Egerlaender

Die Herkunft des Namens ist nicht ganz klar, es gibt viele Möglichkeiten, wie der Name entstand. Die wahrscheinlichsten sind folgende drei: Es kann aus der Personennamen „Linbo“ entstanden sein. Einige glaubten, dass es die Zusammensetzung aus „lieben Stein“ ist. Und die dritte Möglichkeit hängt mit dem Dialekt zusammen, der Name Liebenstein kann aus dem egerländischen Ausdruck „Leit-am-stoa“, was „liegt am Steine“ heißt, kommen. In der Zeit der Ersten Republik wurde der deutsche Name zu dem tschechischen „Libštejn“ umgebildet.

Die älteste Erwähnung über das Dorf stammt aus Jahre 1264 unter dem Namen „Nuen Libenstein“. Die ersten Besitzer des Gebiets und der anliegenden Burg waren die Herren von Liebenstein, die ursprünglich aus pfälzischem Tirschenreuth stammen und nannten sich nach der Burg. Nach Aussterben dieses Herrschergeschlechts verlieh der böhmische König Johann von Luxemburg im Jahre 1346 das Gebiet Franz Goßwein, den Ratsherren der Stadt Eger. Franz Goßwein rekonstruierte die Burg und von Johann von Luxemburg bekam er zugleich einen Teil von Reichswald, um die Burg zu befestigen. Karl IV. schlug ihm dann für seinen treuen Dienst zum Ritter. Nach seinem Tod fiel das Gebiet an seine 3 Söhne, einer von ihnen, Wenzel Goßwein, nutzte die Burg für seine Räuberei und dafür wurde ihm im Jahre 1381 das ganze Gebiet vom Böhmischen König Wenzel VI abgenommen. Das Gebiet wurde dann als böhmisches Lehen an Johann Landgraf von Leuchtenberg, Hauptmann von Eger, verliehen. Der verkaufte Liebenstein im Jahre 1400 an die egerer Bürger Erhard Rudisch. Der neue Besitzer, Erhard Rudisch, bemühte sich in dem Dorf Liebenstein eine Kirche aufzubauen und die Pfarrei einzurichten. Seine Bemühung war erfolgreich und im Jahre 1406 entstand im Liebenstein die gotische Kirche Heilige Katharina, die 1755 umgebaut wurde. Im Jahre 1426 kauften Liebenstein Heinrich von Zedtwitz aus Neuberg von Hans von Sparneck, der 1418 die Burg durch die Heirat mit der Tochter von Erhard Rudisch. Die Zedtwitz schufen in 15. Jahrhundert ein selbständiges Geschlecht Zedtwitz aus Liebenstein. Anrüchig war einer von ihnen, Georg von Zedtwitz, der Zölle und Mautgebühren erhob und räuberte. Dafür wurde ihm der Bann belegt und er wurde in der Prager Burg eingesperrt. Nach der Entlassung führte er seine Widerstandsbewegung weiter und deshalb belagerten die Bürger aus Eger Liebenstein und eroberten das Dorf und die Burg. Georg von Zedtwitz flüchtete und später, im Jahre 1519, versöhnte er sich mit Eger, hat der Stadt seine getreuen Dienste versprochen und bekam seinen Landbesitz zurück. Im Jahre 1647 während des Dreißigjährigen Krieges wurde Liebenstein von Schweden erobert und im Jahre 1717 wurde die Burg zu einem Schloss umbaut. Die Zedtwitz hatten Liebenstein im Besitz bis zu dem Jahr 1915. In diesem Jahre verkaufte Bruno von Zedwitz den Landsitz Liebenstein an die Witwe Regina Hauser aus Wien und deren Partner Goldstein und Milch für 4 200 000 Kronen. 1928 erwarb das Schloss die Familie Kässman, die es bis 1945 im Besitz hatte. Politisch gehörte Liebenstein zum Bezirk Eger.

Das Egerland ist eines der ersten Gebiete, die von Germanen besiedelt und ganz germanisiert wurden. Im Laufe der Geschichten beanspruchten das Egerland sowohl deutsche als auch böhmische Herrscher. Der Anschluss von Egerland zu den Ländern der Böhmischen Krone gelang erst Johann von Luxemburg durch Verpfändung im Jahre 1322. Im Jahre 1943 lebten in Liebenstein 2256 Personen und 1947 nur noch 964. Vertrieben wurden fast alle Liebensteiner, es blieben nur ungefähr 110 Personen deutscher Nationalität im Ort. Liebenstein hatte mal früher 318 Hausnummern.

Gemäß der Volkszählung im Jahre 2011 lebten in dem Dorf 715 Personen in 250 Gebäuden.

Seit 2014 ist das Schloss wieder zugänglich.

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