AKTUELL
Historisches
Ereignis in der Stadt Eger – die Erzdekanalkirche St.-Niklas erhält nach mehr
als 60 Jahren neue Türme:
Eger, Juli 2008
Jürgen Rak, OG Eger
Geschichte der Kirche in Kürze:
1150: Baubeginn; 1220 Abschluss der Bauarbeiten an der romanischen
Stadtkirche St. Niklas. 1258: Kirchenpatronatsübernahme durch den
deutschen Ritterorden. 1270: Brand/Feuersbrunst, teilweise Zerstörung,
Wiederaufbau im gotischen Stil.
1456-1470:
Umbau und Erweiterung der romanischen Basilika in eine gotische Hallenkirche mit
hochgewölbtem Kirchenschiff.
1564-1626
war die Stadtkirche 62 Jahre lang lutherisch. 1628: Patronat katholischer
Malteserorden, danach Jesuiten. 1692: Patronat Stadt Eger,
Weltgeistliche. 1693: Überführung der Reliquien des hl. Vinzentius von
Wien nach Eger in die Stadtpfarrkirche. 1742: Brand nach Blitzschlag.
Einsturz der beiden Turmspitzen und Ecktürmchen mit Verlust der Glocken.
Notdürftige Wiederherstellung durch Schindeldach. 1758: Der Südturm
erhält eine Doppelkugel nach dem
Plan des berühmten barocken Architekten Balthasar Neumann, der Nordturm nur ein
Notdach. Bis 1807: dem Bistum Regensburg zugehörig.
Von 1807-1993: Bistum Prag,
zugeordnet durch Verfügung Kaiser Josef II.
1809:
Großer Stadtbrand. Schäden an Türmen und Kirche. 1812: Südlicher
Kirchturm erhält gotisierten Spitzhelm mit vier Ecktürmchen. 1833:
Erhebung zur Dekanalkirche am 24. Jänner 1833 durch Kaiser Franz I. 1865:
Nördlicher Kirchturm erhält gotisierten Spitzhelm, gleichfalls mit vier
Ecktürmchen. 1891-1894:
Renovierung mit Anbau der neugotischen Vorhallen des südlichen, westlichen und
nördlichen Einganges.
1894:
Feierliche Einweihung der „neuen“ St.-Niklas-Kirche und
Erhebung zur Erzdekanalkirche am 6. Oktober 1894 durch Fürstbischof Graf
Schönborn, Prager Erzdiözese. 1945: Brand der Kirchtürme und des
Kirchendaches nach einem Luftangriff amerikanischer Jagdbomber am 20. April. Die
Türme erhielten für mehr als 60 Jahre provisorische Überdachung. April 2005:
Die Entstehung des Stiftungsfonds Historisches Eger. Den Anstoß zur
Gründung des Fonds gab die finanzielle Zuwendung von Anton Hart, dem Retter des
Wallfahrtsortes Maria Loreto und Ehrenbürger der Stadt Eger, an die Stadt. Der
gebürtige Egerer, welcher nach der Aussiedelung bis zum Ende seines Lebens in
Deutschland, in der benachbarten Stadt Wald-sassen gelebt und sein Unternehmen
betrieben hat, schenkte der Stadt 5 Tausend Euro. Dieses Geld wurde zum
Stammvermögen des Fonds. Es wurden vier Prioritäten bestimmt – das Kulturzentrum
„Franziskaner“, den Wall-fahrtsort Maria Loreto, die Egerer Burg und nicht
zuletzt die Türme der St.-Nikolaus-Kirche und die Möglichkeit deren
Rekonstruktion, bei der ihnen das Aussehen aus der Vorkriegszeit zurückgegeben
werden sollte. September 2005: Beginn der öffentlichen Sammlung zwecks
Rekonstruktion der Türme der St.-Nikolaus-Kirche. 2008: Der
Stiftungsfond Historisches Eger hat seine Sammlung zu Zwecken des Ausbaus
der Türme der St. Nikolauskirche erfolgreich beendet und startete die
abschließende Phase der gesamten Maßnahme – den eigenen Ausbau.
Die Ausschreibung zur Durch-führung dieser Arbeiten gewann die Pilsner
Firma Pegisan G.m.b.H. Der große Turm ist 26m hoch und wiegt 17,5 Tonnen, jeden
Turm umringen vier kleine Türme, die 13m hoch sind, und jede wiegt 4 Tonnen.
Am Sonntag, den 29. Juni 2008, fand die feierliche Einweihung der Türme der
St. Nikolauskirche in Eger: Die beiden großen Türme sowie acht kleinen Ecktürme
standen bei der feierlichen Einweihung durch den Egerer Pfarrer Petr Bauchner am
Boden.
Am
Mittwoch, den 09. Juli 2008:
Anhebung des Südturmes
Am Montag,
den 14. Juli 2008:
Anhebung des Nordturmes.
Am
Dienstag, den 15. Juli 2008:
Anhebung der restlichen 5 Ecktürmchen
Sonntag, den 29.Juli – Einweihung der Türme der St. Nikolauskirche in Eger.
Am Marktplatz
sprachen:
2.
Vizebürgermeister und Vorsitzender des Verwal-tungsrates des Stiftungsfonds
Historisches Eger Herr Dipl.-Ing. Michal Pospíšil stellte Ehrengäste vor: den
Hauptmann des Karlsbades Kreises Josef Pavel, den Oberbürgermeister der Stadt
Eger Dr. Jan Svoboda, den 1. Vizebürgermeister Ing. Miroslav Plevný, die
Mitglieder des Verwal-tungrates des Stiftungsfonds Historisches Eger: Ulrika
Hart, Marcela Brabaè, Zdenìk Illek, Dipl.-Ing. Václav Jakl – der frühere
Stiftungsfonds-vorsitzende, Mgr. Václav Jiøík; der Generalvikar Robert
Falkenauer, Autor des Projektes ing. Ludìk Vystyd; Direktor der Baufirma PEGISAN
G.m.b.H.. ing. Josef Ždych Aus Pilsen, und Mitglieder des Stadtrates. Weiter
bedankte er Namentlich den Sponsoren, und teilte mit, dass in die Türme ein
Tubus mit Informationen für zukünftige Generationen hineingelegt wird. Weiter
sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Dr. Jan Svoboda, und Hauptmann des
Karlsbades Kreises Josef Pavel. Die beiden großen sowie acht kleinen Türme
standen bei der feierlichen Einweihung durch den Egerer Pfarrer Petr Bauchner am
Boden. Der große Turm wiegt 12,5 Tonnen, seine Dachein-deckung aus Schiefer dann
5,5 Tonnen. Den Anstoß zur Gründung des Fonds gab die finanzielle Zuwendung von
Anton Hart, dem Retter des Wallfahrtsortes Maria Loreto und Ehrenbürger der
Stadt Eger, an die Stadt. Der gebürtige Egerer, welcher nach der Aussiedelung
bis zum Ende seines Lebens in Deutschland, in der benachbarten Stadt Waldsassen
gelebt und sein Unternehmen betrieben hat, schenkte der Stadt 5 Tausend Euro.
Dieses Geld wurde zum Stammvermögen des Fonds. Die Ausschreibung zur
Durchführung der Arbeiten gewann die Pilsner Firma Pegisan G.m.b.H. Der Vertrag
mit der Firma sieht vor, dass die Rekonstruktion der Türme 8.8 Millionen Kronen
kosten wird. Herr Jan Novotný, Geschäftsführer der Egerer Firma J&B invest
G.m.B.H, überwacht die Arbeiten und vertritt in dieser Hinsicht den
Stiftungsfonds.
