AKTUELL
Das schönste Konzert in 15 Jahren
( Musik
kennt keine Grenzen 2006 in Chodau)
Richard Sulko
Am 12 August 2006 feierte der „Bund der Deutschen- Landschaft Egerland“
ein kleines Jubiläum: zum fünfzehntenmal!
fand das Konzert „Musik kennt keine Grenzen“ statt. Die größte
kulturelle Maßnahme bei den Egerländern im Westen Böhmens unterstütze
diesmal nur das Kulturministerium der Tschechischen Republik und die Firma
ENSINGER aus Dobrzan ( Wiesengrund). Die Fahrtkosten für eine Gruppe hat
freundlicherweise die Stadt Chodau übernommen. Und es ist gerade die Stadt
Chodau, die zu unserem „Bund“ ein freundliches Verhältnis schon jahrelang
hat. Man konnte das an der Tatsache erkennen, dass auch der Bürgermeister
Dipl.- Ing. Josef Hora zu uns sein Grußwort sprach. Diese Maßnahme wurde im
Rahmen des „Laurentius- Festes“ eingeplant, denn bei so einem Tag kommen
sehr viel Besucher und wir wollen ja einem breiten Publikum unser Kulturgut,
sowie Verständigung und Freundschaft präsentieren. Nach dem die
„Leitgruppe“ für diesen Nachmittag, die „Egerländer
Musikanten Ebelsbach“, unter der Leitung von Stefan Krines ihren egerländer
Einmarsch vom Ernst Mosch brachte, konnte in
meinem Grußwort außer dem Chodauer Bürgermeister eine Reihe von Ehrengästen
und Freunden begrüßen: aus Deutschland den „Bundesvorsitzenden des ´Bundes
der Eghalånda Gmoin“ Günther Müller mit Gattin und seinen Stellv.
Helmut Kindl, aus Wasseralfingen kam unser Freund Karl- Heimz Seufferle mit
Tochter Heike, es kamen die Mitglieder der „Eghalånda Gmoin“ aus
Waldsassen, sowie mehrere Vertreter der Ortsgruppen vom „Bund der
Deutschen“: aus Wildstein Marie Zima, aus Eger die Stellv. Vorsitzende Krista
Hruba, aus Karlsbad die dortige Vorsitzende Irene Kasák, aus Chodau Brigitte
Svec und aus Netschetin Frau Elfriede Sulko. Die Wettervorhersage war für
diesen Samstag katastrophal aber umso mehr ist dieser Nachmittag gelungen, denn
die Sonne schien die ganzen zwei Stunden. Der Bänke auf dem Marktplatz waren
komplett besetzt und um den ganzen Marktplatz versammelten sich hunderte von
Menschen. Das Publikum bildeten nicht nur unsere tschechischen Mitbürger,
sondern reichlich auch Deutsche. Das merkte man beim Gesang, die die Blaskapelle
aus Ebelsbach in Deutsch vortrug. In der ersten Hälfte trat auch unsere
Volkstanzgruppe „Die Målas“ auf, mit vier Tänzen: „Die
Sternpolka“, „Hånnaputntånz“, „Af Matzlbåch bin i g´foarn“
und „Schäi(n lustigh u kerngout“, sowie mit dem „Pflichtlied“ aus dem
„Bundesjugendtreffen der Egerland- Jugend“ 2006: „Woiß a Bankl a kloins“.
In der zweiten Hälfte kamen unsere tschechischen Freunde aus Marienbad,
die Folkloregruppe „Marjánek“: Mit einer Reihe aus „Choden- Tänzen- und
Liedern“ begeisterte sie die Zuschauer. Für uns hatte der Nachmittag noch
einen ganz besonderen Wert: zum erstenmal begegneten wir den Frantisek aus
Aussig, der seinen egerländer Vorfahren treu seine egerländer Tracht anhatte.
Ein tolle Begegnung, die zum Mittanzen in unserer Tanzgruppe führen soll!
Einen nicht schönen Beigeschmack hatte diese sehr gelungene Maßnahme aber
jedoch: die finanziellen Mittel mussten wir, ehrenamtliche Mitarbeiter sehr mühevoll
auftreiben. Dabei haben wir mit dieser wunderschönen Atmosphäre beim Konzert
zwischen dem tschechischen und deutschen Publikum in Sache Völkerverständigung
viel mehr geleistet, als manche „Profipolitiker“ jahrelang.
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