BERICHTE

 

„Ratschnboum“ der drei Generationen
(Ostern 2010 in Netschetin)
Richard Sulko

Ostern 2010 waren in unserer kleinen Gruppe der Egerländer aus Netschetin und Umgebung im Zeichen von Begegnungen der Generationen. Etwas ganz besonderes konnten heuer die „Ratschboum“ erleben: Drei Generationen von „Klapperbuben“ machten sich am Karsamstag auf den Weg. Schon um acht Uhr starteten sie von der Familie Waldstein aus: Opa Sulko, Vater Sulko und Sohn Sulko mit dem Onkel Vojtech, Vetta Frantisek und Schwiegersohn Martin. Eine Rekordzahl. Ob auch das diesjährige „ratschgehen“ auch so erfolgreich sein wird? In Netschetin machten wir drei Besuche und dann ging es mit dem Kinderwagen steil hoch, zu der Kapelle „im Tiergarten“. Dort beteten wir den ersten „Engel des Herrn“. Am „Wawateich“ erlebten wir eine Überraschung: er wurde gerade ausgefischt. Am Lagerfeuer unterhielten wir uns mit einem Fischer und er erklärte uns, warum gerade jetzt die Fische ausgeholt werden: der „Wawateich“ dient wegen seiner Tiefe nämlich als natürlicher Schutz in der Winterzeit und die Fische werden an dem Tag noch in die anderen Teiche gebracht. Vom „Wawateich“ ging der Weg wieder nach oben, nach Deutsch – Neustadl. Dort besuchten wir wieder zwei Deutsche und beteten bei der „Muttergottes – Kapelle“. Am Preitenstein machten wir in dem dortigen „Tante Ema Laden“ unsere erste größere Rast und es ging weiter Richtung Plachtin.  Beim „Vein-Kreuz“ kam wieder der „Engel des Herrn“  und vorletzte Halt kam bei „Gowas“. Dann kehrten wir bei „Målas I“ ein und um etwa ein Uhr waren wird endlich bei Målas II angekommen.  Der Nachmittag gehörte dann der Erholung nach dem anstrengendem Marsch und „Würstchenbraten“ am Lagerfeuer. Ostersonntag: Der „Nuana- Opa“ Måla Richard konnte seine Geschicklichkeit zeigen und wie sein Vater für das Enkelkind eine Osterrute flechten. Es waren dann drei von der Sorte: eine für den Opa, eine für den Vojtech und eine für den Richard V.  Das festliche Mittagessen wurde in unserer „Egerländer Stubn“ organisiert: mit zehn Familienangehörigen ein wirklich schönes Generationentreffen, mit diesmal vier! Generationen. Das festliche Menu: Ganz, Blaukraut, „Puatzla“ und Pilsner Urquell stärkte uns für den christlichen Höhepunkt: den Besuch der feierlichen heiligen Messe mit unserem P. Frantisek Liska. Egerländer in ihren Trachten und Weihrauch in unserer Dorfkirche mit dem „Pflichtbild“ auf dem Netschetiner Friedhof gehört schon Jahren zu unserem egerländer Osterfest. Heuer wurde die schönen Stunden noch ein wenig verlängert: ich lud unseren Pfarrer nach dem Gottesdienst ins Gasthaus ein, wo wir uns noch unterhielten. Danach setzten wir noch in unserer „Stubn“ die Diskussionen mit unserem Priester fort und es war ein lehrreicher Nachmittag, der erst um sechs Uhr Abend endete. Zum Schluss des Tages besuchten wir noch die Mama und dann war schon die Zeit ins Bett zu gehen, denn morgen wird der Gottesdienst in Wirschin besucht.

 

 

zurück