AKTUELL

Ich blieb alleine
Kommentar
( Herbsttagung der Landesversammlung 2006)
Richard Sulko

Vom 14. zum 15. Oktober 2006 tagte in Prag die „Arbeitsgemeinschaft deutscher Verbände“ und die „Landesversammlung“ ( LV). Zum erstenmal in der Geschichte dieser Versammlungen verließ gleich am Anfang des ersten Tages der zweiter Vizepräsident den Saal. Warum wählte ich diesen demonstrativen Abgang? Man arbeitet tatsächlich ehrenamtlich und im Interesse aller Deutschen im Lande sehr intensiv. Wenn man dann am Freitagabend nach dem „Arbeitswochenstress“ bei der Präsidiumssitzung noch Angriffe anhören muss und am Samstag früh geht’s wieder los und sehr viele Delegierte klatschen noch dazu, muss man ein wirklich sichtbares Zeichen setzen. Ich hatte ein Gefühl, dass ich sowieso bei der Satzungsänderung machen kann, was ich will, aber es ist anders entschieden worden. Das Argument „Du solltest am 3. 10. dabei sein“ kann ich nicht akzeptieren, denn ich kann mir als Berufstätiger binnen 5 Tage nicht Urlaub nehmen, wenn ich einen Kundenaudit in der Firma habe. Wenn man bei der Präsidiumssitzung dann noch hört „So wird es den Delegierten vorgelegt, denn wir haben sich sehr viel Mühe gegeben“ merkte ich, dass ich keine Chance zur Veränderung habe. Als ich am Sonntag dann die Abstimmung der Änderung der Satzung sah, musste ich wieder leider zur Kenntnis nehmen, dass die Delegierten fast einstimmig ( die einzige Gegenstimme war die meine) z.B. das Tor für eine Vertretung der etwa 9400 Deutsche aus dem Aussiger Bezirk  bei der Landesversammlung zugeschlagen haben. Diese Deutsche haben einfach Pech, dass sie dem „Kulturverband“ angehören. Es ist noch nicht alles verloren, die neue Leitung des KV fängt schon gut zu arbeiten und näher sind wir uns auch gekommen. Schade, dass die Delegierten nicht die von mir gewünschte Großzügigkeit zeigten. Ich verstehe auch, dass die LV durch die 15 Jahre sehr erfolgreiche Arbeit Bedingungen dem stellt, der beitreten will, oder könnte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei der Gründung der LV aus ähnlichen Prinzipien ausgegangen ist. Ja, es stimmt, dass man 15 Jahre älter und erfahrener sind aber meine Aufrufe an alle Delegierten, mit den Zeitungsartikeln in der Presse brachten nichts. Es tut mir leid für die ganze Minderheit. Es tut mir vor allem leid, dass mein Vorschlag für die geheime Abstimmung mit viel „Geschrei“ von vielen Delegierten „abgeschmettert“ wurde. Das hätte  ich wirklich nicht erwartet. Die Zukunft wird zeigen, ob man mit der neuen Satzung wirklich die demokratischen Prinzipien erfüllt, oder ob sie nur ein gutes Instrument für manche nach der Macht gierigen Funktionäre wird. Ich bin aber ein Optimist und hoffe, dass alles gut ausgeht.. Diese Zeilen sollen als eine Beichte denen dienen, die ich enttäuschte, denn ich versuchte wirklich mein Bestes zu tun, aber die Zeit für eine Vereinigung ist scheinbar wirklich noch nicht reif.....

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