AKTUELL
Eine
Provokation am Anfang...
Am 6. August des Jahres
2005 kamen wieder Freunde der egerländer Blasmusik, des egerländer Kulturgutes
und Freunde der Kultur der „Choden“ aus der Nähe von Taus ( Domazlice) nach
Falkenau ( Sokolov), um schon zum vierzehntemal! das Konzert „Musik kennt
keine Grenzen“ zu besuchen. Das Programm, was für zwei und viertel Stunde
geplant wurde, ist zum tollen Erlebnis für die geworden, die kamen. Und es
kamen einige Gäste: bis aus Iserlohn kam der „Bundesvüartäiha“ des
„Bundes der Eghalånda Gmoin“ Günther Müller mit Frau, sein
Stellvertreter Helmut Kindl mit Tochter, Vater und Tante aus Ingolstadt und bis
aus Wasseralfingen kam unser alter Freund Karl- Heinz Seufferle mit seiner
Tochter Heike. Schade, das von unseren Ortsgruppen außer Falkenau ganz wenig Gäste
kamen: Nur aus Netschetin kamen etwa zwölf Leute und aus Eger und Karlsbad paar
Mitglieder. Schade, weil so ein Niveau und die Überraschung am Anfang erlebten
wir noch nicht. Für die älteren Mitglieder wollte ich eine Freude bereiten und
deswegen bekam ich die „teuflische Idee“: Wir marschieren in Trachten in den
Saal hinein mit dem „Egerländer Marsch“. „Egerländer Marsch“ war sogar
in der ersten Republik verboten, weil er „provokativ“ wirkte. Mit der
Verbindung mit den weißen Strümpfen der egerländer Trachten und dem stolzen
Marsch war er und ist er ein Zeichen der stolzen Egerländer und später auch
Sudetendeutschen allgemein bis heute geblieben. Unsere Mitglieder, die nach dem
Kriegsende nicht einmal Deutsch als Verständigungssprache in der Öffentlichkeit
benutzen konnten, konnten also einen „Egerländer Marsch“ erst wieder nach
der Wende in Deutschland erleben. Wir machten also diesen vor allem alten
Menschen, die kein leichtes Schicksaal hattenm, ein wenig Freude. Und es war
eine gelungen Sache: Nach dem sich etwa achtzehn Egerländer in ihrer Tracht
vors Podium hinstellten und alle klatschten im Rhythmus von diesem Marsch,
verstand ich vor allem in diesem Raum die Wirkung, die dieser Marsch hat!
Abwechslungsreiches
Programm
Die leitende Kapelle kam diesmal aus Waldkraiburg. Die „Egerländer Blaskapelle Waldkraiburg“ zeigte nicht nur, dass sie spielen kann, sondern dass sie auch den Zusammenhalt aller Egerländer und Freude der Begegnung mit uns, den „verbliebenen“ Egerländern mehr schätzt, als nur ein „dickes“ Honorar. Ein „Vagelts Gott“ nach Waldkraiburg! Die zweiten an der Reihe kam die Volkstanzgruppe des „Bundes der Deutschen – Landschaft Egerland“: „Die Målas“. Mit drei egerländer Volkstänzen erfreute sie die Zuschauer. Was wäre dieses Konzert ohne unserer Zitherspielerin Bertl Ruzicka aus Neudek? Auch sie konnte wie egerländer, so auch „arzgebirgische“ und instrumentale Werke aufführen. Eine tolle Abwechslung brachte die „Folkloregruppe Marjánek“ aus Marienbad. Mit ihren Tänzen und Gesangsreihen aus dem „Chodenland“ war sie nicht nur eine schöne Abwechslung, sondern auch ein Zeichen der freundlichen Zusammenarbeit. „Marjánek“ besuchte zum erstenmal auch das „Bundesjugendtreffen“ der „Egerland- Jugend“ heuer in Schlitz und einige Mitglieder kamen auch nach Tepl, zu der Grabpflege. Es sind gerade junge Menschen, die die Zukunft unserer Länder sind und die die Verständigung unserer Völker verwirklichen werden. Zum Schluss soll noch den Geldgebern gedankt werden: dem Kulturministerium der CR und der Firma ENSINGER aus Dobrany ( Dobrzan- Wiesegrund). Ein schöner, farbiger und gelungener Nachmittag!
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