BERICHTE

Bund der Deutschen – Landschaft Egerland (BdD-LE)
Niederschrift der Jahresversammlung
Am 8. November 2008 in Eger, Balthasar – Neumann – Haus

Am  12.00 Uhr eröffnete der Vorsitzende Richard Sulko die Sitzung. Es wurde der Toten gedacht. Die Tagesordnung wurde abgestimmt. Nach der Kontrolle der Beschlüsse aus der letzten Vorstandssitzung und der Jahresversammlung mit Neuwahlen vor einem Jahr trug der Vorsitzende Sulko seinen Jahresbericht vor, in dem er über „neue Impulse“ der Arbeit im „Bund sprach“. Nach seinem Bericht folgte ein sehr detaillierter Bericht der Leiterin von unserem Begegnungszentrum Krista Hruba. Nach kurzem Kassenbericht wurde noch das Programm für das Jahresende und für das kommende Jahr besprochen. In der anschließender  Diskussion wurde sehr lange und kritisch über die Mitgliedsbeitragserhöhung verhandelt, die aber zu einem positiven Beschluss führte. Einstimmig dagegen verlief die Wahl der Vertreterin für den „Minderheitenausschuss“ beim Karlsbader Bezirk. Die sehr harmonisch verlaufene Sitzung wurde um vierzehn Uhr beendet und es folgte das Mittagessen im „Ratskeller“ neben dem Egerer Rathaus. Ein Pflichtbild unserer Gruppe mit dem „Stöckl“ und den neuen Türmen von „St. Niklas“ wurde gemacht und weil die Delegierten noch nicht auseinander gehen wollten, folgte noch eine Kaffeerunde im Begegnungszentrum. Sehr gute selbst gemachte Kuchen brachte Werner Kraus aus Karlsbad. Danach machten sich wieder alle Delegierten auf dem Heimweg.

Neue Impulse
(Jahresbericht für die Jahresversammlung vom „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ in Eger, Balthasar- Neuman – Haus, am 8. November 2008)
Måla Richard (Sulko), Vüarstäiha(r/Vorsitzender

Gedanken zur Einführung

Dieser Jahresbericht ist der dreizehnte, den ich schreiben kann. Es ist für mich eine große Ehre, dass ich noch im Jahre 2008 über so reichliche Arbeit eines deutschen Verbändes in der Tschechischen Republik berichten kann. Gleich am Anfang meines Berichtes möchte ich einen ganz wichtigen Gedanken loswerden: wir alle hier versammelten wissen, wie die Lage der zwischenmenschlichen Beziehungen in unserem Land nicht nur zwischen unseren Politikern herrscht: wie Streit, Korruption und Machtmachenschaften den früher Mehrvölkerstaat heute vergiften. Egerländer waren die stärkste Gruppe unter den „Deutschböhmen“ und waren wie durch ländliche Gastfreundschaft, so auch mit starker Industrie – und dem Badewesen bekannt. Wenn ich die Arbeit von unserem „Bund“ im vergangenen Jahr anschaue und hier heute in die Gesichte der Versammelten Delegierte einen Blick werfe, kann ich mit Genugtuung feststellen, dass wir mit einem wirklichen Stolz auf uns alle! sein können. Egerländer ist ein Begriff mit einer großen Wertschöpfung und auch wir alle! hier tragen dazu bei.  Ich muntere jeden auf: Trägt bitte diesen Gedanke unter allen Menschen aus, die ihr begegnet und helft das einmal seht reiches Kultur der Egerländer zu retten!

 

Neue Impulse und zurück zu den Wurzeln
Löiwa Gesta, löiwa Eghalånda, liebe Freunde!
Nach meinen „Gedanken zum Sonntag“ möchte ich mit meinem Jahresbericht anfangen. Wie ich schon am Anfang erwähnte, schreibe ich meinen Bericht schon zum dreizehnten mal. Nach dreizehn Jahren scheint so eine „Berichterschreiberei“ nur eine reine formelle Sache zu sein, aber es ist definitiv nicht so!  Wen ein Verein trotz großer Assimilierung noch nach sechzehn Jahren seines Daseins mit neuen Impulsen in die Arbeit kommt und die sind noch dazu erfolgreich, ist es wirklich ein Grund zur Freude! Ich meine damit heuer zum ersten mal stattgefundenen „Wandernde Egerländer Musikanten“. Als Nachfolgeraktion der Konzerte „Musik kennt keine Grenzen“ sind wir zu den Wurzeln unserer Vorfahren zurückgekehrt und haben eine viel mehr größere Wirkung erreicht. Ich freue mich schon aufs kommende Jahr, wenn wir zu anderen von unseren Ortsgruppen wandern!

Online – Leben
Über eine Sache berichte ich immer zum Schluss, aber sie gehöhrt zu den wichtigsten gelungenen Ergebnissen von unserer Arbeit: die „Homepage“ oder anders genannt „Internet- Seite“ unseres Bundes. Der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ kann sich leisten fast „ONLINE“ über seine Arbeit zu berichten. Nicht nur deswegen, weil er viel arbeitet, sondern auch deswegen, weil er fähig ist sehr schnell einen Bericht zu verfassen und ihn „ins Netz“ zu hängen. Damit kann die Öffentlichkeit weltweit! die gemeinsame Arbeit von uns allen verfolgen. Ich muss in diesen Zusammenhang noch einmal folgenden Gedanken erwähnen: „Über wem man nicht schreibt, der existiert nicht.“ Generell ist die PR – Arbeit (Public Relation) für jede Organisation wichtig. Umso mehr für jenen Verein, der in manchmal nicht freundlicher Atmosphäre Arbeit das Deutsche Kulturgut verteidigen muss.

Allgemein und zum Schluss
Ich kann noch sehr lange über Arbeit vom „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ im vergangenen Jahr berichten. Mit der Hinsicht, dass man lieber Zeit für ein Gespräch für einander ausnützen soll und mit der Hinsicht, dass man schon fünfzehn! Jahre unser Mitteilungsblatt, das „Eghalånd Bladl“ jeden Monat herausgeben,  finde ich es für nicht notwendig. Eine Maßnahme möchte ich aber doch erwähnen: unsere, heuer schon zum achtzehntenmal durchgeführte Jugendbegegnung, diesmal in Netschetin, war wieder ein Erfolg. Auch der Auftritt unserer Volkstanzgruppe „Die Målas“ mit der Bertl Ruzicka bei der „Großveranstaltung der Deutschen“ in Prag war ein großer Erfolg, der zur Einladung nach Straznice im Jahr 2009, was die größte Folklorebegegnung im Lande ist, führte. In diesem Zusammenhang muss ich ehrlichweise eine großen Dank aussprechen: an der ersten Stelle der deutschen Botschaft in Prag, die uns Projektbezogen bei unserer Arbeit unterstützt. Weiterhin beim tschechischen Kulturministerium und der Firma ENSINGER, die wesentlich dazu beitragen, dass wir ein fast vernichtetes Kulturgut retten können. Auch der vielen kleinen Spendern, die zum Beispiel mit dem Abonnement von unserem „Bladl“ unsere Arbeit ermöglichen gilt ein aufrichtiger Dank!

Bei den Städten Eger und Neudek, sowie beim Karlsbader Bezirk hat der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ seine Vertreter in den Gremien der Minderheiten. Ich bedanke mich recht herzlich bei unseren Vertretern: der Frau Krista Hruba und der Bertl Ruzicka. Ich weis aus meiner eigenen Erfahrung, wie schwierig es manchmal ist, etwas Gutes und wirklich Völkerverständigung bringendes durchzusetzen.

Der große Danke geht an meine Frau und Familie, sowie an das „Balthasar- Neumann- Haus- Team“ in Eger. Ich als Geschäftsmann und ehrenamtlicher Vorsitzender bin an Unterstützung dieser Menschen angewiesen. Der Gott soll sie für diese Arbeit belohnen.

Liebe Freunde,

ich wünsche uns allen eine gute Zukunft und ende mit dem leicht geänderten egerländer Aufruf:

Füar unna Hoimat wirklich ålls!
Dånk schäi)n füar enka zouhorchn!
 

 

zurück