Um
12.15 Uhr eröffnete der Vorsitzende Richard Sulko
die Sitzung und begrüßte alle Gäste. Nach der Totenehrung, in der wir vor allem
P. Norbert Schlegel,OPraem., Ernst Schneider und Gowa Paula gedachten,
Sprach sein
Grußwort der amtierende „Stellv. Bundesvüarstäiha(r“ Alfred Baumgartner. In die
Beschluss und Wahlkommission wurden gewählt: Jutta Sybille Aglas- Baumgartner
(Landesvorsitzende der Egerländer in Österreich), Maria Klyeisen aus Eger und
Ludwig Povenz aus Wildstein. Danach wurde einstimmig das Programm bestätigt. Der
nächste Punkt war die Kontrolle der Beschlüsse der letzten Jahresversammlung,
sowie der Vorstandssitzung:
- In Sache Begegnungszentrum scheint es, dass wir mit dem
Archiv zu einer guten Lösung Anfang 2010 kommen.
-
In Sache „tote“ Ortsgruppen Chodau und Abertham wurde laut Satzung, § 6 der
Ausschluss beschlossen. Dazu Beschluss Nr. 1
-
Es wurde zur Kenntniss die gute Arbeit der Vertreter der Deutschen in
Minderheitenausschüssen genommen: beim Karlsbader Bezirk und der Stadt Eger Frau
Krista Hruba und bei der Stadt Neudek Frau Berta Ruzicka.
-
Der erhöhte Mitgliedsbeitrag für 2009 haben alle Ortsgruppen in Tschechien
bezahlt.
Nach der Kontrolle der Beschlüsse folgte der Bericht des Vorsitzenden, der u.a.
ist.Nach dem Richard Sulko gab ihren Bericht die Leitering des BGZ, Frau Krista
Hruba. Auch unsere österreichischen Gäste waren überrascht, wie viel Arbeit fürs
Deutschtum in Böhmen man mit so wenig Kräften machen kann.Im
Kassenbericht konnte man feststellen, dass der „Bund der Deutschen-Landschaft
Egerland“ trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ohne Verlust im Jahre
wirtschaftete.
Nach diesem Bericht wurde der Vorstand entlastet und es
kam zur Wahl. Der Vorsitzende und seine drei Stellvertreter wurden laut Satzung
geheim gewählt, restliche Vorstandsmitglieder, Kassenprüfer
und Vertreter bei der „Landesversammlung“ wurden
„per Akklamation“ gewählt.
Ergebniss:
Vorsitzender:
Richard Sulko
einstimmig
Stellv.:
Berta Ruzicka
einstimmig
Stellv.:
Krista Hruba
eine Enthaltung
Stellv.:
Jiri Rak
einstimmig
Schriftführer:
Marie Zimova
einstimmig
Stellv. Schriftf.
Marie Schreiner
einst.
Kassiererin:
Irena Sulkova
einstimmig
Stellv: Kass.:
Marie Klyeisen
inst.
Beirat:
Alfred Baugartner: bestätigt im Amt
Kassenprüfer:
Josef Woeschka, Jaroslav Klyeisen: einstimmig.
Weiter wurden einstimmig Delegierte für die „Landesversammlung der Deutschen in
Böhmen, Mähren und Schlesien“ gewählt:
Richard Sulko, Irena Sulkova, Jaroslav Klyeisen, Marie Klyeisen, Krista Hruba,
Berta Ruzickova, Ida Sladková.
Nach der Wahl bedankte sich der „neu gewählte“ Vorsitzender fürs Vertrauen und
wünschte auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit.
Beim nächsten Programmpunkt „Vorschau“ wurde lang über die „Jugendbegegnung“ im Stift Tepl besprochen. Zu diesem Thema Beschluss Nr. 2.
Auch zu „Wandernden Musikanten“ wurde der Austragungsort Franzensbad
vorgeschlagen, sowie das „Egerland- Kulturhaus“ in Marktredwitz. Vors. Sulko
wird das Thema weiter bearbeiten.
Die Sitzung wurde um vierzehn Uhr beendet und es folgte das Mittagessen im
„Ratskeller“ neben dem Egerer Rathaus. Ein Pflichtbild unserer Gruppe mit dem
„Stöckl“ und den neuen Türmen von „St. Niklas“ wurde gemacht und danach machten
sich wieder alle Delegierten auf dem Heimweg.
Beschlüsse:
1. Die Ortsgruppe Chodau und Abertham werden nach Satzung, § 6 und aufgrund der
schon Jahre dauernde keinerlei Arbeit und keiner Reaktionen auf Briefe aus dem
Bund ausgeschlossen. Laut Satzung müssen die restlichen finanziellen Mittel auf
das Konto vom „Bund der Deutschen“ überwiesen werden.
2. In Sache „Jugendbegegnung“ wird Vors. Sulko die Lage mit der Führung des
Klosters, mit der Stadt Tepl, Verein für den Erhalt des Klosters Tepl, eventuell
mit dem HV Tepl Petschau besprechen. Ziel ist es diese sehr beliebte Maßnahme
wieder ins Leben zu rufen.
3. Die neuen Mitgliedsausweise wurden ausgewählt, Vors. Sulko bestellt sie.
Niederschrift gefertigt: Richard Sulko, 11. 12. 2009
Bis in Berlin
(Jahresbericht für die
Jahresversammlung mit Neuwahlen vom „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ in
Eger, Balthasar- Neuman – Haus, am 7. November 2009)
Måla Richard (Sulko),
Vüarstäiha(r/Vorsitzender
Das Jahr 2009 brachte für manche von uns große
Veränderungen. Durch die Wirtschaftskrise haben Menschen ganz andere Sorgen
gehabt, als sich mit dem Vereinsleben ihre Freizeit verschönern zu lassen. Ich
habe ein großes Verständnis dafür, denke aber ein wenig anders: ist nicht gerade
die gemeinsame Arbeit an unserem Kulturgut etwas, in dem wir die Sorges des
Alltags vergessen können? Ist nicht die Musik ein wunderbares Heilmittel für
unsere Wehwehchen? Ich selber hatte schon ab Ende des Jahres in meiner Arbeit
Sorgen, die eigentlich bis heute dauern, auch wenn es der Wirtschaft die letzten
drei Monate ein wenig besser geht. Für mich hatte die Arbeit für das Egerländer
Kulturgut einen großen Sinn, denn die Arbeit in zerstörter Wirtschaft war und
ist sehr deprimiert.
Ich kann jedem Amtsträger im Vorstand und in den
einzelnen Ortsgruppen nur empfehlen: macht aus dem reichen Kulturgut, welches
uns unsere Vorfahren hinterließen das Beste und rettet es für die nächsten
Generationen! An dieser Stelle will ich mich bei allen bedanken, die mich in den
letzten zwei
Jahren unterstützten: neben meiner Frau und der Familie
auch dem Team aus dem Begegnungszentrum, an der Spitze mit Krista Hruba.
In meinem Bericht will ich nicht zu detailliert auf die
einzelnen Maßnahmen
eingehen, weil der „Bund“ zwei hervorragende
Instrumente für gute Öffentlichkeitsarbeit hat: an der ersten Stelle steht die
immer aktuelle und mit viel Bildern „ausgestattete“ Internetseite. An der
zweiten Stelle steht unser „Eghalånd Bladl“, welches
ab den 1. Januar 2010 schon den 17. Jahrgang
startet. Hier bedanke ich mich für die Zusendungen von Artikeln, die die Arbeit
von allen Ortsgruppen beschreiben. Mit 280 Exemplaren in 12 Ausgaben ist es das
beste Mitteilungsblatt der Deutschen in Tschechien. Die Herausgabe unterstützt
das tsch. Kulturministerium, ein großer Dank geht also nach Prag.
Im „Bund der Deutschen – Landschaft Egerland“ hat auch im Jahre 2009 die
Volkstanzgruppe „Die Målas“ gearbeitet, ergänzt durch unsere Bertl Ruzicka. Auch
diese Gruppe wird unterstützt vom Kulturministerium, sowie von der deutschen
Prager Botschaft. Auch hier ein großes Dankeschön an die Moldau. Auch an die
Firma ENSINGER geht ein großes Vagelts´Gott für ihre finanzielle Unterstützung.
Die erste Maßnahme, die in März stattfand war eigentlich
privat, aber wer kann schon die Grenze zwischen Privat und Verein erkennen, wenn
das alles so eng durchflochten
ist? Die „egerländer Hausweihe“ mit leider
inzwischen verstorbenem P. Norbert Schlegel, OPraem. war sicher nicht nur für
mich ein hochwertiges Ereignis. Wallfahrten nach
Maria Stock am 1. Mai und am ersten Sonntag in Juli gehören schon zum
dauerhaften Inhalt unseres Terminkalenders. Neu ist die Tatsache, dass ich wegen
Maria Stock gemeinsam mit Herrn Jiri Schierl in Würzburg bei der dortigen
„Ackermann- Gemeinde“ für die Zukunft von diesem Ort besprochen haben. Und es
war auch die Ackermann-Gemeinde, die ihre historisch erste Jahresversammlung in
Pilsen organisierten und wir waren mit einem Aufritt auch dabei!
Pfingsten beim „Bund“: Sudetendeutscher Tag, diesmal ohne
Tanz, aber mit einem gut besetztem Infostand. Der erste ganz großer Aufritt war
heuer in Graslitz, beim „Graslitzer Treffen“. Nicht nur mit dem moderieren, aber
auch mit egerländer Volkstanz erfreuten wir die Zuschauer. Beim Vinzenzifest
konnte ich auch den „Bund“ vertreten, sowie eine
Woche später beim „Egerlandtag“, wo ich mit
meinem Sohn Berti zwei Volkslieder brachten.
Das größte Ereignis in diesem Jahr war mit Sicherheit der „Papst Besuch“.
Egerländer in Tracht waren in Altbunzlau dabei!
Unsere „Egerländer wandernden Musikanten“ wanderten mit dem Ehepaar Gerhard und
Andrea Ehrlich nach Falkenau und Karlsbad.
Nun komme ich zu dem Titel „Bis in Berlin“. Der Weg nach Berlin vor drei Wochen krönte die Arbeit fürs „Egerlandtum“: auf Einladung der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“, Landesverband Berlin konnten wir zum 60. Jubiläum fast zwei Stunden dauerndes Programm zusammenstellen und mit Erfolg! Am Sonntag waren wir dann Gäste bei den Pommern und Oberschlesiern.
Es gab noch viele Begegnung und Verpflichtungen, die ich wahrnahm, ich möchte
nur zwei „herausheben“: Die Teilnahme an der Beisetzung vom P. Norbert und die
50. Feier der Egerländer Gmoi z´ Wasseralfingen“.
Es sind gerade in Wasseralfingen Freunde, die man immer gerne sieht und wo man
auch gerne zu kleinem Opfer bereit ist.
Diese Opferbereitschaft für eine gute Sache wünsche ich mich bei jedem von uns.
Ich bedanke mich auch bei Bertl Ruzicka und Krista Hruba, die die Deutschen in
der Minderheitengremien in Eger, Karlsbad und Neudek vertreten.
Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit!
Für unna Hoimat wirkli(ch ålls!