AKTUELL

Einmarsch der Trachten nach mehr als 65 Jahren
( Musik kennt keine Grenzen 2005 in Falkenau)
Måla Richard

Eine Provokation am Anfang...

Am 6. August des Jahres 2005 kamen wieder Freunde der egerländer Blasmusik, des egerländer Kulturgutes und Freunde der Kultur der „Choden“ aus der Nähe von Taus ( Domazlice) nach Falkenau ( Sokolov), um schon zum vierzehntemal! das Konzert „Musik kennt keine Grenzen“ zu besuchen. Das Programm, was für zwei und viertel Stunde geplant wurde, ist zum tollen Erlebnis für die geworden, die kamen. Und es kamen einige Gäste: bis aus Iserlohn kam der „Bundesvüartäiha“ des „Bundes der Eghalånda Gmoin“ Günther Müller mit Frau, sein Stellvertreter Helmut Kindl mit Tochter, Vater und Tante aus Ingolstadt und bis aus Wasseralfingen kam unser alter Freund Karl- Heinz Seufferle mit seiner Tochter Heike. Schade, das von unseren Ortsgruppen außer Falkenau ganz wenig Gäste kamen: Nur aus Netschetin kamen etwa zwölf Leute und aus Eger und Karlsbad paar Mitglieder. Schade, weil so ein Niveau und die Überraschung am Anfang erlebten wir noch nicht. Für die älteren Mitglieder wollte ich eine Freude bereiten und deswegen bekam ich die „teuflische Idee“: Wir marschieren in Trachten in den Saal hinein mit dem „Egerländer Marsch“. „Egerländer Marsch“ war sogar in der ersten Republik verboten, weil er „provokativ“ wirkte. Mit der Verbindung mit den weißen Strümpfen der egerländer Trachten und dem stolzen Marsch war er und ist er ein Zeichen der stolzen Egerländer und später auch Sudetendeutschen allgemein bis heute geblieben. Unsere Mitglieder, die nach dem Kriegsende nicht einmal Deutsch als Verständigungssprache in der Öffentlichkeit benutzen konnten, konnten also einen „Egerländer Marsch“ erst wieder nach der Wende in Deutschland erleben. Wir machten also diesen vor allem alten Menschen, die kein leichtes Schicksaal hattenm, ein wenig Freude. Und es war eine gelungen Sache: Nach dem sich etwa achtzehn Egerländer in ihrer Tracht vors Podium hinstellten und alle klatschten im Rhythmus von diesem Marsch, verstand ich vor allem in diesem Raum die Wirkung, die dieser Marsch hat!

 

Abwechslungsreiches  Programm

Die leitende Kapelle kam diesmal aus Waldkraiburg. Die „Egerländer Blaskapelle Waldkraiburg“ zeigte nicht nur, dass sie spielen kann, sondern dass sie auch den Zusammenhalt aller Egerländer und Freude der Begegnung mit uns, den „verbliebenen“ Egerländern mehr schätzt, als nur ein „dickes“ Honorar. Ein „Vagelts Gott“ nach Waldkraiburg! Die zweiten an der Reihe kam die Volkstanzgruppe des „Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland“: „Die Målas“. Mit drei egerländer Volkstänzen erfreute sie die Zuschauer. Was wäre dieses Konzert ohne unserer Zitherspielerin Bertl Ruzicka aus Neudek? Auch sie konnte wie egerländer, so auch „arzgebirgische“ und instrumentale Werke aufführen. Eine tolle Abwechslung brachte die „Folkloregruppe Marjánek“ aus Marienbad. Mit ihren Tänzen und Gesangsreihen aus dem „Chodenland“ war sie nicht nur eine schöne Abwechslung, sondern auch ein Zeichen der freundlichen Zusammenarbeit. „Marjánek“ besuchte zum erstenmal auch das „Bundesjugendtreffen“  der „Egerland- Jugend“ heuer in Schlitz und einige Mitglieder kamen auch nach Tepl, zu der Grabpflege. Es sind gerade junge Menschen, die die Zukunft unserer Länder sind und die die Verständigung unserer Völker verwirklichen werden. Zum Schluss soll noch den Geldgebern gedankt werden: dem Kulturministerium der CR und der Firma ENSINGER aus Dobrany ( Dobrzan- Wiesegrund). Ein schöner, farbiger und gelungener Nachmittag!

Bertl Ruzicka beim Auftritt

"Marjánek" und "Schusterreihe"

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