im Jahre 1994 erschien zum ersten Mal unser „Eghalånd Bladl“. Jeden Monat, also zwölf Mal im Jahr könnte man über geplante und stattgefundene Maßnahmen des „Bundes“ informieren. Im Jahre 2011 ist unser „Bladl“ volljährig geworden: achtzehn Jahre jung und immer noch mit einer Auflage von 280 Stck sehr lebendig. Die Qualität hat sich in den Jahren deutlich steigert; Schade nur, dass die meisten Beiträge nur aus einer Orts-gruppe kommen.

 

Ortsgruppen

Wenn man schon über die Ortsgruppen spricht, muss man hier eine nicht so erfreuliche Bilanz ziehen: aus den ursprünglichen zehn Orts-verbänden sind es im Jahre 2011 sechs. Durch Überalterung, Tod, oder einfach durch gravierende Lebensänderungen bei den Vorstandschaften konnte man seitens des ganzen „Bundes“ weniger etwas tun. Man soll nicht vergessen, dass der „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ ein Dachverband ist und der kann und will sich nicht in die   Angelegenheiten der Orts-gruppen einmischen. Selbstver-ständlich sank in den zwanzig Jahren auch die Mitgliederzahl: aus ursprünglichen Tausend auf die jetzige dreihundert. Erfreulich ist aber, dass der „Bund“ auch heute noch Neuzugänge hat. Die „lebenden“ Ortsgruppen sind: Wildstein, Eger, Falkenau, Karlsbad, Neudek und Netschetin-Preitenstein.

 

 Das Begegnungszentrum 

Im Jahre 1992 wurde unter großer Beteiligung von Politikern und Sudetendeutschen Vereinen feierlich deutsch- tschechisches Begegnungszentrum in Egerer Stadtmitte, das „Balthasar- Neumann-Haus“ eröffnet. Dank des Deutsch- tschechischen Staatsvertrages und dank des BMI startete eine große Reihe an Aktivitäten, die vor allem dem Aussöhnungsweg zwischen Deutschen und Tschechen dient. Weil der Sitz unseres Verbandes in diesem Gebäude ist und die Leiter dieses BGZ´s immer sehr eng mit dem Träger, welcher „Bund der Deutschen-Landschaft Egerland“ ist, verbunden sind, ist die Arbeit zwischen dem BGZ und dem „Bund“ sehr eng verknüpft. Es ist eine sehr Fruchtbare Zusammenarbeit, weil der Vorstand vom Bund ehrenamtlich arbeitet und jede Hilfe ist willkommen. Ei n „drittes Fuß“ im BGZ ist die dort wirkende „örtliche“ Ortsgruppe Eger, die selber schon allein auch schon zwanzig Jahre ihre Arbeit tut. Es ist also eine „Teamarbeit“, die leider mit Problemen, wie z.B. drastische Heizungskosten kämpfen muss. Auch das Verhalten der Staatsverwaltung könnte zwanzig Jahre nach der Wende besser funktionieren. Wir, die in Böhmen leben, verstehen jedoch die Lage sehr gut und mit der Hinsicht, welches Bild die Deutschen dank Kommunismus in Grenzgebieten manchmal genießen, ist so eine erfolgreiche, jedoch mit sehr viel „Fingerspitzengefühl“ durch-geführte Versöhnungsarbeit wirklich bewundernswert.  

 

Bücher, Tonträger

Unter dem ersten Vorsitz von Hilde Sura (Vors. 1991-1995) hat der Bund in Zusammenarbeit mit dem „Bund der Eghalanda Gmoin“ (BdEG) sein erstes Buch im Jahre 1994 herausgegeben: „Nu(ch a wenig´woos as da åltn Håimat“ von Toni Schuster:

 

Im Jahre 1998, unter dem Vorsitz vom Måla Richard (Sulko) (1995 bis jetzt) erschien eine sehr erfolgreiche Herausgabe von einer CD um MC: „As vatraamta Eghalånd“. Mit einer Geldbeschaffung durch die Zuwendung vom tsch. Kulturministerium und Zusammenarbeit mit dem „BdEG“ entstand ein Werk, welches die egerländer Volkslieder in Ursprungform für die nächsten Generationen festhalten wird. Dank diesem Tonträger kann man noch die hören, die nicht mehr unter uns sind: Schuster Toni, Rosi Feiereisl, Gertrud Sichová und Anna Stocková.

 

2001 kommt ein sehr erfolgreiches Buch über Wildstein heraus: „Egerländer Original“ von Rosi Feiereisl. Mit dem Gedicht „A bisser woos as vagångana Zeit“ bleibt die gute, alte Zeit und die Rosi für uns immer erhalten:

 

2003: das zweite Buch vom Schuster Toni kommt: „Ållahånd aas´n Eghalånd“. Kurz nach der Herausgabe stirbt der Toni und damit bleibt er auch in dem zweiten Buch immer in unserem Gedächtnis:

 

2006: das erste Buch vom „Måla Richard“ wird herausgegeben: „Da Måla Richard dazühlt“. Auf mehr als 150 Seiten kann man über die Arbeit im östlichen Egerland nachlesen. :

 

Im Jahre 2008 wirkt der Vorsitzende Måla Richard bei einem ganz besonderem Projekt: „Gestan bin i assigfoarn“, welches Tomas Spurny vorbereitete:

 

Öffentlichkeitsarbeit:

Unter die Öffentlichkeitsarbeit gehören mehrere Aktivitäten. Neben dem gedruckten und oben erwähnten Mitteilungsblatt „Eghalånd Bladl“, gehören regelmäßige Veröffentlichungen in der einzigen Zeitung der Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien, der „Landeszeitung“ zu dem „Hauptinstrument“ zur Infor-mierung über unserer Arbeit. Und es sind es auch die Rundfunksendungen für Deut-sche in Tschechien, in denen über die Arbeit vom „Bund der Deutschen“ gesprochen wird.

Das wichtigste ist jedoch unser Internet- Auftritt. Der „Bund“ ist der einzige Verband der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien (aber auch bei den Egerländern Weltweit), der aktiv seine „Webseiten“ pflegt und immer am aktuellsten hält. Zum Jahresende wird die Seite noch auf den heutigen technischen Stand gebracht und damit wird das Beste Instrument für die moderne Öffentlichkeitsarbeit geschaffen.

 

Jugendarbeit

Auch zwanzig Jahre nach der Gründung, oder besser gesagt gerade deswegen, das wir zwanzig Jahre „jung“ sind, kann der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ über aktive Jugendarbeit sprechen. Mit der Egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“ und den „Målaboum“ wird das große Reichtum am Egerländer Kulturgut, wie Volkstanz, Trachten und Gesang an nächste Generationen weitergegeben. Auftritte in Böhmen oder in Deutschland erfreuen nihct nur Zuschauer, sie dienen auch der Völker-verständigung.

Ein wichtiger Teil der Jugendarbeit ist die, im Jahre 2011 schon zum 18. Mal stattgefundene „Jugend-begegnung“ im Stift Tepl.Bei der gemeinsamer Arbeit an dem alten, deutschen Klosterfriedhof pflegt man nicht nur die alten Gräber, es ist vor allem ein Zeichen der Pflege um den wichtigen Zeugen der deutschen Vergangenheit und der Begegnung zwischen Jugend-lichen aus Böhmen und Deutschland.

 

Konzerte

20 Jahre schon organisiert der „Bund der Deutschen - Landschaft Egerland“ Konzerte. „Musik kennt keine Grenzen“ ist das Leitthema von diesen Veranstaltungen, die aktuell den Titel „Wandernde Egerländer Musikanten“ tragen. Neben den schon erwähnten „Die Målas“ und den „Målaboum“ gehört die Zitherspielerin Berta Růžička zu dem „kulturellen Kern“ der Arbeit im „Bund“. Es muss auch immer ein Gast aus dem Ausland dabei sein, heuer waren es die Nürberger, bzw. die Bayreuther. Neben einem „Hauptdoppel-konzert“, der meistens in den Sommermonaten veranstaltet wird, sind es mehrere „Kleinkonzerte“, die die Künstler geben, wie Frau Růžička in Franzensbad, oder Karlsbad, oder die „Målaboum“ in Marktredwitz, in Karlsbad, Maria Stock oder bei der Ortsgruppe Netschetin- Preitenstein; in ihrer Ortsgruppe.

 

Pflege um die Mundart

Die Mundart gehört neben den Liedgut, den Trachten und Volkstanz zu den wichtigsten Merkmalen einer Volksgruppe. In unserem Land gehört schon der Erhalt der deutschen Sprache als solcher zu einer Herausförderung. Umso mehr kann man mit Stolz verkünden, dass die „verbliebenen“ Egerländer heute noch diese wunderschöne Muttersprache sprechen und auch in dieser Sprache schreiben.

Bei Autorenlesungen, die auch zu unseren Aktivitäten gehören kommt die Mundart sehr oft vor. Die Mundart bleibt selbstverständlich auch in den Volksliedern erhalten, die wir bei unseren Veranstaltungen singen.

 

Bildungsarbeit

Die Menschen brauchen Weiterbildung. Umso mehr, wenn das deutsche Kulturgut in den vierzig Jahren Kommunismus gezielt „ausradiert“ wurde. Mindestens einmal im Jahr veranstaltet der „Bund“ mit dem Begegnungszentrum ein Bildungswochenendseminar, in dem man sehr viel Neues über das deutsche „Element“ in Westen Böhmens erfährt. Im Rahmen der „Landes-versammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien“ werden schon etliche Jahre ähnliche Weiterbildungs-maßnahmen meistens in Elbogen ebenfalls vom BGZ organisiert.

 

Arbeit in der Kirche

Die Egerländer sind Christen. Der Glaube verbindet nicht nur Deutsche im Lande mit den Vertriebenen, sondern auch Deutsche mit den jetzigen tschechischen Bewohnern. Danke der Zweisprachigkeit sind es wieder die „verbliebenen“ Egerländer, die bei vielen Gottesdiensten und Wallfahrten durch gemeinsame Gebete um richtige Versöhnung bitten.

 

Weitere Schwerpunkte der Arbeit

Der „Bund“ darf bei keinem „Sudetendeutschen Tag“ Fehlen, sowie bei keinem „Egerland- Tag“. Mit einem Informationsstand oder Auftritt kann man mit Stolz die Ergebnisse unserer Arbeit auch im Ausland präsentieren.

 

Allgemeine kulturelle Maßnahmen 

Das Vereinsleben in den einzelnen Ortgruppen ist sehr verschieden. Es gibt aber allgemeine sehr beliebte Aktionen, die überall zu finden sind: Muttertage, Adventsfeier, Kirchweihe oder Fasching.

 

Politische Aktivitäten 

Minderheitenausschüsse in den Städten Eger, Neudek und Karlsbad, sowie beim Bezirk Karlsbad sind Plattformen für unsere Interessen, auch wenn man sehr schwierig etwas durchsetzen kann. Eigentlich ist auch die Arbeit der Delegierten bei der „Landesversammlung“ eine Politische.

 

Soziale und wirtschaftliche Unterstützungen

Im Rahmen des „Bildungs – und Sozialwerkes“ der „Landesver-sammlung, o.p.s. “ und der „Bohemia, o.p.s.“ sowie dank des „Sozialwerkes der Ackermann-Gemeinde“ vermittelt der „Bund“ nicht nur soziale Hilfen für die ärmsten, sondern auch Unterstützungen für Klein- und Mittleren Unternehmer, sowie kleine und große Rehabilitation- Aufenthalte.

 

Dank

Der Dank gehört vor allem denen, die ehrenamtlich und sehr oft mit eigenem Geld das reiche Kulturgut der Deutschen (Egerländer) in den Gebieten retten, in den sie in Jahrhun-derten entstand. Ganz wichtig ist die Versöhnungsarbeit, die wir dank unserer Zweisprachigkeit durchführen können. Das die Verabeitung der Vergangenheit noch sehr viel Arbeit verlang, zeigen auch zwanzig Jahre nach der Wende Tatsachen, die in unserem Land passieren (nur ein Beispiel für alle: das rosa angestrichene Kreuz bei Iglau).

Auch die finanziellen Unterstützungen seitens tsch. Staates sind nicht so reichlich und vor allem die Bedingungen so deutlich, dass man ohne Gefahr einer Liquidierung eines Verbandes in der Arbeit nicht auskommt. Die Unterstützung seitens Deutschland ist also weiterhin Lebenswichtig und ich bedanke mich im Namen von vielen, vielen Menschen die für unsere Sache Arbeiten.

 

Schlusswort:

In die Satzung des „Bundes“ legte unser Gründer Seff Heil folgendes:

§ 4. Aufgaben des Vereins

Die Hauptaufgabe des Vereins ist die Wahrung kultureller und heimatpflegerischer Belange, die sich aus der Tradition des Egerlandes ergeben.

Die Einzelaufgaben sind:

a)Die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen

b) Die Pflege der deutschen Sprache und der egerländer Mundart im weitesten Sinne mittels aller Formen von Medien wie Literatur, Tonträger, Rundfunk und Fernsehen

c) Die Errichtung und Unterhaltung eines Kultur-hauses in Eger und dessen Außen-stellen

d) Die Herausgabe von Mitglieder-Rundschreiben und, je nach Bedarf, von vereinsfördernden Publikationen.

e)Die Interessen--vertretung gegenüber den Parla-menten, Behörden und anderen Vereinigungen in der Tschechischen Republik

 

Wie man sieht, hat sich der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ in den zwanzig Jahren nach seiner Satzung gehalten. Ich bedanke mich noch einmal bei allen, die für den Bund arbeiteten und arbeiten oder ihn durch Geld- oder Sachspenden, sowie durch Rat behilflich sind. Vagelt´s Gott!

Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit!

Für unna Hoimat wirkli(ch ålls!

 

 

 

 

 

 

 

      

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