Unter Egerländern
(18. Musik kennt keine Grenzen)
Richard Sulko
Am dritten
Wochenende im September 2009 kam wieder die Zeit, in der die „Egerländer
wandernden Musikanten“ auf ihre Wanderung durchs Egerland gingen. Auch heuer
boten sie den Zuschauern ein reichhaltiges fast zweistündiges Programm an:
Mit vier Tanzpaaren wurden egerländer Volkstänze präsentiert, zwei
Zitherspiele und drei Dudelsäcke mit Klarinette und egerländer Hackenharfe
ergänzten das Erlebnis zum vollkommenen Genuss. Die Tanzpaare bildete die
egerländer Volkstanzgruppe „Die Målas“, Zither beherrschten Berta Ruzicková
und Berti (Vojtech) Sulko und als ganz besondere Gäste kamen aus Reichenbach
a.d. Fils das Ehepaar Andrea und Gerhard Ehrlich zu uns.
Der erste
Auftritt fand am Samstag statt, in Falkenau a.d. Eger. Im Restaurant des
Bergarbeiterheimes waren alle Plätze besetzt und als wir zum Schluss kamen,
wollten die Leute überhaupt nicht nach hause gehen. Sie sangen weiter
egerländer Weisen, als wir unsere Instrumente packten und uns in Richtung
Karlsbad auf den Weg machten. Ich möchte mich recht herzlich bei Frau
Marianne Vanková für ihr Engagement bedanken, mit der sie diesen Nachmittag
mitorganisierte. Auf die Falkenauer kann man sich halt verlassen! Nach den
„Strapazen“ mit der Stadtpolizei und der Bewilligung zur Einfahrt ins
Kurviertel zu Karlsbad kamen wir dann endlich beim „Egerländer Hof“ am
Schlossberg am Vorabend an. Nach dem geschmackvollen
Abendessen genossen wir dann den Abend mit dem „Duo Ananas“ und
gingen aber rechtzeitig ins Bett. Der Sonntagmorgen gehörte pflichtgemäß dem
Gottesdienstbesuch. Für uns war es ein ganz besonderes Erlebnis in der Maria
Magdalena – Kirche am Sprudel in egerländer Tracht teilnehmen
zu dürfen. Der folgende Spaziergang durch die Straßen von Karlsbad
wurde durch viele Kurgäste gekennzeichnet, die uns entweder ansprachen, oder
sich mit uns wenigstens „oofotografiert“ haben. Um zwei Uhr Nachmittag ging
dann das Programm im Egerländer Hof los. Mit dem Schlusslied „Kein schöner
Land“ und mit verbundenen Händen zwischen Deutschen und Tschechen ein
wirklich rührender Abschluss. Schade, dass unser Bus schon ganz nervös
wartete, denn es wurde weiter musiziert. Die Bertl Ruzicka kann ja Karlsbad
nicht verlasse, ohne das Lied „Ma(n Karlsbåd“ zu singen.
Eine
gelungene Maßnahme, zum Erhalt des Deutschtums im Egerland!




