BERICHTE
Osterfeiertage 2008 vielen zwei Tage nach
Frühlingsbeginn. Dass es aber so einen „wilden“ Frühlingsanfang geben wird,
erwartete keiner. Am Gründonnerstag waren auf der „Hauptverkehrsader“ in Böhmen,
der D1 bei Humpolec mehr als hundert Fahrzeuge an einer Massenkarambolage
beteiligt. Mit Sorge dachte ich an unser „Osterprogramm“,
als
wir am Freitagabend Richtung Netschetin fuhren. Am Bord war unser egerländer
Freund Frantisek aus Aussig, der sich schon zum zweiten Mal unsere
„Ostertreiben“ nicht entgehen lies. Den Freitagabend verbrachten wir dann mit
dem strategischen Gespräch, wie die Route am nächsten Tag aussehen wird. Nicht
vergessen wurde die wichtige innere Schmierung von unseren Gelenken. Um sechs
Uhr in der Früh wachte ich aus einem Bösen Traum auf uns schaute aus dem
Fenster: überall lag Schnee!
Aus dem Schlaf wurde nichts mehr und so konnten wir
diesmal rechtzeitig loslegen. Diesmal waren wir schon nach drei Hausbesuchen
erfolgreich: vier „Stamperl“ erwärmten unsere Körper schon. Mit schweren Beinen
sind wir „in den Häuslen´´affegråbblt“
und
ziemlich verschnauft erreichten wir die „Muttergottes – Kapelle“ im
„Tiergarten“. Dort beteten wir den ersten „Engel des Herrn“. Heuer sind wir
ausnahmsweise nicht am „grünen Kreuz“ vorbeimarschiert. Wir wählten den sehr
steilen Weg vom „Wawataich“ direkt auf´s „Neustadl“. Nach dem Gebet bei der
dortigen Kapelle und den Besuchen kletterten wir weiter nach oben: auf die
Burgruine „Preitenstein“ wählten wir unser Raststätte. Die letzte „Station“ an
diesem Tag wurde wie immer bei „Målas“. Wir stärkten uns mit einer heißen Suppe
und fuhren mit meiner Mama zurück nach Netschetin. Zwei Stunden „Ruhezeit“ wurde
angesagt, denn es erwartete uns noch eine Prämiere: Besuch des „Karsamstag –
Gottesdienstes“ in Manetin. Weil das Verhältnis der Manetiner zu den Egerländern
aus Netschetin zu Wünschen übrig lässt, wollte ich nicht hinfahren, aber weil
wir zum ersten Mal unsere „Pascha-
Kerze“ segnen lassen wollten und Frantisek in Tracht dieses Erlebnis vollkommen
erleben möchte, habe ich ihm nicht im Stich gelassen. Und damit hatte die
wunderschöne „Johannes der Täufer“ Kirche in Manetin eine Prämiere erlebt: zwei
Egerländer „Boum“ am Altar: der einer sang die Psalme und der andere stand wie
aus Eichenholz geschnitzt ein und halb Stunde die Netschetiner Kerze haltend vor
dem Altar.
Sonntagnachmittag gehörte dem Fest Auferstehung
Christi. Egerländer Ministranten, egerländer „Weihrauchspezialist“ und
Familienbegegnung in der Netschetiner „Stammkneipn“ krönten diese schönen Tage.
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