BERICHTE

Die Deutschen aus Netschetin kann man hören!
( Jahresbericht der Ortsgruppe Netschetin-Preitenstein
im Bund der Deutschen - Landschaft Egerland)
vorgetragen auf der Jahresversammlung in Netschetin Gasthaus "am Rathaus",
Samstag der 14. Juni 2008
vom Måla Richard ( Sulko), Vüarstäiha ( Vorsitzender)

 

Sehr verehrte Gäste, löiwa Mouhman u Vettan, Moidla u Boum!

 

 

„Döi Deitschan kumma öitza wieda z´ruck“!

 

Ich heiße sie alle recht herzlich, hier in Netschetin willkommen. Wie jedes Jahr, meistens in Juni, führen wir hier, in unserer „Stammkneipe“ nach der Satzung unsere Jahresversammlung durch. Gleich am Anfang möchte ich mich bei denen bedanken, die die kleinste Ortsgruppe im „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“ am Leben halten: Es ist an der ersten Stelle mei(n Wai(b mit meinan Kinnan, meine Mama und noch einige, die bei den verschiedensten Maßnahmen nie fehlen. Ich möchte meinen Bericht heuer von hinten anfangen: wer hier vor vier Wochen war, kann bestätigen, wie lebendig die Eghalånda in Netschetin san. Es woar wöi in den åltn Zeitn, wenn ma doch a weng meiera woarn: unna Kamårod da Zahradka Håns håut suaran Konzert g´måcht da ma stundanlång g´sunga ho(b)m u döi Gäste ho(b)m denkan kinna, „Döi Deitschan kumma öitza wieda z´ruck“! Sechzehn Jahre nach unserer Gründung sind wir noch in großer Stärke da! Ein Vagelt´s Gott an alle.

 

Woos is den üwerhaupt ba uns in Netschetin  påssiert?

 

Eigentlich müsste ich noch einen Sprung nach vorne machen, wenn ich über die Vergangenheit berichten möchte: vor einer Woche haben wir mit dem Verein „A je to“ und dem zweiten Bürgermeister von Netschetin, Herrn Jiri Kapr den Netschetiner Friedhof "sauwa g´måcht". Mit mehr als zwanzig Helfern samt Kindern haben wir die „Jugendbeegenung“ fortgeführt, die wir vor achtzehn Jahren in Tepl mit der „Egerland-Jugend“ angefangen haben. Apropos Jugendarbeit: Die Ortsgruppe Netschetin-Preitenstein ist mit der Volkstanzgruppe „Die Målas“ und den „Måla Boum“ die beste im ganzen „Bund“, was Jugendarbeit angeht. Beim „Sudetendeutschen Tag“ in Nürnberg vor wenigen Wochen erlebten zwei von unseren neuen Mittänzern ihre Prämiere beim Auftritt. Auch die „Måla Boum“, gemeinsam mit der Bert Ruzicka konnten eine sehr erfolgreiche Prämiere feiern: bei der Christlichen Konferenz in Prag konnten wir ein qualitativ hoch angesetztes einstündiges Programm präsentieren! Hier möchte ich einen großen Dank an meinen Sohn Berti aussprechen: „Måch nuar sua weita, mei(n löiwas Böiwerl!“

 

Christliches Leben …

 

Weil wir in Netschetin fast alle Christen sind, gehören zu unserer Arbeit auch Kirchliche Aktivitäten. Vor sechs Wochen erlebten wir drei Deutsch- tschechische Maiandachten. Auch Lesungen werden in unserer Kirche immer noch zweisprachig gelesen. Wenn man die Besucherzahl am Sonntag beim Gottesdienst anschaut, stellen den kleinen Haufen in der Mehrzahl die Egerländer aus Netschetin und Umgebung da. Hoffentlich gehen einige Christen wegen dem Deutsch nicht nach Manetin zur hl. Messe. Das wäre Schade, weil gerade die Christen einen Weg der Verständigung nicht nur predigen, sonder auch leben sollten. Was wäre unser Leben ohne der Weihnachtsfeier, oder ohne Trachtenträgern. Die Netschetiner gehören immer noch zu den wenigen Gruppen, die eine große Zahl an egerländer Trachten aufweisen können. Die Mitgliederzahl  hält sich 16 Jahre nach dem Beginn immer noch bei etwa 40 Seelen! Eine großartige Leistung, die auch Dank der „Ausländer“ zu melden ist. Ein großer Dank also an die, die trotz der Entfernung auf diese Art den Zusammenhalt zeigen.

 

Löiwa Egalånda!

Weil die meisten von euch das Mitteilungsblatt „Eghalånd Bladl“ abonniert haben und über alles detailliert nachlesen könnt, möchte ich mit meinem Bericht zum Ende kommen. Ich wünsche uns allen eine gesicherte Zukunft und beende mit dem Aufruf:

 

„Füar unna Hoimat wirkli(ch ålls!“

  

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