Maria Stock 3. 7. 2011
Wie durchs rote Mehr
(Wallfahrt nach Maria Stock 3. 7. 2011)
Der erste Sonntag im Juli 2011 gehörte, wie schon Jahrhunderte zuvor, der Wallfahrt nach Maria Stock. Mariä Heimsuchungsfest ist in dieser verschwundenen Ortschaft im östlichen Egerland immer ein „Begegnungsgottesdienst“ zwischen den jetzigen tschechischen Bewohnern, die aber aus mehreren Ecken unseres Landes kommen und den früheren deutschen Bewohnern. Wir, die „verbliebenen“ Egerländer passen in beide „Gruppen“ und fühlen uns als „zusammenschweißendes Element“. Das „Höchste“, was uns aber alle Verbindet, ist der christliche Glaube, der an diesem Sonntag wirklich erprobt werden sollte. Mit neun Grad und eiskaltem Wind zeigte sich das Tepler Hochland, welches ans Dupauer Gebirge dort angrenzt von seiner härtesten Seite. P. Peter Fort aus Graslitz, der als Hauptzelebrant auch die Prozession anführte, hat es schön bei einer Station gesagt: „Das Wasser als ein Hauptelement der Taufe, an welche wir uns in diesem Jahr in unserem Land erinnern. Als die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei durch das Rote Meer zogen, stand ihnen das Wasser zur ihren Rechten und ihrer Linken. So auch steht heute das nicht gemähte Gras zu unserer Seite hier in Stock. Und ähnlich wie der Weg bergab zum Jordan geht, gehen wir auch einen steilen Weg herunter zu der Stocker Kirche. Und auch das Wasser als Segensmittel konnten wir kurz bevor in der Wallfahrtskirche verschwanden selber spüren: ein Nieselregen segnete unsere gefrorene Körper.“ Herzlich warm ging aber der Gottesdienst an: Mit seiner Menschennähe und einem offenen Herz, sowie mit seiner lustiger Art packte P. Fort sofort alle Seelen in unserer Gemeinschaft. Ein herzergreifender Wallfahrtsgottesdienst, der mit dem Bläserquartett „Cecilia“ aus Karlsbad und der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert für mich sehr rührend war. Vagelt´s Gott!Kollekte: EUR: 222,- , Kronen: 3.437,-.





