Egerlaender

In Augsburg fand am 6. Juni bis 8. Juni2025 der 75. Sudetendeutsche Tag statt. Zu den festen Programmpunkten zählte wieder die feierliche Kulturpreisverleihung am Freitagabend im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses.

Samstag erfolgte die Verleihung des Karls-Preises der Sudetendeutschen Landsmannschaft an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Anschließend hatten die Besucher die Möglichkeit, sich an zahlreichen Ständen über die Arbeit sudetendeutscher Vereine zu informieren und an einem bunten kulturellen Programm teilzunehmen. Der Tag klang mit dem traditionellen Heimatabend aus, bei dem Gruppen aus Deutschland und Tschechien auftraten.

S.E. Tomáš Kafka, Botschafter der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, überbrachte die Grüße des Staatspräsidenten Peter Pavel an die Teilnehmer des Sudetendeutschen Tages in Augsburg. Im letzten Jahr hatte mit Prof. Mikuláš Bek erstmals ein tschechischer Regierungsvertreter offiziell am Pfingsttreffen der Sudetendeutschen teilgenommen.

Anlässlich des Pfingsttreffens in Augsburg würdigte der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sudetendeutschen als „Vorbilder und Wegbereiter für die europäische Idee von Frieden, Freiheit und Wohlstand“. Für ihren Beitrag zur Freundschaft mit den tschechischen Nachbarn sprach er den sudetendeutschen Landsleuten Dank und Anerkennung aus.

Als Bayerischer Ministerpräsident ist Söder auch Schirmherr der Sudetendeutschen. Seine Ansprache bildet traditionell den Höhepunkt des Sudetendeutschen Tages, den der Ministerpräsident als „Festival des Friedens und der familiären Erinnerung“ bezeichnete.

Ein weiterer Höhepunkt war die Rede von Mikuláš Bek (STAN), dem tschechischen Minister für Bildung, Jugend und Sport. Vor großem Publikum sprach er in Regensburg offen über das Leid beider Seiten – sowohl 1945 als auch danach. Man dürfe die alten Dämonen des Nationalismus nicht vergessen oder ins Unbewusste verdrängen, so der Minister. Dabei rief er zu einem kritischen Blick auf die eigene Geschichte auf: „Wir Tschechen müssen es wagen, in den Abgrund der Geschichte zu blicken.“

Der 75. Sudetendeutsche Tag in Regensburg überraschte am Pfingstwochenende mit einem bemerkenswerten Vorschlag: Petr Kalousek, Direktor des Brünner Stadtfestivals Meeting Brno, lud die Sudetendeutsche Landsmannschaft ein, den nächsten Sudetendeutschen Tag 2026 in Brünn auszurichten. Es wäre das erste Mal, dass die traditionsreiche Veranstaltung in der heutigen Tschechischen Republik stattfindet.

Der Bund der Deutschen-Landschaft Egerland und das BGZ Eger waren dieses Jahr wieder dabei. Am Freitag den 8. Mai fuhren wir an und bauten unseren Stand auf. Der Bund hatte beim diesjährigen Pfingsttreffen 13 Vertreter, davon 8 in Egerländer Tracht mit unter das jüngste Mitglied Ema, die Enkeltochter von Jaroslav Klyeisen. Es kamen viele Leute vorbei, wie auch noch geborene im Egerland so auch die Nachkommen und junge Leute, deren Vorfahren aus dem Egerland kommen. Es wurden wieder neue Kontakte aufgenommen. Die drei Tage verliefen schnell wie das Wasser in der Eger. Mit vielen Endrücken fuhren wir dann am Sonntag Nachmittag nach Hause.  

Redaktion Eghaland Bladl

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