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Zerstörte Kapelle in Netschetin neu eingeweiht!
Interview mit Herrn Kapr von Richard Sulko

 

Netschetin, den 13 Mai 2007, 14.30 Uhr: Es startet die „Neugeburt“ der Kapelle „Pieta“, die an der Ausfahrt an der rechten Seite der Straße Richtung Preitenstein liegt. Ich wende mich an Herrn Jiri Kapr, der als die treibende Kraft gemeinsam mit dem Verein „A je to“ ( Und es ist) schon die zweite Kappelle im Raum Netschetin rettete:

RS:: Welche Gefühle haben sie, wenn sie sehen, dass ihr weiteres Werk erfolgreich abgeschlossen ist und gerade gesegnet wird?
JK: „Ich habe die besten Gefühle. Es ist ein Erfolg nicht nur von meiner Person, sondern aller, die sich an diesem Bau beteiligt haben. Es freut mich auch sehr, dass der Verein „A je to“ als solcher funktioniert.

RS: Welche Institutionen und Menschen haben Ihnen bei ihrem Vorhaben am meisten geholfen?
JK: Neben dem Bezirk Pilsen hat sich maßgebend auch die Gemeinde Netschetin beteiligt. Ohne Belohnung haben Leute an dieser Kapelle 450 Stunden abgearbeitet. Baumaterial spendete die Gemeinde Netschetin. Die Innenausstattung brachten einige Spender aus Netschetin.

RS: Wer hat eher dagegen gewirkt?
JK: Bei dieser Maßnahme keiner.

RS: Was war an dem Neubau das schwierigste?
JK: An der ersten Stelle das Sichern der notwendigen Gelder. Es wurden auch ganze drei Jahre gebracht, bis die Kappelle fertig wurde.

RS: Haben die früheren deutschen Bewohner von Netschetin in ihrem Projekt eine Rolle gespielt? Wenn ja, welche?
JK:  Mit der Hilfe vom Herrn Bayer haben wir einige Informationen aus der jüngsten Vergangenheit erfahren können. Auf die Idee kam ich, als ich alte Militärkarte aus dem Jahre 1872 sah, wo diese Kapelle „Pieta“ eingezeichnet war. Ganz interessant war auch die Geschichte, warum die Netschetiner Bürger damals eine Kapelle mit der Kopie der Netschetiner Pieta gebaut haben.

RS: Gibt es etwas Interessantes in diesem Projekt, was sie den Lesern der „Landeszeitung“ nicht vorenthalten möchten?
JK: In einem „Wirtshausgespräch“ kam auch das Thema auf den Tisch, wer die Kapelle zerstört hat und wer sie wieder aufbauen soll. Die Nachkommen derer, die sie zerstörten haben sich gegenseitig Vorwürfe gemacht, bis der bekannte Satz kam: „Es ist nicht wichtig, wer sie zerstörte, sondern wer sie wieder aufbaut!“

RS: Können sie ein paar Worte über ihre weiteren Projekte erzählen, die sie mit dem Verein „A je to“ erfolgreich abgeschlossen haben?
JK: Neben der ersten Maßnahme, der Mutter – Gottes Kapelle im Tiergarten können wir stolz auf die Aufräumung der Burg Preitenstein, auch wenn einige Leute damit nicht gerade einverstanden sind. Dazu kommt noch der Naturschutz in Frage, weil dort der Raubvogel „Rohrweihe“ (Circus aeruginosus) nistet.    

RS: Welche Projekte planen sie für die Zukunft?
JK: Es läuft gerade das Projekt „Kirchentreppe“ an, mit dem wir im nächsten Jahr beginnen möchten.

RS: „Ich danke Ihnen für ihre Antworten und für Ihre Zeit“

 

P. Frantisek Liska segnet die Kapelle

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