BERICHTE
Wie die Schlossherrn
(18. Jugendbegegnung in Netschetin)
Richard Sulko
Auch zum achtzehnten mal...
Nach dem in Tepl im Jahre 2007 die dortige Jugendbegegnung als beendet erklärt
wurde, suchte ich nach einem anderen
Ort, wo man diese sehr beliebte Maßnahme weiter machen könnte. Nach dem die
Jugendarbeit die wichtigste Aktivität bei den Verbänden der Deutschen aus der
Tschechischen Republik ist und in den
„Programmkosten“ der Begegnungszentren die Mittel für Jugendarbeit geregelt
sind, konnte man an die siebzehn! vergangene Begegnungen auch im Jahr 2008
anknüpfen. Bei der Suche sind wir aus der Ortsgruppe des „Bundes der Deutschen-
Landschaft Egerland“ ausgegangen, wo die beste Jugendarbeit ist und von wo die
meisten Kinder nach Tepl gefahren sind. Die Wahl fiel also an Netschetin. Nach
meinem Gespräch mit dem Netschetiner Bürgermeister Jiri Kremenak und dem zweiten
Bgm. Jiri Kapr wurde uns Unterstützung zugesagt und damit war alles klar. Weil
der Herr Kapr auch der Vorsitzende vom Verein „A je to“ ist, der in der Freizeit
Kapellen oder Touristenziele mit vielen Helfern renoviert, habe ich mich für
diesen Verein als unterstützenden Partner entschieden.
Wie in Tepl....
Ursprünglich sollten wir bei der Renovierung der Kirchentreppe mithelfen, aber
weil es wegen Denkmalschutz schwierig war, entschied der Bgm. Kremenak, dass wir
den Friedhof saubermachen. Wir waren also mit gleicher Herausforderung wie in
Tepl konfrontiert. Weil diesmal die „Egerlamd- Jugend“ nicht nach Netschetin
kam, mussten wir selber klarkommen. Seitens Gemeinde wurde Werkzeug zur
Verfügung gestellt und das Mittagessen am Samstag bezahlt.
Auch einen Sponsor, die Firma Jirgl hat
der Herr Kapr aufgetrieben und damit konnte alles anfangen.
Die kleinsten Ortsgruppen kamen...
Der „Bund“ konnte nach Netschetin zweiundzwanzig Teilnehmer sichern, eine
beachtliche Zahl. Eine einfache, aber schöne Unterbringung wurde im Schloss
Preitenstein bestellt. Die meisten Kinder aus unserer Gruppe haben zum ersten
mal in einem Schloss übernachtet und hatten daraus ein schönes Erlebniss. Eine
Überraschung konnten die Kinder nach der mühevollen Arbeit am Samstagnachmittag
erleben: gerade am gleichen Samstag fand in Netschetin auf dem Sportplatz der
Kindertag statt. Für die Erwachsenen ein kaltes, wohl verdientes Bier, für die
Kinder Karussell, oder Motorradfahren. Die Krönung des Tages war jedoch ein
gemütliches Lagerfeuer im Schlosspark. Mit den Bratwürsten und Ziehharmonika,
gespielt von meiner Mama ging der anstrengende Tag zu Ende.
Der Sonntagvormittag gehörte noch kleinen Arbeiten an den Bäumen und als
wir um dreizehn Uhr zum Mittagessen gingen, konnten wir mit Stolz den Friedhof
anschauen, an dem meine Vorfahren liegen. Schade, dass nur gerade aus den zwei
kleinsten Ortsgruppe des „Bundes“ die Kinder und Jugendlichen kamen: aus
Netschetin und Eger. Neue Freundschaften wurden geschlossen und die Kinder
zeigten auch Zufriedenheit. Hoffentlich können wir im nächsten Jahr wieder
weiter machen!
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