VERSCHIEDENES
Einmaliges Projekt des dt. - tsch. Zukunftfonds,
wo der "Bund der Deutschen - Landschaft Egerland" - Ortsgruppe Netschetin mitwirkte:
Die tschechische Gemeinde Nectiny, die katholische Kirche,
der Verband der örtlichen dt. Minderheit und die vertriebenen Netschetiner haben zusammengearbeitet:
Renovierungsarbeiten der
KIRCHE
St. Jakobus, der Ält.In Netschetin / Neètiny( Böhmen )
sind von außen fertig!

Wir danken allen Spendern recht herzlich für die Unterstützung.
Am 23. September A.D. 2001 wurde das Gerüst abgebaut, und unsere ganze Kirche hat sich wieder in voller Schönheit gezeigt.
Wie die Arbeiten verlaufen sind, kann man unten sehen

vom Wirschin kommend

Bilder aus der Fernsehsendung über die Abschlußfeier am 7.11.2001:

Pilsner Bischof Frantisek Radkovsky Frau Elfriede Sulkova in Egerländer Frauentracht
Bürgermeister von Nectiny, Jan Kremenák Pilsner Kinderchor
nach dem Gottesdienst, von links: Vors. Richard Sulko, Bgm. Jiri Kremenak, Bischof Frantisek Radkovský, Franz Bayer, P. Frantisek Liska

Ursprünglicher Spendenaufruf:
Im Westen Böhmens, etwa dreißig Kilometer nordwestlich von Pilsen liegt in einer märchenhaft schönen Landschaft das Städtchen Netschetin / Neètiny. Wenn man sich dem Ort nähert, fällt jedem sofort die Kirche ins Auge, die über Netschetin dominant emporragt. Das erste Gotteshaus wurde an dieser Stelle schon im Jahre 1290 erbaut, jedoch wurde sie von den Hussiten zerstört. Der Neubau wurde erst 1534 unter Hans Pflug von Rabenstein vollendet. Die jetzige Form bekam die Kirche im Jahre 1752, durch Maria Karolina Kokorzowa.
Das geistliche und kulturelle Leben wurde in Netschetin sehr stark gepflegt. Mehrere Vereine waren es, die das Leben vor allem in den dreißiger Jahren "farbiger" machten. Genannt werden sollte vor allem der "Bund der Deutschen in Böhmen", mit der hiesigen Ortsgruppe, gegründet im Jahre 1896. Sogar einer der früheren "Egerlandtage" fand in Netschetin statt.
"Tag des Egerlandes" war das Fest, das am 9. Und 10. September im Jahre 1933 für alle Egerländer ein großes Ereignis war.

Die deutsche Bevölkerung wurde im Jahre 1945-46 vertrieben, aber einige Deutsche konnten oder mußten bleiben. Die Kirche war für diese Menschen, die ihre Identität verloren hatten das letzte Stück der alten Heimat. Sie nahmen das schwere Schicksal an, und verstärkt durch den Glauben kamen sie auch auf ihre neuen Bewohner zu. Sie lernten mit der Zeit die Sprache der anderen und arbeiteten gemeinsam auch in den Zeiten des totalitären Systems fleißig, wie sie es auch gewohnt waren. Nun kam das Jahr 1989 und die Demokratie mit der Freiheit kam wieder zurück. Auch in Netschetin wurde das Leben anders. Im Jahre 1992 wurde nach fünfzig Jahren wieder der "Bund der Deutschen" , Ortsgruppe Netschetin gegründet. Sie pflegt seit Jahren nicht nur die egerländer Kultur, sondern bringt vor allem wieder den Reichtum der Vielfalt mit. Konzerte, Maiandachten, Muttertagsfeiern, Osterratschen, Volkstänze, Autorenlesungen; das alles sind kleine Beispiele der ehrenamtlichen Arbeit. Und die Kirche? Pflege um den Friedhof, Gottesdienste, hier zeigt die kleine Gruppe der Deutschen, daß sie auch dankbar sein kann. Ministranten bei Festen in egerländer Trachten, Pflege um die Kirche und Orgelspiel. Die Kirche lebt. Vor allem aber wollen die, die der Kirche für ihren Schutz dankbar sind, einem großen Ziel dienen: dem Zusammenleben aller Menschen, ohne daß man auf die Muttersprache des Nächsten Rücksicht nimmt. Seit drei Jahren kann man in der Kirche jeden Sonntag eine Lesung, das Evangelium und das Vaterunser in Deutsch hören. Wie müssen sich die Hl. Adalbert und Wenzl auf dem Hauptaltar freuen. Das ist eben der richtige Weg. Mit einem guten Beispiel, mit Frömmigkeit und Nächstenliebe sich wieder alle zu vereinen und in unserem gemeinsamen Haus Europa friedlich miteinander zu leben. Die Hilfe unseres Herrgotts werden wir aber zu diesem Vorhaben brauchen.
Deswegen wollen wir sein Haus wieder in einen würdigen Zustand bringen und dazu brauchen wir Hilfe.

In den Jahren 1991 - 1998 wurde in die Kirche aus den Mitteln des Staates, der Gemeinde, der Kirche und dank der Spenden etwa 1 Million Kronen investiert. Die Kirche hat ein neues Dach, die Statik ist gesichert und eine Entwässerung der ganzen Anlage folgte.

Auf diese Arbeiten soll die letzte Phase folgen: komplette Außenrenovierung der Kirche. Das Projekt ist fertig und rechnet mit einem neuen Außenputz, neuen Fenstern und Türen, sowie mit einer neuen Turmuhr. Zum Schluß kommt noch die nächtliche Beleuchtung dieses dominanten Gotteshauses, das schon mehrmals Filmleute bezauberte. Der Verwaltungsrat des Deutsch -Tschechischen Zukunftsfonds hatte bei seiner Sitzung am 14.-15.9.99 in München eine Unterstützung in der Höhe von 600 000 Kr. bewilligt.
Da die Gesamtkosten auf etwa 2 Millionen Kronen geschätzt werden, bitten wir um Hilfe eines jeden Menschen guten Willens.

Unterstützen Sie ein gutes Vorhaben, und wir werden Ihren Namen, wenn Sie möchten, an der Gedenktafel in der Kirche für die nächsten Generationen festhalten.
Dipl.- Ing. Jiri Kremenak, Bürgermeister, P. Frantisek Liska, Seelsorger,
Willibald Mülling, Ortsbetreuer SL, Richard Sulko, Vorsitzender BdD-LE


Bankkonto in Tschechien:
GE Capital Bank in Pilsen,
Konto Nr.150583352 / 0600 ( BLZ)
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Bankkonto in Deutschland:
Sparkasse Günzburg,
Konto Nr. 517300 BLZ: 72051840
Name:
Willibald Mülling/Kirchenrenovierung
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Wie die Arbeiten verlaufen sind:

Bilder nach der Beendigung der ersten Phase:

30.6.2001  
21.7.2001 12.8.2001
Der erste Verputz ist angebracht

Geruest auch innen, neue Fenster drinn

12.9.2001  
 
   
   
So lebt die Kirche in Netschetin:  

Hl. Wenzel auf dem Marktplatz

Lesung auf französisch
Tschechen, Egerländer, französische Pfadfinder Die Kirche ist wieder voll...

Die Gaben bringt das neu getaufte Mitglied unserer Gemeinschaft

Landliche Kirche, Weihrauch, egerländer Trachten, voll besetztes Haus.....
Lesungen in tschechisch und auf Deutsch - in Netschetin der Alltag

Gruppenbild mit dem Neugetauften Mario und den Egerländern

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