20. Musik kennt keine Grenzen: wandernde egerländer Musikanten
Schulterschluss Nürnberg – Netschetin mit Kurerholung
(20. „Musik kennt keine Grenzen“: wandernde egerländer Musikanten)
Eine ganz besondere Wertschätzung bekam das 20. Konzert „Musik kennt keine Grenzen“ (wandernde Egerländer Musikanten) am 16. Und 17. Juli im Jahre 2011: Aus Nürnberg kam in mein Heimatdorf Netschetin ein ganzer Bus mit fünfzig Teilnehmern. Die meisten waren Mitglieder der dortigen „Eghalånda Gmoin“, davon viele Mitglieder des „Gmoichores“, „Gmoimusigh“ und „Gmoitånzgruppe“. Angeführt wurde die Gruppe durch den „Vüarstäiha“ Erich Leier. Der Ausflug der Nürnberger begann aber schon in Mies, wo wir an einer kleinen Stadtbesichtigung teilnahmen. Es folgte für manche der Höhepunkt: Besuch der „Pilsner Urquell“ Brauerei, mit dem Mittagessen und Kostprobe vom unbearbeiteten Bier aus dem Holzfass! Für mich kam der Höhepunkt in Netschetin: Ein voll besetzter Saal des Gasthauses „Am Rathaus“ bot ein ganz besonderes Programm. Es war eigentlich ein „Doppeljubiläum“ zu feiern: 115 Jahre der Gründung der Ortsgruppe Netschetin im „Bund der Deutschen in Böhmen“ und 20 Jahre „Musik kennt keine Grenzen“. Mit der Hinsicht, dass die Nürnberger Gmoin erst 1922 gegründet worden war, war eigentlich unsere kleine Ortsgruppe im „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ der älterer „Bruder“, der zum Kaffeetrinken und Kulturnachmittag einlud. Beim ein und halb stündigen Programm konnte ich überraschste Gäste mit der Tatsache bekannt machen, dass die Tradition der „Egerlandtage“ in unserer Region im Jahre 1931 begann. Im Jahre 1933 fand der „Egerlandtag“ sogar in Netschetin statt und wir befanden uns im gleichen Saal, wie damals! Das Kulturprogramm bot ein reiches Angebot an egerländer Kulturgut: Egerländer Volkstanz mit „Die Målas“ und der Gmoitanzgruppe, Egerländer und „arzgebirgische“ Volkslieder mit den „Målaboum“, mit der „Gmoimusigh“ und „Gmoichor“: eine farbige und abwechslungsreiche Präsentation unserer Kulturschätze. Ich möchte mich für die Spenden bedanken, die an diesem Nachmittag eingingen, für die ich gleich am nächsten Arbeitstag eine richtige Kaffeemaschine einkaufte, um nicht unsere Gäste zu lange auf den Kaffee warten lassen zu müssen. Am nächsten Tag ging unser Weg nach Franzensbad, wo wir ein ähnliches Programm für die dortige Öffentlichkeit und Kurgäste vorbereiteten. Neben den „Målas“, den „Målaboum“ wirkte auch die „Bamberger Gmoimusigh“ mit, neben Ingrid und Gerald Deistler der Vetta Herbert Schreiber. Das Wetter hielt Gott sei Dank und damit krönte man in einer beliebten Kurstadt dieses Wochenende. Wieder also ein Höhepunkt unserer Arbeit, mit Dank für die Unterstützung bei der deutschen Botschaft in Prag, beim tschechischen Kulturministerium und bei der Firma Ensinger!







