BERICHTE
In einem anderen Artikel konnte ich über Maiandachten
berichten die die Ortsgruppe Netschetin – Preitenstein bei Netschetin
organisierte. Ich berichtete in diesem Artikel, wie meine Stimmbänder nach den
drei Litaneien schön erwärmt für den Muttertag waren, der am denselben Tag
angesagt wurde. Dass es aber durch die vielen gesungenen heiligen Texte zu einem
„Muttertagrekord“ kommt, konnte keiner ahnen. Mir scheint so, als ob bei der
Kapelle im Wald über Netschetin eine Nachtigall vorbei geflogen ist und weil es
ihr scheinbar gut gefallen hat, wie wir uns mit dem Gesang plagten, hat sie uns
für diesen Nachmittag, Abend
und
die Nacht ihre Stimme geborgt. Was ist passiert? Um sechzehn Uhr des siebzehnten
Mai 2008 begann unsere Muttertagfeier. Alles hat so ruhig mit sieben Leuten und
mit dem beruhigenden Klang der Zither angefangen. Zitherspieler Jan Zahrádka aus
Konstantinsbad wechselte
immer mit meinem Sohn Berti ab und ich dürfte für die Mütter einige Gedichte und
Erzählungen vortragen. Nach einer Stunde Programm ging die Tür auf und der Onkel
meiner Frau aus Nordböhmen kam mit seiner Frau in die Stube. Es dauerte nicht
lange und es kamen weitere und weitere unerwartete Gäste. Zwanzig Menschen
konnte ich zwei Stunden nach dem Beginn zählen. Scheinbar war es das „stamperln“,
was ich für die Mütter und nicht nur für sie bestellte, aber auf einmal ging das
„Wirtshaussingen“ so richtig los: Der Verstärker wurde hochgefahren und ein
internationales singen fing an: von eghalåndrischen, erzgebirgischen, über
tschechische bis zu den russischen Liedern: „Döi Fetzan san g´flöign u dear
Kråch hout ålla Spinnawia(b wegblåust“. Wie in den alten Zeiten gehörte das
Wirtshaus uns und als wir um die Mitternacht das Haus verlassen haben, war
unsere „egerländer Seele“ zufrieden: „Sua kinna nua(r d´Eghalånda feian!“
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