Denkmalpflege in Wildstein
Früher standen überall im Egerland, an jedem Feldweg, an Kreuzungen, Brücken usw. Wegkreuze, Heiligenfiguren, Bildstöcke, welche Marterl genannt wurden. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und 40 Jahren kommunistischer Herrschaft sind die meisten dieser kleinen Denkmale zerstört und verschwunden. Umso wichtiger ist es, wenn es in den letzten Jahren verstärkte Bemühungen gibt, die restlichen zu erhalten und zu restaurieren. Die Initiativen dazu gehen von Gemeinden, Vereinen und Privatpersonen aus. Auch in Skalná/Wildstein hat sich eine Gruppe Heimatfreunde und Lokalpatrioten zusammengefunden, die sich unter Anderem vorgenommen haben, sich um kleine sakrale Denkmale zu kümmern. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein restauriertes Kreuz neben der Kirche aufgestellt, in diesem Jahr kam eine der 4 Statuen des heiligen Johannes von Nepomuk an die Reihe, die es in Wildstein gibt. Eine davon wurde bereits vor einigen Jahren durch die Gemeinde Skalná renoviert. Diese Statue, um die es geht, ist aus der Barockzeit, datiert auf das Jahr 1756 und steht an der Kreuzung der Strassen Sportovní und Lesní. Sie wurde vom Sockel gehoben, die Teile abtransportiert, gereinigt, kleinere Beschädigungen fachmännisch repariert und die Figur mit Spezialfarben neu bemalt und der verlorene Heiligenschein ergänzt. Erst im Laufe der Arbeiten wurde sichtbar, um welches schöne Kunstwerk es sich handelt. Ein Fundament wurde betoniert und der Sockel und die Figur wieder an ihrem alten Platz aufgestellt. An der Maßnahme haben sich auch zwei Mitglieder der Ortsgruppe Wildstein des Bundes der Deutschen Landschaft Egerland, Franz Zima und Rita Skalová, beteiligt. Für nächstes Jahr ist ein weiteres Objekt in Planung, ein Wegkreuz.
Franz Zima OG Wildstein