AKTUELL
Feierstunde in Rehau
Richard Sulko
Am Donnerstag, den 8. Mai fand in Rehau, nicht weit von Asch (
As) entfernt, eine Feierstunde statt. Der Peter Brezina vom
„Heimatverband des Kreises Asch“ lud mich ein. Ich fuhr gerne
hin, denn Peter gehört zu den treuesten, die unsere Einladungen
auch immer folgen. Es war ein schöner, sonniger 8. Mai. In der
Tschechischen Republik war ein Feiertag, aber ich sollte ihn ganz
anders erleben. Vormittag wollte ich Zuhause meine Verbandspost
erledigen, dann in Netschetin meine Tracht anziehen und
hinfahren. Es kam aber alles anders. Am Mittwoch Nachmittag
stellte ich fest, daß noch sehr viel in meiner Arbeit zu
erledigen ist. Weil ich am Montag Vormittag nach Prag zu einer
Messe fahren und dort bis Donnerstag bleiben muß, war die
Entscheidung klar: ich muß in die Arbeit gehen. Und so
verbrachte ich den ganzen Tag, von acht Uhr bis halb zwei am
Arbeitstisch. Die Tracht mußte ich vergessen und schnell nur im
Anzug, so wie ich war, nach Deutschland eilen.
Um halb fünf war ich in Rehau und die Feierstunde konnte
beginnen. Der Bürgermeister der Stadt Rehau, Edgar Pöpel
begrüßte nach einem Musikstück die Gäste unter denen der
Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und
Kultur, Hans Zehetmair war. Der hat dann auch die Festansprache
gehalten. Nach der Ansprache wurde der Familie Walter, die ihre
Puppensammlung an die Stadt Rehau verschenkte, die
Verdienstmedaille der Stadt verliehen. Es folgten die Dankesreden
der Familie Walter und der Stiftung „Ascher Kulturbesitz“,
dessen 1. Vorstand, Kurt G. Fischer als letzte ans Gesprächspult
kam.
Nach dem Programm im Rathaus fuhren wir zum Museum am Marktplatz.
Der Architekt Günter Hornfeck überreichte die Schlüssel und
Pfarrer Buckel mit dem Pater Charles John führten den
geistlichen Segen durch. Danach stürmten wir schon ins Museum
hinein. Es ist eine riesige Anlage, voll von Spielzeugen und
Heimatsammlungen. Ich selber erkannte sogar einige Gegenstände,
mit denen als Kind spielte, weil ich Spielzeug auch von
Deutschland von meiner Oma hatte. Das Archiv des Kreises Asch ist
eine sehr gute Einrichtung, die sicher auch uns aus der Heimat
behilflich sein kann. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was nur
z. B. der Umzug aus Selb für „Nerven“ den Peter und anderen
ehrenamtlichen Mitarbeitern kostete. Er wohnt ja in München und
das ist doch ein wenig weit!
Ich machte noch paar Bilder und mußte nach Hause fahren, denn
ich brauchte noch nach Eger fahren. Manchmal dauert es an der
Grenze eben ein wenig länger, bis man sie passiert hat.
Ich wünsche dem Museum und dem Archiv viele Besucher und Erfolg
für die kommende Zeit!
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