Am Samstag, 8, März, fand wie jeden Monat am ersten Samstag im Monat der Hutzn-Nachmittag im Egerer BGZ statt. Gegen 15:00 Uhr kam ein Moderator eines Karlsbader Rundfunks ein. Auf den Besuch war ich von Alois durch einen Anruf wenige Tage vorher bereits informiert gewesen. Der größte Teil des Gesprächs fand in tschechischer Sprache geführt. Auch wenn ich nicht vieles davon verstand habe ich in einigen Passagen verstanden, dass es bei dem Gespräch darum ging was die Aufgaben des BGZ in Eger ging.
So nach und nach wurden Alois Rott und Ernst Franke zu den Aufgaben und Zielen des Begegnungszentrums geht. Auch hier konnte ich in einigen Passagen darum ging die Arbeit der Heimatverbliebenen herauszustellen. Die beiden wurden auch nach ihrer familiären Herkunft gefragt. So erzählte Alois, dass er eigentlich aus Rabenstein der Schnella stammt und Mitglied aus der Ortsgruppe Neudek ist. Franke erzählte, dass er aus dem bekannten Textilort Haslau stammt. Beide stammen ursprünglich aus deutschen Familien. Wenn ich auch nicht viel verstand so konnte ich doch einiges der Antworten verstehen.
Überraschender Weise sprach der Journalist in fast reiner deutschen Sprache an und nach meinem Grund meiner Mitgliedschaft beim Bund der Deutschen – Landschaft Egerland zu erkundigen. In wenigen Worten erklärte ich, dass mein Vater aus Falkenau/Sokolov stammt und ich bereits seit 1989 in Tschechien bin und mich dort, zusammen mit Seff Heil, um die Betreuung der Heimatverbliebenen kümmere. Anschließend fragte ich den Journalisten ob er auch deutsche Wurzeln habe, was er aber verneinte. Er habe aber großes Interesse an der Arbeit der Heimatverbliebenen. Er hat auch angekündigt, dass er demnächst das Egerlandmuseum in Marktredwitz besuchen will um mehr von den Egerländern zu erfahren. Ich habe ihm auch sofort angeboten mit ihm dort eine Führung zu machen, worüber er sich sehr freute. Zum Abschluss überreichte ihm Alois Rott die letzte Ausgabe seines „Eghaland Bladl“ und ich überreichte ihm mein aktuelles Gmoibladls. Abschließend saßen Alois und ich noch eine Weile zusammen und beurteilten das geführte Interview.
Günther Wohlrab