BERICHTE

 

Eine harmonische Wallfahrt mit Geocaching.

(Maria Stock 1. Mai 2010)

Richard Sulko

 „Nicht aufgeben!“. Unter diesem Motto stand auch die diesjährige Deutsch- tschechische Wallfahrt nach Maria Stock. Da Pilsner Bischof Radkovský verhindert war, konnte man ein „neues Gesicht“ gewinnen können: unser neuer Pfarrer P. Pavel Zednícek, OMI, der in Deutschland studierte und jetzt in Plasy,  etwa dreißig Kilometer nördlich  von Pilsen seinen „Domizil“ hat, sagte zu. Die Zusammenarbeit zwischen dem Prämonstratenser Kloster in Tepl, dem Verein „Unter dem Dach“ und den Deutschen aus Netschetin hat wieder sehr gut funktioniert, wir sind inzwischen schon ein sehr gut „eingespieltes“ Team geworden. Kurz nach zehn Uhr startete die Prozession mit etwa siebzig Teilnehmern. Mit einem sehr guten Deutsch und menschlich vorgetragenen gebeten und Ansprachen bei den Stationen gewann P. Pavel sofort die Herzen der Pilger. Gerade junge Pilger aus Deutschland fühlten sich angesprochen. So etwas habe ich nach der Wallfahrt zum ersten mal gehört. Pünktlich um elf startete der Gottesdienst in der Wallfahrtskirche. Wechselnd in Deutsch und Tschechisch verging der Gottesdienst sehr harmonisch und fließend. Aus der Predigt, dich ich ins Deutsche übersetze, merkten wir uns alle mit Sicherheit die Geschichte zum Schluss: Eine große Schuhfirma sendete einen Geschäftsmann nach Afrika um nach neuen Märkten zu suchen. Als er ankam, rief er sofort die Firma an: „Herausgeschmissenes Geld, hier laufen alle barfuß!“ Die Firma hat vorsichtshalber noch einen anderen Man hingeschickt und der meldete sich mit Worten: „Geschäft des Jahres, die größten Marktchancen: hier laufen alle Menschen ohne Schuhe herum!“.

Nach diese Geschichte erklärte P. Pavel, dass auf eine gleiche Sache zwei Menschen zwei verschiedene Ansichten haben können, wie es eben in der Geschichte erzählt wurde. Er zog ein Gleichnis mit der Stocker Wallfahrtskirche, in der er zum ersten mal war: „da kann jemand denken, die Kirche ist ausgeplündert und zum Verfall preisgegeben“, aber ein anderer kann andere Meinung haben: „ein Wunder, was alles schon in dieser ausgeraubten Kirche in den letzten Jahre gemacht worden ist!“ P. Pavel gab und auf den Weg nach Hause die Aufgabe, als Christen und Optimisten aus dem Glauben den zweiten Gedanken über die getaner Arbeit in Maria Stock nach Hause mitzubringen und allen über dieses Wunder zu erzählen.

Nach dem Gottesdienst versammelten wir uns noch am Lagerfeuer, wo man etwas Warmes zu Essen bekommen konnte und ein kaltes Getränk stand auch zur Verfügung. Auch bei dieser Wallfahrt war wieder das erste tschechische Fernsehen dabei und der Leader der Wahlliste der einzigen christlichen Partei, Doc. JUDr. Pavel Svoboda, D.E.A., de sich Ende Mai zu Wahlen stellen wird. Jeder konnte ihn nach seinen Sorgen ausfragen. Eine Neuigkeit hat mein Sohn entdeckt: auch in Maria Stock ist eine Hülle für die versteckt, die „Geocaching“ lieben. Eine sehr beliebte Art zu wandern, mit Verbindung mit der neuesten Technik. Es waren schon viele Eintragungen in dem Papierblock zu finden, auch von deutschen Besuchern. Wieder also etwas Neues in Maria Stock, so wie die neue starke Wasserquelle, die direkt auf der Straße overhalb der Kirche entsprang. Ob es eine neue Heilquelle wird?

 

 

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